6 brasilianische Köstlichkeiten | EAT SMARTER
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Essen wie am Zuckerhut

6 brasilianische Köstlichkeiten

Brasilien – Land der Sonne, der Sambatänzer und schönen Frauen. Wer hier lebt, genießt nicht nur die weltberühmte Latino-Atmosphäre, sondern auch eine köstliche Küche. So vielfältig wie das Land sind seine Speisen: Fleisch und Fisch, Maniok, Chili, Kokosmilch und Palmöl geben den Ton an. EATSMARTER hat sich auf eine kulinarische Reise begeben und die 6 besten Nationalgerichte Brasiliens probiert. Ergebnis? Weltmeister!

Einmal am Zuckerhut entspannen und Caipirinha schlürfen. In den Gassen Ríos bummeln und Feijoada löffeln. Den Holzgrill unter Palmen aufstellen und Churrasco grillen. Einmal Brasilien erleben, riechen, schmecken! EATSMARTER hat sich auf die Reise in brasilianische Küchen begeben und 6 Nationalgerichte probiert – die Weltmeister der knurrenden Mägen.

1. Der Export-Schlager: Caipirinha

Die Reise des guten Geschmacks führt zunächst zum berühmtesten Export-Schlager der brasilianischen Ess- und Trinkkultur: Caipirinha. Der Cocktail aus Cachaça, Limettensaft, Zucker und Eis ist weltweit berühmt und eines der am meisten bestellten Getränke in jeder Bar, die etwas auf sich hält. Er schmeckt frisch und zergeht in einer Mischung aus eiskalt, süß und sauer auf der Zunge. Am besten schmeckt der Drink im Hochsommer. „Caipirinha“ ist übrigens vom brasilianischen Wort caipira abgeleitet, das Landbewohner bedeutet.

2. Portugiesisches Erbe: Feijoada

Dem Caipi dicht auf den Versen folgt die berühmte brasilianische Feijoada. Der Eintopf aus schwarzen Bohnen ist nicht nur in Brasilien, sondern auch in vielen anderen ehemaligen portugiesischen Kolonien wie Angola, Mosambik und Macao verbreitet. Die Feijoada completa besteht aus Trockenfleisch, Räucherwürstchen, Zunge, Schweineohren und -füßen, Nelken, Lorbeer, schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch und Zwiebeln. Alle Zutaten werden zusammen gekocht, dazu gibt es Reis. Manchmal ergänzen Farofa (geröstetes und angemachtes Maniokmehl) und Orangenscheiben sowie eine pikante Pfeffersauce das Gericht. Eine schlichtere und daher bei der ärmeren Bevölkerung weiter verbreitete Version des Nationalgerichts besteht lediglich aus Reis, Bohnen und Trockenfleisch.

3. Der Feuerspieß: Churrasco

Jetzt wird es heiß: Churrasco ist ein Fleischspieß, der über dem Feuer brutzelt. Meist besteht er aus Rindfleisch. Der Name Churrasco stammt vom Grillvorgang an sich ab: Er ahmt – vermutlich - das Zischen des ins Feuer tropfenden Fettes nach. Meist würzt der Grillmeister handgroße Fleischstücke eine halbe Stunde vor Beginn des Grillens mit grobem Salz. Kurz vor dem Grillen klopft er es mit einem Messer ab. Das Churrasco landet dann mit der fettigen Seite nach unten auf Spießen über Holzkohle oder offenem Feuer. Ist es fertig, schneidet der Gastgeber das Fleisch in kleinere Stücke und präsentiert es auf einem großen Teller in der Mitte des Tisches. Bei vielen Brasilianern beliebt ist das Eintauchen der Spieße in Maniokmehl, als Beilagen gibt es meist Polenta oder Kartoffelsalat.

4. Exotisches Purée: Vatapá

Vatapá ist für uns Europäer wahrhaft exotisch: Das Püree besteht aus Fisch, Nusskernen, getrockneten Krabben, eingeweichtem Brot, Dendê-Öl, Kokosmilch und Gewürzen. Vor allem Koriander, Petersilie und Ingwer bestimmen den Geschmack.  Das Gericht stammt ursprünglich aus dem afro-brasilianischen Raum - besonders charakteristisch ist es für die Stadt Salvador da Bahia und ihre Umgebung. Die Herstellung von Vatapá ist sehr aufwendig, deshalb ist es kein alltägliches Gericht, wird aber in Bahia typischerweise zu Acarajé und zu  Moquecas gereicht.

5. Käse-Genuss: Minas

Der Queijo Minas ist ein typischer brasilianischer Käse mit runder Form. Er ist nach dem Bundesstaat Minas Gerais benannt, der für seine Käsevielfalt bekannt ist. Minas wird auf vielen brasilianischen Bauernhöfen hergestellt, die Produktion ist unkompliziert. Es gibt den Käse in drei Varianten: Frescal (frisch), Meia-cura (leicht gereift) und Curado (gereift). Der Curado ist dunkelorange und im Gegensatz zum Frescal sehr hart.

6. Exquisiter Imbiss: Acarajé

Acarajé sind Feuerbällchen aus geschälten und gemahlenen Augenbohnen, die mit getrockneten Shrimps vermischt in heißem Palmöl frittiert werden. Sie stammen aus Bahia im brasilianischen Nordosten. Oft kann man die Leckerei auf den Straßen von Salvador da Bahia als Imbiss kaufen. Seinen Ursprung haben die Bällchen allerdings in Westafrika - in Teilen Nigerias, Ghanas und in Benin werden sie auch heute noch zubereitet. Zu den Acarajé gibt es Beilagen wie Tomatensalat, Vatapá oder Caruru.

(hsn)

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