Blumenkohl | EAT SMARTER
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Blumenkohl

Gestatten: Blumenkohl Dubbary Gestatten: Blumenkohl Dubbary

Sogar Leute, die Kohl sonst kaum mögen, können beim Blumenkohl selten widerstehen. Gut so, denn wie seine Verwandten steckt der vornehm weiße Kopf voller guter Nährstoffe, ist ausgesprochen vielseitig einsetzbar und dazu noch besonders leicht bekömmlich.

Das sollten Sie über Blumenkohl wissen

Schon vor rund 250 Jahren genoss der Blumenkohl dank seiner vornehmen Blässe und seiner damaligen Seltenheit einen hervorragenden Ruf. Seine Beliebtheit am Hof von Ludwig XIV. war so groß dass ein nach des Königs Mätresse Madame Dubarry benanntes Gericht bis heute zu den Klassikern der Haute Cuisine gehört: Den überbackenen „Blumenkohl Dubarry“ gibt es in zahlreichen Versionen, und auch die „Crème Dubarry“ – ein feines Süppchen aus Blumenkohl – steht oft auf feinen Speiseplänen. Und wie Frankreich-Urlauber wissen: Immer, wenn ein Gericht den Namen „Dubarry“ trägt, ist das feine weiße Gemüse im Spiel.

Ganz in weiß – so schätzen auch die Deutschen den Edelkohl am meisten. Um diese Vorliebe zu erfüllen, scheuen die Gemüsebauern keine Mühen: Damit sie sich nicht durch das Sonnenlicht verfärben, knicken die Bauern ein bis zwei der inneren Hüllblätter über die lichtempfindlichen Köpfe oder binden die Blätter zusammen. Mittlerweile setzen sich allerdings pflegeleichtere Züchtungen durch, bei denen sich die Herzblätter von allein nach innen drehen und quasi als Sonnenschirm fungieren, womit sich aufwendige Handarbeit erübrigt.

In anderen Ländern hingegen ist es übrigens durchaus erwünscht, dass der Blumenkohl Farbe bekennt. Gelb-grüne bis sattgrüne Köpfe kommen im Sommer aus Italien, Belgien und Frankreich; in Süditalien schätzt man Blumenkohl nicht nur der Optik wegen auch in violett: Je intensiver die Farbe, desto ausgeprägter auch das Aroma. Ebenfalls aus Italien kommt übrigens auch eine spezielle Spielart der grünen Blumenkohlsorten, der dekorative Romanesco.

Herkunft: Wie alle Kohlarten stammt Blumenkohl von einer Wildform ab, deren ursprüngliche Heimat im Mittelmeerraum und im westlichen Europa liegt. Heute baut man Blumenkohl vor allem in Italien, Belgien und den Niederlanden an. Aber auch in Indien weiß man das Gemüse zu schätzen: Dort liegt das größte Anbaugebiet für Blumenkohl in ganz Asien.

Saison: Blumenkohl frisch vom Feld aus deutschen Landen bekommt man bei uns ab Juni bis Ende Oktober. Aber auch andere Länder bauen das Gemüse an, sodass Blumenkohl inzwischen das ganze Jahr über zu haben ist.

Geschmack: Das dezente Aroma von frischem Blumenkohl mögen sogar Leute, die sonst bei Kohl eher abwinken.

Wie gesund ist eigentlich Blumenkohl?

Für gesundheitsbewusste Genießer ist Blumenkohl ein gefundenes Fressen, denn er bringt gleich mehrere Pluspunkte. Zwar sind andere Verwandte aus der Kohlfamilie reicher an Vitamin C, aber mit etwa 45 mg (gekocht) bzw. 69 mg (roh) pro 100 g kann sich auch Blumenkohl durchaus noch sehen lassen. Dafür hat Blumenkohl den meisten seiner Vettern etwas voraus, das ihn besonders bei Menschen mit empfindlichem Magen und Darm beliebt macht: Er besitzt eine feinere Zellstruktur als sie und gilt darum zu Recht als besonders leicht bekömmlich. Schon Babys vertragen gegarten und pürierten Blumenkohl problemlos!

Nährwerte von Blumenkohl pro 100g  
Kalorien 22
Eiweiß 2,4 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 2,3 g
Ballaststoffe 2,9 g

Einkaufs- und Küchentipps für Blumenkohl

Einkauf: Dicht anliegende, saftige Blätter, pralle Röschen und ein möglichst kurz unter den Hüllblättern abgeschnittener Strunk plus ein frischer, angenehmer und dezenter Duft sind die besten Garanten für ungetrübten Genuss bei Blumenkohl. Welke, gelbe Blätter und ein muffiger Kohlgeruch hingegen deuten auf Überlagerung und einen Mangel an Frische.

Lagerung: Im Ganzen bleibt Blumenkohl im Gemüsefach des Kühlschranks 4-5 Tage frisch und knackig. Auch Einfrieren ist möglich; dafür zerteilt man die Köpfe aber besser in Röschen und blanchiert sie kurz in Salzwasser.

EAT SMARTER Empfehlung für Blumenkohl

Bei vielen hat Blumenkohl einen im wahrsten Sinn des Wortes anrüchigen Ruf. Tatsächlich kann das Gemüse „müffeln“, doch ist das immer ein Hinweis auf Überlagerung und mangelnde Frische. Den verpönten Kohlgeruch, der bei Blumenkohl sowieso nicht sonderlich ausgeprägt ist, können Sie ganz vermeiden: Geben Sie zum Kochwasser etwas Zitronensaft – es erhält außerdem die weiße Farbe besonders gut! Manche schwören auch auf ein mit gegartes Lorbeerblatt oder einen Schuss Milch im Kochwasser.

Vorbereitung: Die Vorbereitung von frischem Blumenkohl ist kinderleicht: Entfernen Sie zunächst die äußeren Blätter und kappen Sie anschließend den Blattansatz und das Strunkende. Jetzt können Sie den Kopf unter fließendem Wasser kurz abspülen und abtropfen lassen. Wer den Blumenkohl in Röschen zerteilen möchte, schneidet sie einfach mit einem kleinen Messer rundherum vom Strunk ab. Wie man das am besten macht, zeigt Cornelia Poletto in unserem Kochschulvideo. Übrigens: Den Strunk können Sie später mitkochen, er gibt dem Gemüse einen intensiveren Geschmack.

Zubereitungstipps für Blumenkohl

Langes Kochen tut weder dem Geschmack noch dem Nährstoffgehalt und der Konsistenz des feinen Kohls gut. Machen Sie es darum lieber kurz: Ein ganzer Kopf Blumenkohl braucht je nach Größe nur 12-20 Minuten Garzeit; Blumenkohl-Röschen haben nach 3-5 Minuten noch Biss und sind nach 5-8 Minuten weich.

Ansonsten ist Blumenkohl ein echter Allrounder: Ob gekocht, gedünstet, gedämpft, gebraten, überbacken oder frittiert – Blumenkohl kann einiges mehr als nur Fleisch-, Fisch- und Geflügelgerichte zu begleiten! Sie können mit Blumenkohl klassische Gerichte der guten alten Hausmannskost wie zum Beispiel einen leichten Eintopf, ein feines Leipziger Allerlei oder eine raffinierte Cremesuppe zubereiten, ihn aber auch für exotische Köstlichkeiten wie ein vegetarisches Gemüse-Curry oder Kartoffel-Curry einsetzen. Sogar mit mediterranen Leckereien wie beispielsweise einem pikanten Risotto oder einem feinen Meeresfrüchte-Salat verträgt sich Blumenkohl bestens. Ganz simpel, aber super lecker: Blumenkohl auf polnische Art.

Sie möchten Blumenkohl mal wie am Hof Ludwig des XIV. probieren? Voilà, so einfach geht´s:

Für den Blumenkohl Dubarry putzt man einen makellosen Blumenkohl-Kopf, teilt ihn in gleichmäßige Röschen und wäscht sie. Die Röschen kocht man sprudelnd in reichlich gesalzenem Wasser bissfest, gießt und schreckt sie ab und lässt sie dann abtropfen. Inzwischen reibt man je 100 Gramm Emmentaler und Parmesan. Beides mit drei Eiern und 100 ml Schlagsahne verquirlen. Mit Salz, Pfeffer, frisch geriebenem Muskat und etwas Zitronensaft würzen. Die gut abgetropften Kohlröschen verteilt man in einer Gratinform, übergießt sie mit der Eiersahne und überbackt das Ganze, bis goldbraun wird.

Für die Creme Dubarry bereiten Sie den Blumenkohl genauso vor. Außerdem schält, wäscht und würfelt man 250 g Kartoffeln und dünstet dann alles in 2 EL Butter sanft an. Mit 1 l Gemüse- oder Hühnerbrühe aufgießen, mit Zitronensaft, Muskat, Salz und weißem Pfeffer würzen. Alles weich kochen, mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein Sieb streichen. 4 EL Schlagsahne unterrühren, nochmals abschmecken und mit extra blanchierten Kohlröschen und Petersilie garniert servieren.

Rezepte mit Blumenkohl:

Rezepte mit Blumenkohl finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Blumenkohl ist aber auch blähend und sicher nicht geeignet für Divertikulitis Patienten oder irre ich mich.
 
Immer wieder lese ich gerne was vom Gemüse und Obst, da ich ja selber einen kleinen Garten habe. Finde alles super. Noch eine kleine Anmerkung zum Blumenkohl. Meine Mutter hat mir früher als Kind immer das " Blumenkohlwasser" zum trinken gegeben. Sie sagte es spühlt die Nieren durch. Das war immer eine richtige Kur. Und hilft, mache ich Heute noch.