Feigen: Rezepte & Wissen | EAT SMARTER
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Feigen

Nur keine Feigheit vor frischen Feigen – auch wer sie noch nie gegessen hat, kann sich mutig daran wagen, denn ihre Vor- und Zubereitung ist ganz einfach. Abgesehen davon schmecken sie toll und haben auch sonst nur Vorzüge zu bieten.

Feigen

Das sollten Sie über Feigen wissen

Getrocknete Feigen haben besonders im Herbst und Winter auch hierzulande schon ein paar Jahrzehnte lang Konjunktur. Frische Feigen dagegen kannte man in Deutschland bis vor etwa 15 Jahren kaum – sie galten als extrem exotisch. Das hat sich nicht zuletzt durch die wachsende Zahl von türkischen Gemüse- und Obsthändlern inzwischen geändert, denn sie bieten frische Feigen wie selbstverständlich neben Äpfeln und Orangen an. Wer da einmal zugegriffen hat, tut es meist wieder, denn speziell Feigen aus der Türkei haben zu Recht einen erstklassigen Ruf als besonders köstliche Früchte.

Apropos Frucht: Streng genommen bzw. aus botanischer Sicht sind Feigen eigentlich Scheinfrüchte. Die eigentlichen Früchte sind die zahlreichen weichen gelben Kernchen, die sich im saftigen rosafarbenen bis roten Fruchtfleisch verstecken. Man kann sie nicht nur mitessen; sie haben auch besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe zu bieten.

Da Feigenbäume bis zu drei Mal pro Jahr tragen, fällt die Ernte entsprechend üppig aus – und damit sie nicht verkommt, wird ein großer Teil der frischen Feigen in der Sonne oder in speziellen Öfen getrocknet. Dabei werden sie zwar nicht unbedingt schöner, aber extrem gehaltvoll und schön süß: Beim Trocknen bekommen die Feigen eine flache Form und eine braune Farbe, der enthaltene Fruchtsaft und Fruchtzucker kristallisiert sich und macht die Feigen besonders haltbar.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der Feigenbäume ist der Orient. Inzwischen wachsen sie aber längst auch in den meisten anderen warmen Ländern im Nahen Osten und rund ums Mittelmeer sowie außerdem in Kalifornien und Australien.

Saison: Aus den Mittelmeerländern kommen frische Feigen von Juli bis November. Danach fliegt man sie aus Kalifornien, Australien und Brasilien ein. Getrocknete Feigen man das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack: Frische Feigen haben einen nur leicht süßen, sehr milden Geschmack; getrocknete Feigen schmecken sehr süß.

Wie gesund sind eigentlich Feigen?

Feigen zählen zwar nicht unbedingt zu den kalorienärmsten Obstsorten, sind aber trotzdem auch für Figurbewusste eine gute Wahl. Denn zum einen enthalten sie wenig Fett, aber dafür viele sättigende Ballaststoffe. Und zum anderen punkten sie mit einem ganzen Paket an wertvollen Inhaltsstoffen wie Provitamin A, Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalzium.

Bei getrockneten Feigen ist der Gehalt an diesen wichtigen Stoffen besonders hoch, weil sie sich durch das Trocknen konzentrieren können. Besonders bemerkenswert ist zum Beispiel der Anteil von Magnesium in getrockneten Feigen: Auf bis zu 75 mg dieses muskel- und nervenstärkenden Mineralstoffs bringt es die süße Leckerei. Getrocknete Feigen sind darum nicht zuletzt eine wichtige Magnesiumquelle für Vegetarier und Veganer!

Nährwerte von Feigen pro 100 Gramm frisch getrocknet
Kalorien 60 247
Eiweiß 1,3 g  3,9 g
Fett 0,4 g   1,3 g
Kohlenhydrate 13 g  54 g
Ballaststoffe 2 g 13 g

Einkaufs- und Küchentipps für Feigen

Einkauf: Frische Feigen: Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – zu haben sind diverse Sorten von Feigen; kleine und große, grüne und dunkelviolette, intensiv süße und eher säuerliche. Für alle Feigen aber gilt: Den perfekten Reifegrad haben sie, wenn sie auf leichten Fingerdruck weich nachgeben und beim daran Schnuppern angenehm duften. Dennoch sollten Feigen noch eine feste Schale haben, zu weiche Exemplare sind innen meist schon matschig.

Getrocknete Feigen: Bevorzugen Sie luftdicht verpackte Feigen und achten Sie auf den Vermerk „ungeschwefelt“. Wenn Sie Wert auf möglichst hohe Qualität legen, wählen Sie am besten Bio-Feigen.

Lagerung: Frische Feigen sind sensibel und vertragen weder Druck noch langes Lagern. Bei Zimmertemperatur halten sie sich etwa einen Tag, im Kühlschrank bis zu drei Tage. Bei getrockneten Feigen können Sie sich einfach nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum richten.

Vorbereiten: Bei frischen Feigen kann man die Schale gut mitessen. Aber auch, wenn Sie das nicht vorhaben: Gründliches Waschen muss sein. Spülen Sie darum die Feigen unter fließendem Wasser gut ab und schütteln sie anschließend etwas trocken oder tupfen sie mit Küchenpapier trocken. Nun noch die Stielansätze von den Feigen abschneiden und dann je nach Rezept oder Gusto halbieren oder vierteln und das Fruchtfleisch auslöffeln oder mit einem Löffel herauslösen. Übrigens: Für alle, die ganz genau wissen möchten, wie man mit frischen Feigen umgeht, gibt es hier gleich eine Reihe von spannenden Kochschulvideos von Cornelia Poletto zu sehen.

Zubereitungstipps für Feigen

In den Ländern, wo Feigen wachsen, isst man sie besonders gerne direkt frisch vom Baum gepflückt, bereitet aber auch Köstliches wie Kompott, Kuchen und Torten, Marmeladen oder Salate damit zu. Aus getrockneten Feigen macht man in Spanien und anderen Mittelmeerländern traditionell auch sogenanntes Feigenbrot.

Das Gute an frischen Feigen: Sie sind süß, aber nicht zu sehr und darum sowohl für Desserts als auch für die herzhafte Küche bestens gerüstet. Ganz einfach und äußerst effektvoll lassen sich zum Beispiel daraus schnelle Vorspeisen und Snacks wie Feigen auf Parmaschinken, Lammfilet auf Salat mit Feigen oder Feigensalat mit Manchegokäse zubereiten. Frische Feigen geben aber auch einer pikanten Suppe besonderen Pfiff, lassen sich wunderbar füllen und überbacken oder in würzigem Honigsud sanft pochieren.

Getrocknete Feigen sind als natürlich süße und ballaststoffreiche Zutat geradezu perfekt für Müsli und leckere Früchteriegel. Sie passen aber auch wunderbar zu orientalischen Gerichten wie einem vegetarischen Gewürz-Couscous oder zu feinem Fleisch wie dem geschmorten Wildschweinfilet oder zu ganz besonderen kleinen Rinderrouladen.

Rezepte mit Feigen

Rezepte mit Feigen finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Habe aus Bulgarien ein kleines Stück Wurzel ausgegraben von einem riesigen , viele Früchte tragenden Baum. Nachdem ich mir aus diesem kleinen Stückchen liebevoll ,nun seit über 11Jahren, einen schönen ,ca.2.50 m hohen Baum gezüchtet habe, rechne ich nun mal langsam, also recht ungeduldig,jedes Jahr darauf , dass dieser schöne Baum auch mal Früchte trägt. Ab wann kann ich damit rechnen?, oder gibt es Bäume, die nie Früchte tragen? (männlicheFlanzen? ) obwohl der Mutterbaum eine Pracht war mit seinen Unmengen an Früchten?
 
Es dauert wohl meist 5 - 8 Jahre, bis er voll trägt. Im Mittelmeerraum trägt er hingegen oft schon im 3. Jahr. Auf viel Sonne achten und frostfrei halten!