Kaisergranat

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 13. Apr. 2022
Beliebte Speise: der Kaisergranat. © Picturefoods.com - Fotolia.com
Beliebte Speise: der Kaisergranat. © Picturefoods.com - Fotolia.com

Köstlichkeit inkognito: Kaisergranat ist bei uns zwar sehr beliebt, aber hauptsächlich unter seinem italienischen Namen bekannt.

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Das sollten Sie über Kaisergranat wissen

Mit dem Namen Kaisergranat können die wenigsten etwas anfangen – mit dem Namen Scampi dafür umso mehr. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe: ein im Rohzustand hellrotes Krustentier mit langen Fühlern, das im Aussehen einer Languste ähnelt. In Spanien nennt man Kaisergranat denn auch „Langostino“.

Tatsächlich sind Kaisergranat und Languste sowie Hummer eng miteinander verwandt, Kaisergranat hat allerdings einen wesentlich kleineren und schlankeren Körper.

Das weiche, nach dem Garen weiße Fleisch von Kaisergranat ähnelt ebenfalls dem von Languste, hat aber eine deutlich zartere Struktur. Das gilt ganz besonders für Kaisergranat aus Island, Schottland und Irland, die bei Kennern als die allerbesten gelten.

Der zu den Zehnfußkrebsen gehörende Kaisergranat kann eine Länge von bis zu 24 cm erreichen. Dabei gilt als Regel: Je größer der Kaisergranat, desto mehr von seinem feinen Fleisch hat man – und desto mehr muss man dafür bezahlen.

Dass Kaisergranat generell nicht eben billig ist, erklärt sich übrigens schon durch eine Besonderheit: Die Meerestiere vermehren sich nur alle zwei Jahre.

Herkunft: Kaisergranat lebt hauptsächlich im Nordostatlantik, aber auch im westlichen Mittelmeer und im adriatischen Meer.

Saison: Kaisergranat gibt es das ganze Jahr über zu kaufen.

Geschmack: Kaisergranat schmeckt sehr fein und mild-süßlich.

Wie gesund ist eigentlich Kaisergranat?

Wer sich Kaisergranat gönnt, tut sich in jeder Hinsicht etwas Gutes und kann besten Gewissens genießen: Kaisergranat zählt zu den Delikatessen mit besonders wenig Fett und hohem Proteingehalt. Mediziner loben an Kaisergranat außerdem das reichlich enthaltene Spurenelement Zink, das eine wichtige Rolle bei der Stärkung unserer Abwehrkräfte spielt.

Nährwerte von Kaisergranat pro 100 g  
Kalorien 69
Eiweiß 15 g
Fett 1 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kaisergranat

Einkauf: Frisches Kaisergranat bekommt man beim Fischhändler, gefroren finden Sie es auch im gut sortierten Supermarkt.

Lagerung: Da Kaisergranat sehr eiweißreich ist, muss es immer sehr gut gekühlt und so schnell wie möglich verbraucht werden. Achten Sie darauf, dass die Kühlkette zwischen Einkauf und Zubereiten möglichst nicht unterbrochen wird (Kühltasche mitnehmen.

Vorbereitung: Das Vorbereiten von Kaisergranat bzw. Scampi geht im Prinzip ähnlich wie bei Garnelen, allerdings wegen des sehr dicken Panzers etwas schwerer. Drehen Sie als Erstes den Kopf vom Kaisergranat mit einem kleinen Ruck ab und schneiden Sie dann mit einer Küchenschere die Unterseite der Schale ein - so lässt sie sich leichter entfernen.

Nach dem Schälen ritzen Sie mit einem spitzen Messer die Rückenseite des Kaisergranat ein und ziehen den dunklen Darmfaden heraus.Zum Schluss ganz kurz unter fließendem kaltem Wasser abspülen und rundum gut trockentupfen.

Übrigens: Die besten Tipps zur Vor- und Zubereitung von Garnelen, die Sie auch für Kaisergranat nutzen können, können Sie sich in unseren Kochschulvideos von Cornelia Poletto ansehen!

Zubereitungstipps für Kaisergranat

Bei Kaisergranat sollten Sie mit der Garzeit geizen – schon wenige Minuten zu viel machen aus dem zarten Genuss eine trockene Angelegenheit. Es reicht völlig, Kaisergranat mit Schale je nach Größe pro Seite 1-2 Minuten zu braten oder zu grillen. Geschältes Kaisergranat ist noch schneller fertig. Untrügliches Signal dafür, dass es Kaisergranat den perfekten Garzustand erreicht hat, sind weiße Eiweißflöckchen an der Oberfläche.

Werfen Sie die Schalen von Kaisergranat nicht weg: Damit lassen sich ein edler Fond oder auch eine tolle Soße zubereiten!

Rezepte mit Scampis:

Rezepte mit Scampis finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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