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Hirschhornsalz

Hirschhornsalz - für perfekte Lebkuchen Hirschhornsalz - für perfekte Lebkuchen

Mit diesem klassischen Triebmittel für Plätzchen und Lebkuchen können auch Vegetarier und Veganer beruhigt backen, denn heutzutage enthält Hirschhornsalz (im Gegensatz zu früher) keine tierischen Stoffe mehr. Was sonst noch zu wissen lohnt, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie über Hirschhornsalz wissen

Schon vor Jahrhunderten nahm man Hirschhornsalz als Triebmittel in der Advents- und Weihnachtsbäckerei, denn es hat die perfekten Eigenschaften für flaches Gebäck wie Lebkuchen und Plätzchen: Hirschhornsalz sorgt dafür, dass auch sehr schwere und kompakte Teige beim Backen schön locker und elastisch werden, lässt sie aber kaum in die Höhe gehen. Ein weiterer Pluspunkt bei Hirschhornsalz ist die säurebedingte längere Haltbarkeit von damit gebackenen Leckereien.

Geschichte: Hirschhornsalz hat eine jahrhundertealte Tradition in der Weihnachtsbäckerei. Früher gewann man es durch trockenes Erhitzen von Horn, Klauen und Leder von Hirschen. Das ist zur Freude von Vegetarieren, Veganern und allen anderen Tierfreunden heute zum Glück aus der Mode gekommen. Inzwischen stellt man Hirschhornsalz nur noch chemisch aus einer Mischung von Ammoniumchlorid, Holzkohle und Calciumcarbonat her.

Geschmack: Pures Hirschhornsalz schmeckt leicht nach Salmiak und riecht leicht stechend nach Ammoniak.

Wie gesund ist eigentlich Hirschhornsalz?

Hirschhornsalz sollte man nie roh probieren. Ansonsten gilt es aber als gesundheitlich unbedenklich und ist als „E 503“ uneingeschränkt zugelassen. Gut zu wissen: Beim Backen mit Hirschhornsalz bildet sich unter anderem Ammoniak. Das ist bei Plätzchen und Lebkuchen kein Problem, da sich hier alle Reste verflüchtigen können. Anders bei Kuchen und anderen größeren Gebäckteilen: Nehmen Sie dafür besser kein Hirschhornsalz, sonst könnten sie mit Rückständen belastet sein.

Einkaufs- und Küchentipps für Hirschhornsalz

Einkauf: In der Advents- und Weihnachtszeit kann man Hirschhornsalz oft auf Weihnachtsmärkten, aber auch in den Gewürzregalen der Supermärkte finden.

Lagerung: Hirschhornsalz hat stark feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Bewahren Sie es darum in einer gut verschließbaren Verpackung auf. Am besten behält es seine Wirkung bei kühler und trockener Lagerung. Achtung: Immer getrennt von anderen Backhilfsmitteln wie Backpulver oder Vanillezucker lagern, sonst könnte sich der im Hirschhornsalz enthaltene Ammoniak negativ auswirken. Wenn Sie einen Vorrat an Hirschhornsalz anlegen, denken Sie daran, dass es schnell Fremdgerüche annimmt – also auch immer getrennt von Gewürzen lagern!

Vorbereitung: Für eine perfekte Triebwirkung löst man Hirschhornsalz – ähnlich wie Speisestärke – in etwas Wasser, Milch, Sahne oder Eiweiß auf, bevor man es zum Teig gibt. Der Vorteil ist, dass sich dadurch das Pulver schön gleichmäßig im Teig verteilt und eine optimale Lockerung bringt.

Zubereitungstipps für Hirschhornsalz

Lebkuchen, Honigkuchen, Spekulatius oder Springerle – alle eher flachen Klassiker aus der Weihnachtsbackstube sind Haupteinsatzgebiet für Hirschhornsalz. Kleine Ausnahme von der Regel: Auch „Amerikaner“ backen viele mit Hirschhornsalz. Grundsätzlich können Sie es als Ersatz für Pottasche oder Backpulver bei allen kleinen Gebäckteilchen verwenden, die eher in die Breite als in die Höhe gehen sollen. Wichtig zu wissen: Hirschhornsalz hat eine außergewöhnlich starke Triebkraft. Halten Sie sich daher immer genau an Mengenangaben im jeweiligen Rezept, sonst gerät Ihr Gebäck schnell aus der Form.

Rezepte mit Hirschhornsalz:

Rezepte mit Hirschhornsalz finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

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(Koe)

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