Tempeh | EAT SMARTER
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TempehDurchschnittliche Bewertung: 4.7156

Tempeh

Tempeh

Bei vielen Asiaten gehört Tempeh zur Alltagsküche, bei uns hingegen ist die Fleischalternative aus Sojabohnen noch relativ unbekannt. Höchste Zeit, das zu ändern, denn Tempeh hat eine Menge zu bieten. Mehr dazu verrät unsere Warenkunde!

Das sollten Sie über Tempeh wissen

Klingt exotisch – ist exotisch: Tempeh gehört zu den eigentlich uralten, für uns aber noch immer neuen Fleischalternativen – Lebensmittel also, mit denen Vegetarier und Veganer das Schnitzel oder Steak ersetzen.

Wie Tofu stellt man auch Tempeh aus Sojabohnen her, allerdings sieht das Ergebnis ganz anders aus und hat auch eine andere Konsistenz als sogenannter Sojakäse: Für Tempeh impft man gekochte und geschälte Sojabohnen mit einem Edelschimmelpilz (Rhizopus oligosporus) und lässt das Ganze 24-48 Stunden bei 30-35 °C fermentieren.

Dabei entwickelt der Pilz feine fadenförmige Pilzzellen, die sich um die gekochten Sojabohnen „schlängeln“ und sie zu einer festen Masse formen. Im Prinzip war es das und der Tempeh ist fertig. Man kann den Tempeh danach aber noch räuchern oder marinieren und erst dann in Vakuumpackungen abfüllen.

Saison: Tempeh können Sie ganzjährig kaufen.

Geschmack: Tempeh schmeckt eher neutral.

Herkunft: Tempeh stammt ursprünglich aus Indonesien, wo man ihn seit Jahrhunderten als preiswerte Proteinquelle schätzt. Bei uns kann man ihn heute sowohl als Importware aus Asien wie auch aus deutscher und europäischer Herstellung bekommen.

Wie gesund ist eigentlich Tempeh?

Als Fleischersatz braucht sich Tempeh in Sachen Proteine keineswegs vor seinen tierischen Konkurrenten zu verstecken: Das Sojaprodukt kann es locker mit Kotelett und Co. aufnehmen, enthält aber im Gegensatz zu ihnen kein Cholesterin.

Die Fermentation von Tempeh macht das hochwertige Eiweiß übrigens besonders gut verfügbar für den Körper. Wer Tempeh dazu noch mit Getreide oder Hülsenfrüchten kombiniert, kann diesen Effekt noch steigern.

Der Gehalt an B-Vitaminen ist bei Tempeh ziemlich moderat, dafür stecken aber beachtliche Mengen an Mineralstoffen darin. Vor allem Magnesium, Kalium und Phosphor sind gut vertreten.

Besonders interessant für Veggies, bei denen leicht ein Eisenmangel entsteht: 100 g Tempeh bringen immerhin 5 mg Eisen.

Zu guter Letzt spricht für Tempeh, dass sein Fett- und Kaloriengehalt erfreulich niedrig liegt.

Nährwerte von Tempeh pro 100 Gramm  
Kalorien 147 (Natur) – 237 (geräuchert)
Eiweiß 18 g (Natur) – 13 g (geräuchert)
Fett 7 g (Natur) – 8 (geräuchert)
Kohlenhydrate 5,6 g (Natur) – 9 g (geräuchert)
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Tempeh

Einkauf: Tempeh gibt es in Stücken und vakuumverpackt sowohl „natur“ als auch geräuchert im Bioladen oder Reformhaus. Sie können außerdem marinierten und gewürzten Tempeh – oft geschnetzelt – kaufen.

Ebenfalls im Angebot: Länger haltbarer Tempeh (ohne Konservierungsstoffe) und Tempeh im Glas.

Lagerung: Tempeh bleibt im Kühlschrank je nach Hersteller und Herstellungsweise 2-8 Wochen frisch. Tempeh in Gläsern hält sich ohne Kühlung viele Monate.

Ist die Verpackung einmal geöffnet, sollte man Tempeh allerdings schnell verbrauchen.

Vorbereitung: Tempeh können Sie direkt aus der Verpackung verwenden. Die einzige evtl. nötige Vorbereitung sind je nach Rezept das Schneiden und/oder Würzen.

Zubereitungstipps für Tempeh

Mit Tempeh können Sie wunderbar vegane Schnitzel und Steaks braten und grillen. Geräucherter Tempeh passt prima zu Suppen, Eintöpfen und besonders gut zu Hülsenfrüchten.

Tempeh ist außerdem die perfekte Basis für veganes Gulasch und Geschnetzeltes sowie für Spieße; auch kleinere Braten lassen sich damit gut zubereiten. Und natürlich eignet sich in feine Streifen geschnittener Tempeh ebenso für Asia-Gerichte und für Currys.

Rezepte mit Tempeh:

Rezepte mit Tempeh finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Es sind 5mg Eisen pro 100g Tempeh
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Hallo Dirk S., danke für den Hinweis. Wir haben die entsprechende Angabe angepasst. Viele Grüße von EAT SMARTER