So fasten Sie richtig | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
So fasten Sie richtigDurchschnittliche Bewertung: 3.3157

Macht Verzicht gesund?

So fasten Sie richtig

Richtig fasten! Richtig fasten!

Fasten soll gesund sein. Durch den Verzicht auf Lebensmittel soll der Körper gereinigt oder Krankheiten geheilt werden. Doch wissenschaftliche Beweise gibt es dafür nicht. Fest steht aber: Auf viele Fastende hat die Enthaltsamkeit positive psychische Effekte. Sie fühlen sich wohler, ausgeglichener und glücklicher. EAT SMARTER verrät, wie Fasten genau funktioniert und worauf man beim Fasten aufpassen muss.

Am morgigen Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Bis zum Mittelalter mussten Gläubige in diesen 40 Tagen bis Ostersamstag (die sechs Sonntage in dieser Zeit werden nicht zur Fastenzeit gezählt) auf viele Lebensmittel verzichten. Sie durften weder Fleisch, Eier, Milchprodukte oder Alkohol zu sich nehmen. Heutzutage sehen viele Kirchen die Fastenzeiten nicht mehr ganz so streng: Gläubige können selbst entscheiden, worauf sie verzichten, zum Beispiel auf moderne Sünden wie Süßigkeiten, Zigaretten oder Alkohol.

Warum fasten?

Doch heutzutage fasten Menschen nicht nur aus religiösen Gründen. Das sogenannte Heilfasten soll gut für die Gesundheit sein. Es ist sogar noch strenger als das ursprüngliche christliche Fasten: Bis auf Wasser und Kräutertees sind keine anderen Lebensmittel erlaubt. Daher nimmt man pro Tag etwa 400 Gramm ab. Doch die meisten Fastenden wollen nicht abnehmen, sondern ihren Körper reinigen, zum Beispiel von Giftstoffen, Schlacken oder Krankheiten. Ob Heilfasten das wirklich leisten kann, ist aber umstritten.

Die größten Fasten-Mythen

Es gibt einzelne wissenschaftliche Studien, die behaupten, dass Fasten gegen Rheuma helfen kann. Die Beschwerden werden durch das Fasten aber nur kurzfristig besser. Ebenfalls ein Mythos: Durch Fasten kann man seinen Körper "entschlacken". Denn laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es "in einem gesunden menschlichen Körper keine Ansammlung von Schlacken und Ablagerung von Stoffwechselprodukten. Nicht verwertbare Stoffe werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den Darm und die Nieren ausgeschieden."

Zur Zeit gibt es also keine wissenschaftliche Beweise dafür, dass Fasten wirklich gut für die Gesundheit ist. Dennoch fasten viele Menschen. Warum? Die Psyche spielt beim Fasten eine große Rolle: Fastende fühlen sich oft glücklicher, gesunder und ausgeglichener. Für sie ist es wichtiger, seelischen Ballast zu verlieren oder mit schlechten Gewohnheiten zu brechen als ein paar Kilos abzunehmen.

Fasten: Entlastung oder Belastung?

Wasser und Kräutertees – oft sind beim Fasten keine anderen Lebensmittel erlaubt. Für den Körper bedeutet das, dass er den Stoffwechsel herunterfahren muss. Er fängt an Fett- und Eiweißreserven aufzubrauchen um den Nährstoffmangel auszugleichen. Die Folge: Wir werden müde, können uns nicht mehr so gut konzentrieren und bekommen Kopfschmerzen. Langfristig kann sich sogar der Herzmuskel verändern. Daher raten die meisten Ärzte davon ab, über einen längeren Zeitraum zu fasten. Wer es trotzdem probieren möchte, sollte sich vor Fastenbeginn unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen und abklären, ob das Fasten bei ihm gesundheitlich unbedenklich ist.

Sanftes Fasten

Aber es muss ja nicht immer radikales Fasten sein. Es gibt auch sanfte Fasten-Kuren, zum Beispiel von Otto Buchinger oder Franz Xaver Mayr. Bei beiden Kuren sind neben Wasser und Kräutertee auch Gemüsebrühe und bestimmte Milchprodukte erlaubt. Wem es beim Fasten aber nur darum geht, kurzfristig ein Kilo abzunehmen, der kann auch eine dieser 1-Tages-Diäten ausprobieren.

(bor)

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Momentan ist Fastenzeit und vielleicht üben Sie sich auch gerade in Verzicht. Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden, Heilfasten tut dem Körper sogar gut. Wer aber glaubt, er würde durch das Hungern seinen Körper entschlacken, irrt. Denn es gibt keine Schlacken.
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Darf ich in den 16 Stunden fasten Cia Samen zu mir nehmen?
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo alija, nein Chia-Samen sind nicht erlaubt beim Fasten. Genau genommen sind keine festen Lebensmittel erlaubt.