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Aktuelle Studie

Kein rohes Fleisch für Kinder

Ob Frikadellen, Buletten, Klopse oder Burger: Die meisten Kinder lieben Gerichte mit Hackfleisch, erst recht mit viel Sauce. Und manche mögen das fein zerkleinerte Fleisch auch roh, zum Beispiel als "Hackepeter". Doch leider kann das unangenehme Folgen haben: Das Robert Koch Institut warnt aktuell besonders Eltern von Kleinkindern vor bestimmten Hackfleischsorten bzw. Zubereitungsarten.

Ernährungsexperten sind sich im Prinzip einig: Kleine Kinder brauchen keine „Extrawurst“; am besten ist es, wenn sie mit der Familie am Tisch sitzen und genau das Gleiche essen wie ihre Eltern oder älteren Geschwister. Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Besonders, wenn es um Hackfleisch geht: Vor allem roh als Tatar oder Hackepeter (Mett) sollte es besser nicht auf den Tisch kommen. Das Robert Koch Institut (RKI) in Berlin warnt nach einer aktuellen Studie speziell vor rohem Schweinefleisch. Den neuesten Forschungsergebnissen nach gibt es nämlich einen auffälligen Zusammenhang zwischen dem Genuss von Mett bzw. Hackepeter und der Erkrankung an der so genannten Yersiniose, einer Magen-Darm-Infektion durch Bakterien: Wer rohes Schweinefleisch isst, hat ein fünf Mal höheres Risiko, die typischen Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Erbrechen zu erleben.

Kinder besonders oft betroffen

Besonders bedenklich: Die Zahl der Infektionen ist zwar seit 2002 rückläufig, aber insgesamt bei Kindern unter fünf Jahren am häufigsten. Dabei erwischt es vor allem die ganz Kleinen unter zwei Jahren überdurchschnittlich oft. Die Forscher des RKI vermuten als Ursache, dass die Abwehrkräfte der Kleinsten noch nicht stark genug sind, mit den Erregern fertig zu werden. An sich ist die Erkrankung zwar relativ harmlos und verschwindet nach ein bis zwei Wochen von selbst. Aber gerade bei Kleinkindern führen Durchfälle und Erbrechen schnell zu bedrohlichem Flüssigkeitsverlust – ganz abgesehen davon, dass die Krankheitsanzeichen natürlich extrem unangenehm sind. Aber nicht immer bleibt es dabei. Das RKI weist darauf hin, dass in seltenen Fällen nach einer Yersiniose auch ernstere Folgeerkrankungen wie z.B. eine Arthritis oder schwere Entzündungen der Haut (Erythema nodosum) vorkommen können.

So schützen Sie Ihr Kind

  • Rohes Schweinefleisch gilt als Risikofaktor Nummer eins – verzichten Sie am besten ganz darauf und geben Sie es vor allem nie Kindern unter fünf Jahren zu essen.

  • Rohes Rindfleisch (Tatar, Carpaccio) steht zwar nicht im Verdacht, Yersiniose auszulösen, kann aber trotzdem zu Infektionen führen – nichts für Kids!

  • Garen Sie Koteletts, Schnitzel und Klopse oder Frikadellen aus bzw. mit Schweinefleisch immer gut durch. Sie dürfen innen nicht mehr rosa sein!

  • Auch Bolognese und andere Saucen mit Hackfleisch sollten Sie ausreichend garen: Fleisch immer erst einige Minuten anbraten, bis es braun wird, und dann die Sauce noch mindestens 10 Minuten köcheln lassen.
(koe)
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Hallo, mich würde interessieren, ob das für alle Rohwurstwaren gilt - also auch für Salami und Schinken. Quasi alles, was in der Schwangerschaft auch verboten ist. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen! Viele Grüße, Katrin :-)
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Hallo Katrin G., auch der Verzehr von Rohwurstwaren gilt für Kleinkinder als bedenklich. Greifen Sie lieber auf andere Wurstwaren zurück, die gegeart / gekocht oder anderweitig erhitzt und haltbar gemacht wurden. Viele Grüße von EAT SMARTER