Clever essen trotz Fulltime-Job | EAT SMARTER
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Clever essen trotz Fulltime-JobDurchschnittliche Bewertung: 4151

Food-Work-Balance

Clever essen trotz Fulltime-Job

Clever essen trotz Fulltime-Job

Schnell die Currywurst mit Pommes um die Ecke oder das Gulasch aus der Kantine? Wer Vollzeit arbeitet hat es nicht immer leicht, sich gut zu ernähren. Mit unseren Tricks bringen Sie Job und Ernährung in ein gesundes Gleichgewicht.

Kantine, Restaurant oder Stehimbiss, ein Supermarkt mit Salatbuffet oder das Essen von zuhause mitbringen. Diese Ernährungs-Möglichkeiten haben Berufstätige in der Regel. Doch wer schafft es schon, sich zuhause täglich ein Lunchpaket zusammenzustellen? Stattdessen jeden Tag die gleiche nervige Frage: Wo kriege ich etwas anständiges zu essen her? Nur etwa jeder Zweite hat die Möglichkeit, in der Kantine zu speisen. Und noch viel weniger Angestellte haben das Glück, dort auch noch abwechslungsreiche Kost zu bekommen. Täglich drei oder mehr frisch zubereitete Gerichte, Salat und Gemüse zur Auswahl, regelmäßig Fisch und vegetarische Speisen, dazu verschiedene Obstsorten, so sieht für die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) ein gutes Kantinenangebot aus. Die Wirklichkeit: Fleischstücke mit zerkochtem Gemüse an Pommesberg, dazu eine Soße, über deren Zutaten man am besten nicht weiter nachdenkt. Macht satt und müde. Die beste Wahl in der Kantine: "Wer in einer Kantine isst, sollte nie auf den Salat verzichten und immer Gemüse als Beilage wählen", sagt Holger Pfefferle von der DGE. "Außerdem sollte man Paniertes oder Frittiertes möglichst links liegen lassen und sich stattdessen für Salz- oder Pellkartoffeln, Reis oder Nudeln entscheiden." Damit die Leistungskurve nicht abfällt, empfiehlt der Diplom-Ökotrophologe außerdem, auf das Verhältnis von Fleisch- und Gemüsebeilagen auf dem Teller zu achten: „Gemüse- und Stärkebeilagen sollten den Hauptanteil der Mahlzeit bilden.“ Auch, wenn der Vitaminanteil aufgrund der langen Liegezeiten vielleicht nicht mehr top ist. Aber Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe bleiben erhalten.

Frittenbude, Döner oder Imbissstand

Manchmal gar nicht die schlechteste Wahl. Dabei sollte jede Mahlzeit eine gesunde Komponente enthalten. Zum Beispiel Krautsalat zur Leberwurstsemmel oder Bratwurst. Ein Geflügeldöner mit Extra-Salat ist sogar eine ausgewogene Mahlzeit. Vielleicht gibt es auch einen Wochenmarkt in der Nähe. Dort wird die Auswahl an internationalen Gerichten frisch vom Essenstand immer größer. Gerade die Thai-Angebote sind sehr gesund. Und scharfes bringt unser Gehirn in Schwung, denn durch Chili & Co werden vermehrt Endorphine ausgeschüttet.

Alternative: Catering und mobiler Essens-Service

In immer mehr Städten gibt es Essen auf Rädern, die auf Aluschale mit zerkochtem Inhalt verzichten. Mobile Bistros kommen regelmäßig zum Firmenparkplatz, wenn man sie bestellt und auch regelmäßig genug Kunden zusammenkommen. Also motivieren Sie ihre Kollegen! Etwas Eigeninitiave ist schon gefragt. Denn regelmäßig Abnahme der Gerichte ist Voraussetzung. Tipp für zwischendurch: frisches Obst auf den Schreibtisch stellen – zum Greifen nah. Oder mal einen selbstgemixten Smoothie trinken.

Der Kantinen-Check

Verfügen Sie über eine hausinterne Kantine? Hervorragend! Sie haben damit optimale Voraussetzungen, sich gut zu ernähren. Aber wie gut ist die Kantine? Machen Sie jetzt den Check:
  • Stehen täglich mehrere Komponenten zur Auswahl?
  • Wird jeden Tag mindestens ein fleischloses Gericht serviert?
  • Gibt es abwechselnd Reis, Nudeln, Kartoffeln?
  • Werden auch Pell- und Folienkartoffeln angeboten?
  • Steht einmal wöchentlich Seefisch auf der Karte?
  • Ist das Angebot an Obst und Milchprodukten reichhaltig?
  • Werden frische Kräuter und Jodsalz verwendet?
  • Wird auf fette Soßen und Sahne weitgehend verzichtet?
Je mehr Fragen Sie mit „Ja“ beantworten können, desto besser ist es um Ihr Betriebsrestaurant bestellt!Falls die Ausbeute mager ausfällt, reichen Sie den Check mal an den Kantinenchef weiter.
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Hallo Maggie, es gibt genügend Bücher (z.B. bei amazon) mit tollen Tipps für Vielbeschäftigte und für das Büro! Ebenfalls lohnt es sich, eine persönliche Beratung bei einem Ernährungsberater wahrzunehmen, wenn man eine persönliche Ernährungsoptimierung braucht. Ich biete z.B. eine Beratung für Berufstätige an und weiß auch von anderen Coaches. Eat Smarter bietet ebenfalls viele leckere und schnelle Rezepte.... also, viel Spass beim ausprobieren!
 
Und was machen die, die keine Kantine haben? Wäre schön gewesen, wenn auch diese Pausen-Macher berücksichtigt worden wären, es gibt genug davon. Bei uns gibt es eine einfach eingerichtete Küche (zum Warmmachen nur Mikro, kein Herd, kein Ofen) mit Sitzgelegenheit, die Einkaufszone in der Nähe bietet nur FastFood zu horrenden Preisen an. Und dass ich nach einem 10 bis 11-Stunden-Tag keine Lust habe, großartig für den nächsten Tag vorzukochen, dürfte auch klar sein. Also - was tun???
 
Manchmal ist auch ne Wurst OK, solange man gut kombiniert... Das Gift sind ja eher die Süßigkeit, Colas und Kuchen zwischendurch. Just say no ;-)
 
Ist in der Tat ganz, ganz wichtig - und doch so schwer umzusetzen. Das Zauberwort lautet: DISZIPLIN!