Cronut – So viel Hype um einen Teigring | EAT SMARTER
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Cronut – Hype um einen TeigringDurchschnittliche Bewertung: 4.41526

Backtrend aus New York

Cronut – Hype um einen Teigring

Cronut Hype

Bagels, Cupcakes ... schon viele kulinarische Trends fanden ihren Ursprung in New York. Denn wie heißt es so schön? „If you can make it here, you can make it anywhere.“ Neuester Trendkandidat? Der Cronut.

Cronut: Hysterie und Schwarzmarkt

Zwischen den New Yorker Häuserschluchten ist es morgens um 6 Uhr noch kühl.  Doch die Bewohner der Stadt, die niemals schläft, scheinen ihr alle Ehre machen zu wollen. Im hippen Stadtteil SoHo bildet sich vor der„Dominique Ansel Bakery“ in der Spring Street eine meterlange Schlange. Und alles nur wegen einem Teigkringel, dem Cronut.

Cronut HypeEin Cronut ist eine Kreuzung aus Croissant und Donut und das neueste Objekt der Begierde in Big Apple. Wer erst gegen neun Uhr die Bäckerei des Franzosen Dominique Ansel aufsucht, der geht mit 100%iger Sicherheit leer aus. Denn derzeit produziert der Patissier mit seinem Team pro Tag nur etwa 250 Cronuts und die sind eine halbe Stunde nach Ladenöffnung ausverkauft. Maximal drei Teigkringel gehen pro Person über die Theke. Das führt soweit, das Menschen weinen, wenn sie keinen Cronut erstehen konnten und gegenüber dem Bäckerei-Personal ausfällig werden, wie Ansel über Twitter verlauten ließ.

Doch der Hype geht noch weiter. Mittlerweile  ist ein richtiger Schwarzmarkt für das Gebäck entstanden. Menschen kaufen Cronuts in der Bäckerei für 5 Dollar (etwa 3,80 Euro) das Stück, um sie dann für das Zehnfache weiterzuverkaufen. Außerdem wird das Gebäck kopiert, was das Zeug hält. Jeder will ein Stück vom Rummel um den Cronut abhaben. Sein Originalrezept hat sich der französische Bäcker mittlerweile patentieren lassen.

Aber was genau ist eigentlich ein Cronut?

Cronut HypeÜber zwei Monate tüftelte Dominique Ansel am perfekten Cronut-Rezept. Sein Anspruch: etwas ganz Neues zu kreieren, was es vorher noch nicht gab. Cronuts bestehen aus einem speziellen Teig, der drei Tage ruhen muss. Erst dann hat der blätterteigähnliche Teig die nötige Lockerheit und kann zu einem donutartigen Kringel geformt werden. In Traubenöl wird der Cronut bei einer streng geheimen Temperatur frittiert. Anschließend wird das Trendgebäck mit einem Zuckerguss versehen und mit einer Art Buttercreme gefüllt.  Den Geschmack der Creme variiert Ansel jeden Monat. Im Juli schmecken die Cronuts nach Brombeere, in den vergangenen zwei Monaten nach Rose-Vanille und Zitrone-Ahornsirup.  Über die Creme für August können Cronut-Fans sogar über Facebook abstimmen. Zur Wahl stehen Kokosnuss oder Passionsfrucht.

Kein leichter Genuss

Zubereitung und Zutaten lassen bereits vermuten, dass Cronuts nicht gerade leicht und gesund sind. Bis zu 500 Kalorien hat ein einzelner. Zum Vergleich: die Namensgeber Croissant (ca. 330 kcal) und Donut (ca. 250 kcal) sind deutlich kalorienärmer und immer noch nicht gerade leichte Kost.

Der Cronut: Ein aufgemotzter Berliner?

Cronut HypeDa uns das Füllen und Glasieren von Gebäck dank Berliner, Pfannkuchen, Krapfen, oder wie auch immer sie in verschiedenen Teilen Deutschlands heißen, nicht neu ist, könnte der Hype um den Cronut hierzulande etwas verwundern. Auf jeden Fall tritt er in die Fußstapfen des  Cupcakes. Nach dem waren die New Yorker vor ein paar Jahren auch verrückt. Jetzt wird die durch Sex and the City berühmtgewordene Magnolia Bakery fast nur noch von Touristen aufgesucht.  Wie lange der Hype um den Cronut anhalten wird? Wer weiß.  Fakt ist jedoch: Im Moment stehen die New Yorker auf Cronuts  und dafür in der Schlange.

(chil)

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Über Cronuts und den Hype um die ungewöhnlichen Teigkringel wurde bisher viel geschrieben. Doch kann man eigentlich auch „Cronuts selber machen“? Die Antwort lautet: Ja!
Die New Yorker bekommen einfach nicht genug. Nach dem riesen Hype um den Cronut werden jetzt immer neue Zwittersnacks kreiert.
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