Essbare Wildkräuter vom Wegrand | EAT SMARTER
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Essbare Wildkräuter vom WegrandDurchschnittliche Bewertung: 3.81536

Augen auf!

Essbare Wildkräuter vom Wegrand

Sie wachsen am Wegrand, unter Hecken oder auf Wiesen. Wer sie nicht kennt, würde diese Wildkräuter wahrscheinlich als Unkraut bezeichnen. Dabei handelt es sich bei Pflanzen wie Brunnenkresse, Gundermann oder Hirtentäschel um essbare Wildkräuter, die auch noch ziemlich gut schmecken. Deswegen stellen wir von EAT SMARTER die besten essbaren Wildkräuter vor.

Essbare Wildkräuter: Gundermann

Früher setzte man diese Wildkräuter bei schlecht heilenden Wunden ein, heute ist Gundermann bei Pflanzenfreunden ein wahrer Leckerbissen: Man findet die Pflanze auf feuchten, humusreichen Böden, zum Beispiel unter Hecken oder Bäumen, manchmal sogar im Rasen. Man erkennt Gundermann an seinen vierkantigen, langen Stängeln, den herz- bis nierenförmigen Blättern und den blau-violetten Blüten. Und man isst die Blätter als Gemüse, als Quiche-Belag oder in Suppen. Der herb würzige Geschmack kann daneben auch in pikanten oder süßen Getränken eingesetzt werden.

Essbare Wildkräuter: Spitzwegerich

SpitzwegerichDen Spitzwegerich findet man auf Wiesen, Weiden oder Wegrändern. Die krautige Pflanze ist bis zu 50 Zentimeter hoch, die lanzettichen, schmalen Blätter werden bis zu 25 Zentimeter lang. Wer sie probiert, schmeckt ein pilzartiges Aroma heraus. Spitzwegerich kann für Suppen, Salate oder als Gemüse eingesetzt werden. Der Saft der zerquetschten Blätter hilft gegen Juckreiz.

Essbare Wildkräuter: Glücksklee

GlückskleeDer Klee stammt eigentlich aus Mexiko, ist aber auch in unseren Regionen verbreitet. Die drei- oder vierblättrigen Blätter haben häufig einen rotbraunen Farbton an der Basis. Der erfrischend säuerliche Geschmack würzt Salate oder Gemüse. Meistens reichen schon kleine Mengen dafür aus.

Essbare Wildkräuter: Brunnenkresse

BrunnenkresseBrunnenkresse, auch Wasserkresse genannt, ist reich an Mineralstoffen, Beta-Carotin und Vitamin C. Dabei ist Kresse schon seit längerem in der Wissenschaft ein Thema: 50 Gramm Kresse am Tag sollen im Körper verstärkte Abwehrkräfte gegen Grippe produzieren. Häufig stecken in wilder Brunnenkresse Nitratrückstände. Wer die Kresse aber mit Vitamin-C-reichen Zitrusfrüchten oder Paprikaschoten kombiniert, verhindert, dass aus dem harmlosen Nitrat problematisches Nitrit wird. Echte Brunnenkresse findet man häufig an fließenden Gewässern in halbschattiger Lage.

Essbare Wildkräuter: Gänsefingerkraut

GänsefingerkrautGänsefingerkraut ist etwa 15 Zentimeter hoch, hat gefiederte Blätter und gelbe Blüten. Die Blätter lassen sich am besten im Mai sammeln, um sie dann für Saucen oder Salate zu verwenden. Sie geben den Gerichten einen säuerlich herben Geschmack.

Essbare Wildkräuter: Hirtentäschel

HirtentäschelSieht aus wie Löwenzahn, schmeckt wie Rucola: Das Hirtentäschel wird bis zu 50 Zentimeter hoch und blüht weiß. Man findet die Pflanze an sonnigen, stickstoffreichen Lehm-, Sand- oder Kiesböden. Und weil der Geschmack – wie gesagt – an Rucola erinnert, setzt man Hirtentäschel vor allem im Salat ein. Hier finden Sie weitere essbare Wildkräuter, Pflanzen oder Blüten.

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Hallo,was kann ich von Mädesüß machen? Liebe Grüße,Ulla
 
Liebe Ulla, entschuldigen Sie bitte, dass Ihr Kommentar vom 1. Juni hier noch nicht sichtbar war. Aufgrund eines technischen Problems konnte man hier bislang keinen der hier hier geposteten Kommentare lesen. Wir haben den Fehler behoben und freuen uns, wenn Sie sich an der Diskussion zu diesem Artikel beteiligen.
 
Mein kritischer Kommentar zur Wildsammlung von Kräutern wurde bisher nicht veröffentlicht. Warum?? Sind kritische Anmerkungen unerwünscht?
 
Der Spitzwegerich ist sehr vielseitig. Vom Hustensaft, über Bonbons bis zur Suppe lässt sich aus der Pflanze so einiges herstellen. http://www.kamin-blog.de/garten/spitzwegerich-im-garten/ Ich freue mich, dass Sie hier im Magazin solche "Unkräuter" vorstellen und damit den Blick der Leser für die alten und oft verkannten Pflanzen schärfen. Viele Grüße vom Niederrhein Klaus Neumann
 
Kräuter "vom Wegesrand" zu ernten und zu essen würde ich eher nicht raten. Wer weiß was da gespritzt wurde oder was da sonst so "dranhängt" von "naturbelassen" kann da oft nicht die Rede sein. Im Wald könnte auch der Fuchsbandwurm ein Problem werden. Zweites Argument dagegen: Es wird bei Wildkräutern oft geraten, nur maximal die Hälfte es Bestands zu ernten, damit die Sorte sich an Ort und Stelle weitervermehren kann. Wenn nun aber mehrere WildkräutersammlerInnen nacheinander unterwegs sind, kann man sich ausrechnen, wie schnell ein Bestand schrumpft... Mein Rat: Wildkräuter in den Garten holen!

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