Die merkwürdigsten Gerichte der Welt: Würden Sie das essen? | EAT SMARTER
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Die merkwürdigsten Gerichte der Welt: Würden Sie das essen?Durchschnittliche Bewertung: 3152

Geröstete Termiten, vergrabener Fisch

Die merkwürdigsten Gerichte der Welt: Würden Sie das essen?

In ihren Herkunftsländern gelten die Speisen als Delikatessen, wir würden zumindest mit der Stirn runzeln: eingegrabener Fisch, Fleisch im Fell oder Schafsmagen mit Herz und Niere lösen bei uns nicht unbedingt Appetit aus. Die merkwürdigsten Gerichte der Welt: EAT SMARTER stellt sie vor.

Die Fische sollen zwar bestialisch stinken, dafür aber sehr gut schmecken: Immerhin schwören zahlreiche Schweden auf ihr Nationalgericht Surströmming. Die kleinen Ostseeheringe riechen deshalb so stark, weil sie zuvor sechs Monate in Salzlake eingelegt wurden. Danach werden sie in eine Konservendose gefüllt, die sich durch die Nachgärung kugelrund aufbläht. Während wir diese Konserve sicherlich in den Müll werfen würden, zeigt sie dem Fan des Herings dessen Reifegrad an. Je runder, desto wohlschmeckender. Und desto übler der Geruch. Übrigens: Beim Öffnen gilt Explosionsgefahr. Wer eine Dose mit Surströmming öffnen möchte, sollte es daher lieber im Freien tun. Während die Schweden ihren Fisch in einem Fass mit Salzlauge reifen lassen, vergraben die Isländer ihn lieber in der Erde: Monatelang trocknet das Fleisch des Grönlandhais in einer Kiesgrube, ehe es dann zum Trocknen an die Luft gehängt wird. Eine stinkende und mitunter Ekel erregende Angelegenheit, aber auf diese Weise verschwindet das giftige Ammoniak aus dem Tier. Das Fleisch des Hais wird aber nur noch bei der traditionellen Verarbeitung eingegraben, in der Regel wird er in Holzkisten mit Luftschlitzen zubereitet. Doch der Gestank bleibt. Sind die Giftstoffe verschwunden, kann das Fleisch als Nationalgericht Hákarl serviert werden. Allerdings sollten auch die Hartgesottenen nicht zuviel davon essen, der übermäßige Verzehr kann abführend wirken. Ein Schaf – mit Herz und Leber
Derartiges ist über Haggis nicht bekannt. Dennoch verlangt auch das schottische Gericht einen eher speziellen Geschmack. Der Grund: Haggis besteht aus Schafsmagen, gefüllt mit Herz, Leber, Lunge und Nierenfett. Dazu kommen noch Zwiebeln und Hafermehl. Am Ende wird das Gericht in eine wurstartige Form gepresst. Immerhin: Beim Haggis ist garantiert, dass das ganze Schaf verarbeitet wird. Die USA haben für Haggis übrigens ein Importverbot ausgesprochen. Doch derzeit arbeiten schottische Politiker daran, dass dieser Bann aufgehoben wird.
Definitiv verboten ist bei uns der sardische Casu Marzu. Das ist ein flüssiger, weißer Käse, in dem sich Käse essende Larven tummeln. So soll der Käse cremiger werden und besser schmecken. Allerdings könnte es passieren, dass einem die Maden ins Gesicht springen. Den Käse findet man eigentlich nur auf der Insel Sardinien – das EU-Lebensmittelrecht verbietet den offiziellen Handel. Wer an südamerikanische Spezialitäten denkt, dem fallen zunächst die saftigen Steaks ein. Beim uruguayischen Nationalgericht Asado könnte es dem einen oder anderen allerdings dann doch den Appetit verschlagen: Hier wird das Fleisch im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haaren verschlungen, also ohne dass das Fell zuvor abgezogen worden ist. Fast schon konventionell wirkt dagegen die gebratene Klapperschlange, die man in den USA bekommen kann. Eier für die Manneskraft
In Südostasien gibt es einen Straßensnack, der es in sich hat: Von Außen sieht Balut zwar aus wie ein harmloses Ei. Im Inneren findet man dann allerdings einen halb ausgebrüteten Embryo, mit Schnabel und Federn. Dem Ei wurde lange Zeit nachgesagt, dass es die Manneskraft erhöhe. Wer sich das Ei aber gerade aus diesem Grund hinunterwürgen möchte, sollte nicht unbedingt mit einer erhöhten Potenz rechnen.
Geht es noch ekeliger? Zumindest dann, wenn man keine Insekten oder Spinnentiere mag. Bei den Insekten gibt es immerhin 1462 Arten, die laut „The Eat-a-Bug Cookbook“ essbar sind. Während in Mexiko frittierte Grashüpfer hoch im Kurs stehen, gelten in Nigeria geröstete Termiten oder Grillen als Delikatesse. In Thailand isst man dagegen Wasserkäfer, in Australien sind es Maden. In einigen asiatischen Ländern sind sogar Vogelspinnen sehr beliebt: Sie werden in Bananenblätter eingewickelt und kurz über dem Feuer geröstet. Kaffee aus Kot
Den größten Ekel dürfte allerdings die Kaffeesorte „Kopi Luwak“ auslösen: Bei der Herstellung werden die Kaffeebohnen vom Fleckenmusang, eine Schleichkatzenart, verspeist – und wieder ausgeschieden. Der Kot mit den teilweise verdauten Bohnen wird wieder aufgesammelt, daraus entsteht einer der angeblich aromatischsten Kaffees der Welt. Wir wünschen: Wohl bekomms.
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@Corinna: Liebe Corinna, Sie haben Recht. Beim Verfassen des Textes hat sich ein Fehler eingeschlichen. Das Hirn hat tatsächlich nichts im traditionellen Haggis-Gericht verloren. Den Fehler haben wir bereits behoben. Wir bitten um Entschuldigung. Allerdings haben wir auch Rezepte gefunden, in denen Hirn verarbeitet wird. Die Redaktion
 
Peinlich schlecht recherchiert. In Haggis ist kein Gehirn, und ich muss sagen, wenn es bei einem Gericht, dass ich kenne, schon so einen schreienden fehler hat, kann ich davon ausgehen, dass diese anderen Exoten genauso inkorrekt beschrieben wurden. Mahlzeit.
 
In Jamaica isst man Tierhoden... Lecker!
 
Stichwort: Casu Marzu aus Sardinien! Ich war überzeugt davon, daß ich nie maden oder sonstiges Gewürm essen würde. Als ich im Sommer 2010 diesen Käse angeboten bekommen habe, aß ich davon und er schmeckte trotz aller Bedenken vorzüglich. Die Würmchen machen ganz schöne Hopser. Falls Ihr ihn mal angeboten bekommt, überwindet Euren Ekel und lasst ihn Euch schmecken
 
guten abend, oh neeeee man, dass geht ja gar nicht !!!! schon alleine der gedanke das männer die angebrüteten eier essen um so potenter zu werden, wow da vergeht einem ja der sex, geschweige denn,den mann zu küssen :( ich bin ein totaler feinschmecker und da haben diese gerichte nichts auf meiner speisekarte zu suchen, da könnt ich noch so ausgehungert sein .... oder ?

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