10 Fehler, die Sie beim Joggen unbedingt vermeiden sollten | EAT SMARTER
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10 Fehler, die Sie beim Joggen unbedingt vermeiden sollten

Endlich startet die Jogging-Saison. Rund 5,3 Millionen Deutsche joggen regelmäßig. Beim Lauf-Training lauern aber auch Fehler. EAT SMARTER verrät, wie Sie die 10 größten Jogging-Sünden vermeiden.

1. Laufen ohne schnaufen

Nicht nur Anfänger machen den Fehler, dass sie zu schnell starten. Für ein effektives Ausdauertraining ist weniger mehr: Wer sich beim Laufen noch unterhalten kann ist ungefähr im richtigen Tempo unterwegs. Ein Pulsmesser kann helfen, die Belastungsgrenze nicht zu überschreiten. Denn nur beim lockeren Laufen setzt die erwünschte Fettverbrennung ein, das Immunsystem wird gestärkt, der Blutdruck gesenkt und der Cholesterinspiegel normalisiert.

2. Falsche Schuhe sind fatal

Einfach die alten Turnschuhe aus dem Keller hervorzukramen und loszulaufen ist keine gute Idee. Das richtige Schuhwerk ist beim Joggen das A und O, für die Auswahl sollte man sich Zeit nehmen und am besten von einem Experten beraten lassen. Schlechte Laufschuhe strapazieren die Gelenke und Füße und können sogar zu Verletzungen führen. Und nach rund 600 Kilometern gilt: ausmustern und ein neues Paar kaufen.

3. Meilen abreißen ohne Medizin-Check

Wer gesundheitliche Beschwerden hat, sollte auf jeden Fall seinen Arzt aufsuchen, bevor er zum ersten Mal die Laufschuhe schnürt. Auch Übergewichtigen und allen über 35 wird der Medizin-Check dringend empfohlen, denn das Training kann Herz und Kreislauf stark belasten. Ein Belastungs-EKG klärt, wie viel man seinem Kreislauf zumuten kann.

4. Gruppen-Dynamik

Laufen in der Gruppe kann eine super Sache sein, weil es die Motivation fördert und einfach Spaß macht. Für Anfänger oder Wiedereinsteiger lauert aber die Gefahr, sich beim Tempo zu überschätzen um nicht den Anschluss zu verlieren. Wer sich auf der Jogging-Runde nicht mehr flüssig mit seinen Trainingspartnern unterhalten kann, ist zu schnell unterwegs. Daher gilt: Am Anfang lieber alleine seine Runde drehen und genau auf den Körper hören.

5. Aufs Aufwärmen verzichten

Leichte Aufwärmübungen sind ein Muss vor dem Start. Auch ein lockeres Einlaufen entspricht einem Warm-up. Auf Dehnübungen sollte aber verzichtet werden, denn wer unaufgewärmt stretcht riskiert Verletzungen. Lieber in einer Lauf-Pause oder nach dem Training die Muskeln strecken.

6. Zum Schluss noch mal richtig Gas geben

Der Sprint als krönender Trainings-Abschluss ist bei vielen Joggern beliebt. Er ist aber kontraproduktiv, wenn man beim Laufen etwas für die Gesundheit tun will. Der Endspurt ist für den Körper ein echter Kraftakt, die Muskeln sind schon müde und das Zusammenspiel der Fasern läuft nicht mehr optimal, so dass Verletzungsgefahr droht. Langsames Laufen oder schnelles Gehen am Ende des Trainings fährt den Puls hingegend schonend runter. Zum Abschluss am besten locker Auslaufen und Dehnübungen machen.

7. Zu viel Ehrgeiz

Tägliches intensives Training kann den Körper überfordern. Es drohen Muskelkater, Verletzungen, Anfälligkeit für Infekte und sogar Schlafstörungen. Ganz wichtig ist es deshalb, dem Körper Regenerationsphasen zu gönnen. Als Faustregel gilt: 3 bis 4 Mal in der Woche  30 bis 40 Minuten zu joggen ist optimal.

8. Zu wenig Flüssigkeit

Es muss nicht gleich der Trink-Gurt um die Hüfte geschlungen werden, aber viele Jogger vergessen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bei Muskelkrämpfen, Schwindel oder Übelkeit ist der Körper meist unterversorgt. Natrium- und Magnesiumhaltige Mineralwässer oder Saftschorlen sind optimal, um einem Flüssigkeits-Dezifit vorzubeugen.

9. Am späten Abend joggen

Vor dem Schlafengehen schnell noch eine intensive Jogging-Runde drehen kann zu Schlafstörungen führen, weil der Stoffwechsel so noch einmal auf Touren kommt. Zwischen dem Training und dem Zubettgehen sollten deshalb mindestens 2 Stunden liegen. Experten raten, morgens zu laufen oder eine Runde in der Mittagspause zu drehen.

10. Unregelmäßiges Training

In einer Woche durchzupowern und in der folgenden faul auf dem Sofa zu liegen führt nicht zu Trainingserfolgen. Eine Gewichtsreduzierung und Verbesserung der Kondition lassen sich nur mit einem regelmäßigen, ausgewogenen Laufprogramm ohne Überforderung erreichen. Und auch an Ausgleich sollte gedacht werden: Damit auch andere Muskelgruppen regelmäßig beansprucht werden empfehlen sich Fitness-Workouts, Gymnastik oder Ballsportarten.

mfl

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sehr guter informatiefer Artikel !!!
 
Nicht alle Ihre Punkte kann ich nachvollziehen bzw. finde ich etwas "veraltet". Warum Warmlaufen als Hobbyläufer, warum nicht dehnen wenn man weiß wie. Fettverbrennung ist einfach zu pauschal beschrieben. Ach und nicht jeder der Ü35 ist und sich gesund fühlt muss gleich zum Arzt. Und auch das Wort "intensiv" ist pauschal und führt hier vielleicht etwas in die Irre.
 
Liebes eatsmarter-Team, Wer trägt denn die Verantwortung für Punkt 1? "nur beim lockeren Laufen setzt die erwünschte Fettverbrennung ein" Das ist die wohl weitverbreiteste falsche Meinung über den Puls beim Sport. Selbstverständlicherweise verbrennt der Körper in nahezu allen Belastungszonen Fett. Was ihr Autor meint ist wohl, das bei einem lockeren Dauerlauf in niedrigem Pulsbereich das Verhältnis von Fettvebrennung zu Kohlehydratverbrennung optimal zu lasten auf Fett liegt. Man sollte jedoch nicht in den anaeroben Bereich kommen, da dort dann vermehrt Kohlenhydrate verbrannt werden.
 
Ich kann diesen Hinweisen nur zustimmen.Einfach so machen-wie beschrieben wird-dann stellt sich auch der Erfolg ein. Jürgen der Freizeitläufer