Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 8 | EAT SMARTER
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Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 8Durchschnittliche Bewertung: 5154

Serie

Die 100 größten Ernährungsmythen – Teil 8

Ernährungsmythen gibt es viele. © Liv Friis-larsen - Fotolia.com Ernährungsmythen gibt es viele. © Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Stimmt es, dass Vitamin C vor Erkältungen schützt? Und dürfen Schwangere wirklich kein Sushi essen? EAT SMARTER ist auf Spurensuche gegangen und hat bei Wissenschaftlern und Experten nachgefragt. Die Antworten gibt es in Teil 8 unserer Ernährungsmythen-Serie.

Gesundheits- und Ernährungsmythen gibt es viele. Doch welche stimmen wirklich? In unserer Mythen-Serie stellen wir Ihnen 100 spannende Thesen vor und klären darüber auf, ob sie richtig oder falsch sind...

36. Vitamin C schützt vor Erkältungen

FALSCH! Auch dieser Mythos trifft leider nicht zu. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler fand heraus, dass die vorsorgliche Einnahme von Vitamin C (200 Milligramm pro Tag) keinerlei Einfluss auf die Entstehung von Erkältungen hat. Husten und Schnupfen konnten so nicht verhindert werden. Allerdings waren die Beschwerden von Erwachsenen und Kindern, die vor einer Erkrankung Vitamin C einnahmen, weniger stark ausgeprägt als bei der Vergleichsgruppe. Und auch der Erkältungszeitraum verkürzte sich – wenn auch um weniger als einen Tag. Ein kleiner Vitamin-C-Effekt scheint also vorhanden zu sein.

37. Rohkost ist in jedem Fall gesund

FALSCH! Um Missverständnissen vorzubeugen: Rohkost ist natürlich nicht ungesund. Aber nicht alles, was roh ist, ist für den Menschen auch bekömmlich. Fakt ist: Rohes Obst und Gemüse sind schwer verdaulich und können Verdauungsstörungen verursachen. Wer ausschließlich Rohkost isst, hat meist Mühe, genügend Kalorien zu sich zu nehmen und enthält dem Körper wichtiges Fett und Eiweiß vor. Einige Gemüsesorten wie etwa grüne Bohnen enthalten im Rohzustand sogar giftige Stoffe. Insofern ist es falsch, Rohkost als grundsätzlich gesund zu bezeichnen.

38. Schwangere dürfen kein Sushi essen

RICHTIG! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Schwangeren, „auf den Verzehr von nicht erhitztem Fisch zu verzichten“. Als Grund wird das Risiko für Infektionen mit sogenannten Listerien oder Toxoplasmen angegeben, die für Schwangere und speziell für das ungeborene Kind gefährlich werden können.

39. Ein Glas Rotwein täglich schützt das Herz

FALSCH! Resveratrol heißt die Wundersubstanz aus der Schale roter Trauben, die verkalkten Arterien vorbeugen und das Herzinfarktrisiko senken soll. In Tierversuchen und mithilfe von In-vitro-Studien konnte die Wirksamkeit des im Rotwein enthaltenen Polyphenols nachgewiesen werden – nicht aber anhand klinischer Studien beim Menschen. Ob und wie Resveratrol im Körper wirkt, ist unklar. Und so scheuen sich Forscher bislang, eine die Herzgesundheit fördernde Wirkung von Rotwein zu bestätigen. Zumal die negativen Folgen des Alkoholkonsums offenbar überwiegen.

40. Kinder sollten zum Essen nichts trinken

FALSCH! Trinken während einer Mahlzeit soll sich negativ auf die Verdauung auswirken. Doch diese Annahme ist falsch. Vielmehr fördert die Flüssigkeit sogar die Verdauung, betonen Experten, und Eltern können so auch besser kontrollieren, ob der Nachwuchs tagsüber tatsächlich genug trinkt.

 

Weitere Mythen gibt es hier:

100 Ernährungsmythen – Teil 1

100 Ernährungsmythen – Teil 2

100 Ernährungsmythen – Teil 3

100 Ernährungsmythen – Teil 4

100 Ernährungsmythen – Teil 5

100 Ernährungsmythen – Teil 6

100 Ernährungsmythen – Teil 7

100 Ernährungsmythen – Teil 8

100 Ernährungsmythen – Teil 9

100 Ernährungsmythen – Teil 10

100 Ernährungsmythen – Teil 11

100 Ernährungsmythen – Teil 12

100 Ernährungsmythen – Teil 13

100 Ernährungsmythen – Teil 14

100 Ernährungsmythen – Teil 15

100 Ernährungsmythen – Teil 16

100 Ernährungsmythen – Teil 17

100 Ernährungsmythen – Teil 18

100 Ernährungsmythen – Teil 19

100 Ernährungsmythen – Teil 20

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Mit Verlaub, ihr Mythos 39 mit dem Rotwein liegt anscheinend etwas daneben. "Herzschutz" mag sein, aber eine andere positive Wirkung erlebe ich seit einigen Jahren immer wieder. Doch die verschweigen Sie! Als Jugendlicher habe ich den Spruch gelernt, den ich damals überhaupt nicht verstanden habe: "Rotwein ist für alte Knaben eine der besten Gottesgaben." Heute weiß ich, daß der Spruch - ohne Gottesbezug - von Wilhelm Busch stammt: "Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben." Ich bin inzwischen 71 Jahre jung, also ein "alter Knabe". Vor einigen Jahren hatte ich Probleme mit dem nächtlichen Durchschlafen wegen häufigen Harndrangs. Ich mußte nachts 5 bis 6 mal zur Toilette. Kaum wieder hingelegt und "eingeschlafen", mußte ich wieder hoch... Das Leben war nicht wirklich lebenswert... Alle möglichen Medikamente haben leider nicht geholfen. Für weibliche Leserinnen dieses Kommentars, die dieses Problem ja nicht haben, aber vielleicht einen Mann mit diesem Problem, dem sie helfen können, eine kurze medizinische Erklärung: Die Prostata oder Vorsteherdrüse umschließt beim Mann den Harnleiter. Im Alter pflegt die Prostata sich - meist gutartig, also nicht krebsartig - zu vergrößern. Dadurch wird jedoch die Harnröhre verengt, das "Wasserlassen" wird behindert. Wie gesagt, bei mir war es so, daß ich nachts häufig zur Toilette mußte... Inzwischen weiß ich, daß die alte Erkenntnis der Volksmedizin, die Wilhelm Busch 1875 niederschrieb, stimmt: "Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben." Ob es die im "Mythos 39" genannte Substanz "Resveratrol" ist, weiß ich nicht. Ich habe jedenfalls eines Abends vor dem Schlafengehen zufällig zwei Gläschen Rotwein getrunken, und habe durchgeschlafen! Am nächsten Morgen bin ich gut erholt und ausgeschlafen aufgewacht und habe gedacht: Holla, das mußt du überprüfen, ob es daran gelegen haben kann. Also habe ich am Abend wieder 2 Gläschen Rotwein getrunken, und ich mußte nachts ein einziges Mal zur Toilette. Seitdem trinke ich regelmäßig vor dem Schlafengehen 2 Gläser Rotwein, und ich muß einmal oder oft auch gar nicht nachts zur Toilette. Mein Hausarzt hat mir bestätigt, daß die darin enthaltene geringe Alkoholmenge kein Problem ist, sondern sogar positiv wirkt. Schon seit Jahrhunderten ist bekannt: "Die Dosis macht das Gift." Mehr als 2 Gläser Rotwein vor dem Schlafengehen empfehle ich nicht. Zum einen würde wohl je nach Menge der größere Alkoholkonsum zum Problem werden. Zum anderen fürchte ich, daß die größere Flüssigkeitsmenge das Fassungsvermögen der Harnblase strapaziert und insofern kontraproduktiv wirken würde. Also, liebe Mitmenschen, alte Knaben, Wilhelm Busch hatte recht, doch ich empfehle die Begrenzung auf 2 Gläschen. (Vermutlich hat Wilhelm Busch 1875 auch nicht an eine größere Menge gedacht, doch die Begrenzung paßte einfach nicht in den Reim, oder?) Vielleicht reicht bei manchem Mann ja auch schon 1 Glas? Wenn Ihr Euch nach diversen Selbstversuchen bei mir melden wollt, bitte mit dem Stichwort "Rotwein", damit ich Eure E-Mail aus dem vielen Werbemüll herausfischen kann. Mit freundlichen und solidarischen Grüßen Dipl.-Kam. Hans F. Flemming, E-Mail: hansfflemming@gmx.net
 
VORBEUGEND gegen Erkältung mögen die 200mg, wenn eine Person in der Familie oder die Mitarbeiter in der Firma erkältet sind, zu wenig sein. Vielleicht sollte man es dann mit 3x 500mg (oder mehr) probieren? Später ist es gut wieder auf eine geringere Dosis herunterzufahren, da bei Vitamin C eine Gewöhnung eintritt. Aber im akuellen Fall ist eine HOHE Dosis von Vitamin C vielleicht drei bis fünf mal 1000mg nicht von schlechten Eltern. Meiner Erfahrung nach kommt es auf die aktuell HOHE Anflutung des Vitamin C an, auch wenn da Überschüssige sofort wieder ausgeschieden wird. Die Retard- Präparate helfen dann wenig. Um auf Nummer sicher zu gehen, nehme ich jedenfalls auch noch ein Zinkpräparat, sowie auch einige pflanzliche Mittel (Goji, Acai, Eleutherococcus). Ebenso ZUCKERFREIE Lutschbonbons (Salbei, Spitzwegerich, Thymian, Propolis, Cistus incanus, Kappelargonie, u.u.u.) im Wechsel. Das bewirkt, dass die Keime im Rachen sich weder nach unten in die Lunge, noch nach oben in die Nebenhöhlen ausbreiten können. Auch beim Schlafen habe ich immer etwas Derartiges im Mund, insbesondere Esberitox, damit kann man sich nicht verschlucken.