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Liebstöckel

Liebstöckel ist auch unter dem Namen "Maggikraut" bekannt Liebstöckel ist auch unter dem Namen "Maggikraut" bekannt

Warenkunde Liebstöckel: Was man über Liebstöckel wissen sollte und warum das Kraut so gesund ist.

Auch wenn kaum jemand das Kraut kennt, unter seinem Zweitnamen „Maggikraut“ können sich manche schon etwas mehr vorstellen. Dabei hat Liebstöckel mit der Flüssigwürze außer einem tatsächlich etwas ähnlichen Geschmack absolut nichts gemeinsam und hätte mehr Beachtung unbedingt verdient.

Das sollten Sie über Liebstöckel wissen

Gegessen haben wir vermutlich alle schon mal Liebstöckel - aber meistens, ohne zu wissen, was uns da in Eintopf, Suppe oder auch im Magenbitter so gut geschmeckt hat. Denn obwohl die grünen Blätter der bis zu zweieinhalb Meter hoch wachsenden Staudenpflanze mit einem intensiven, besonders würzigen Aroma bestechen, ist Liebstöckel bis heute ein echter Geheimtipp. Das war einmal anders: Im Mittelalter gehörte Liebstöckel zu den wichtigen Gewürz- und Heilpflanzen in jedem Klostergarten. Jahrhunderte lang war das aromatische Kraut beliebt zum Würzen; heute kennen es fast nur noch Bauern und glückliche Gartenbesitzer mit Kräuterbeeten. Wirklich zu schätzen weiß ihn fast nur die Lebensmittelindustrie; vor allem bei der Herstellung von Schnäpsen kommen sowohl Blätter als auch Wurzeln des Liebstöckels häufig zum Einsatz. Geschmack: Liebstöckel schmeckt angenehm süßlich-bitter und erinnert dabei entfernt an Sellerie sowie an die Flüssigwürze Maggi.  Herkunft: Botaniker vermuten als ursprüngliche Heimat von Liebstöckel den Iran. Die Römer brachten das Kraut dann vermutlich von ihren Eroberungsfeldzügen mit nach Europa. Liebstöckel wächst vorwiegend wild an Berghängen und in Küstennähe sowie in Hausgärten.  Saison: Die ersten, noch zarten Liebstöckelblätter sprießen im März und April. Später im Jahr werden die Blätter größer und kräftiger und noch bis in den Spätsommer geerntet. 

Wie gesund ist eigentlich Liebstöckel?

Seinen intensiv würzigen Geschmack verdankt der Liebstöckel im Wesentlichen den zahlreichen darin steckenden Inhaltsstoffen, allen voran ätherische Öle, Harze und Gerbstoffe. Auch Zucker und Stärke sind vertreten und sorgen für die angenehm süßliche Note. Das Gesamtpaket an nützlichen Stoffen macht Liebstöckel nicht zuletzt attraktiv für die Pharmaindustrie, die das Kraut in verschiedenen Formen nutzt. Als besonders wirksam gilt Liebstöckel in der traditionellen und modernen Naturheilkunde bei Wassersucht, Gicht, Rheuma, Nieren- und Blasenerkrankungen. Aber auch bei Verdauungsstörungen und unangenehmen Blähungen zeigt Liebstöckel oft Wirkung; der Tee aus seinen getrockneten Blättern soll außerdem bei Halsschmerzen und Fieber helfen. Interessant für alle, die auf ihren Blutdruck achten müssen: Mit seiner intensiven Würzkraft kann Liebstöckel Salz weitgehend ersetzen.

Liebstöckel – gut zu wissen:

Liebstöckel enthält unter anderem Furano-Cumarine, die in größeren Mengen die Haut sensibler gegen Sonneneinstrahlung machen. Wer auf den Geschmack des Krauts gekommen ist und es häufig isst bzw. länger als ein, zwei Tage Tee daraus trinkt, sollte darum direkte Sonne meiden und sich mit einer Sonnenschutzcreme schützen. 

Einkaufs- und Küchentipps für Liebstöckel

Einkauf: Frischen Liebstöckel bekommt man leider nur sehr selten zu kaufen – die besten Chancen hat man auf dem Wochen- bzw. Biowochenmarkt. Auch wer einen Bauern kennt, könnte Glück haben: Einfach mal fragen, ob in seinem Garten Liebstöckel wächst. Eine gute Alternative ist natürlich auch das Aussäen im eigenen Garten oder in einem Kübel auf Balkon oder Terrasse!Um den charakteristischen Geschmack von Liebstöckel mal auszuprobieren, können Sie aber ruhig fürs Erste auf die getrocknete und gerebelte oder gemahlene Variante zurückgreifen. Wie immer bei Kräutern gilt zwar auch hier, dass Aroma und Geschmack mit der frischen Pflanze nicht mithalten können – trotzdem ist Liebstöckel intensiv genug, um auch in dieser Form gut zu schmecken. Vorbereitung: Wer frischen Liebstöckel im Garten hat oder ihn auf dem Markt bekommt, kann sich doppelt freuen, denn er ist ganz unkompliziert: Einfach gut abspülen, trockenschütteln und die Blätter anschließend in Streifen schneiden oder hacken! 

Zubereitungstipps für Liebstöckel:

Traditionell kommt Liebstöckel vor allem dann in den Topf, wenn es eine kräftige Suppe wie zum Beispiel eine wunderbar altmodische Hühnersuppe nach Großmutter-Art oder eine cremige Erbsensuppe geben soll. Aber Liebstöckel kann auch anders und setzt bei eher feinen Gerichten wie einem Hühnerfrikassee oder einer gekochten Kalbszunge interessante Akzente. Grundsätzlich gilt: Sie können mit Liebstöckel alles würzen, wo auch Petersilie und Sellerie gut passen würden – beispielsweise passt das Kraut zu Gemüse, Saucen, Schmorgerichten, Pasteten, Salaten und auch zu Kräuterbutter oder Kräuterquark. Also experimentieren Sie ruhig damit – aber Achtung: Setzen Sie Liebstöckel mit Fingerspitzengefühl ein, sein intensiver Geschmack übertönt schnell alle anderen Aromen!

Rezepte mit Liebstöckel:

Rezepte mit Liebstöckel finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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