Der Laktoseintoleranztest verschafft Sicherheit | EAT SMARTER
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Krank oder gesund?

Der Laktoseintoleranztest verschafft Sicherheit

Laktoseintoleranztest © blanche - Fotolia.com Laktoseintoleranztest © blanche - Fotolia.com

Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit klagen Patienten über Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit und Blähungen. Ein Arzt kann mit einem Laktoseintoleranztest prüfen, ob das Krankheitsbild tatsächlich vorliegt.

Um zu überprüfen, ob jemand wirklich an einer Laktoseintoleranz leidet, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie reichen von einem Blutzucker- über den Diättest bis hin zu einer Dünndarmbiopsie.

Ein Hauch Gewissheit: der Atemtest

Der Atemtest ist der bekannteste Laktoseintoleranztest. Ernährungsmedizinerin Sigrid Steeb zufolge führen ihn manche Internisten, in jedem Fall aber Gastroenterologen durch. Der Patient trinkt hierbei 50 Gramm in Wasser gelöste Laktose. Daraufhin prüft der Mediziner den Wasserstoffanteil in der Atemluft, und zwar in einem Abstand von 15 bis 30 Minuten. Ein Anstieg des Wasserstoffgehalts deutet auf eine Laktoseunverträglichkeit hin.

Verzicht trifft auf Milchzucker: der Expositionstest

Beim so genannten Expositionstest verzichten Patienten mehrere Tage konsequent auf Laktose. Anschließend lösen sie wie beim Atemtest 50 Gramm Milchzucker in Wasser und trinken den Mix. Treten Symptome wie Blähungen oder Übelkeit binnen weniger Stunden wieder auf, lässt das auf eine Laktoseintoleranz schließen.

Die Glukose verrät alles: der Blutzuckertest

Auch beim Blutzuckertest muss der Patient 50 Gramm in Wasser gelöste Laktose aufnehmen. In einem Zeitraum von zwei bis drei Stunden nimmt ein Arzt jede halbe Stunde eine Blutprobe und misst den Glukosegehalt.

Disziplin ist wichtig: der Diättest

Beim Diättest verzichtet der Betroffene mehrere Tage strikt auf laktosehaltige Lebensmittel. Treten in dieser Zeit die gewohnten Beschwerden nicht auf, kann das ein Anzeichen für eine Laktoseintoleranz sein.

Kinder entspannen sich: der Gentest

Beim Gentest nimmt ein Arzt lediglich einen Wangenschleimhautabstrich und untersucht daraufhin die Gene des Betroffenen. Dieser Laktoseintoleranztest ist vor allem für Kinder geeignet, weil er völlig schmerzlos ist. Allerdings kann der Gentest nur eine angeborene Unverträglichkeit feststellen.

Unangenehm, aber sicher: die Dünndarmbiopsie

Bei der Biopsie entnehmen Spezialisten eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm. Dieser Laktoseintoleranztest gilt als die zuverlässigste Möglichkeit für eine Diagnose. Allerdings ist die Methode für den Patienten am unangenehmsten.

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