Sind Hülsenfrüchte Dickmacher? | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
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Sind Hülsenfrüchte Dickmacher?

Huelsenfruechte

Nein, im Gegenteil. Die simplen Samenkerne helfen sogar gegen ungebremsten Appetit. Leguminosen, so heißen sie bei Fachleuten, sättigen so nachhaltig, dass man selbst am nächsten Tag noch weniger isst als sonst. Das bewies auch eine Untersuchung der Universität Toronto kürzlich.

Die Teilnehmer spürten nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten erheblich weniger Hunger als nach anderen Lebensmitteln. Der Effekt hielt viele Stunden an, so dass die Testpersonen auch bei den folgenden Mahlzeiten weniger aßen. Innerhalb von acht Wochen nahm ihr Taillenumfang ab, und sie konsumierten weniger Kalorien. Das Ergebnis der Studie: Wer regelmäßig Hülsenfrüchte isst, besitzt eine schlankere Taille und hat einen niedrigeren Blutdruck. Darüber hinaus ist er besser als andere mit Ballaststoffen versorgt und weitgehend gegen Heißhungeranfälle gefeit. Das Beste daran: Die hübschen natürlichen Schlankmacher sind überall zu haben und kosten nur wenige Cent. Ihr einziges Manko: die Verträglichkeit. Wegen der vielen Ballaststoffe verursachen sie bei einigen Menschen Blähungen. Mancher scheut das Blubbern im Bauch so sehr, dass er lieber verzichtet. Das wäre nicht nötig. Verdauungsprobleme bleiben einem nämlich erspart, wenn man sich nicht gleich auf eine große Portion Chilibohnen, Linsen- oder Erbsensuppe stürzt, sondern die Menge langsam nach und nach erhöht. So bekommt die Darmflora Zeit, sich anzupassen, und tut schließlich ganz friedfertig ihre Arbeit. Wer es ausprobieren möchte, gießt am besten das Kochwasser oder die Dosenflüssigkeit der Hülsenfrüchte weg. Dann die Kerne kalt abspülen und griffbereit in den Kühlschrank stellen. Für den Anfang pro Portion nur ein, zwei Esslöffel in Suppen, Saucen, Aufläufen und Schmorgerichten verschwinden lassen. Püriert sind Bohnen und Kichererbsen ideal als fettfreie Basis für Dips und Dressings. Selbst Rührkuchenteige kann man mit fein püriertem Bohnen- oder Kichererbsenmus "strecken".
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