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Die Getränkeprüferin
04. Juni 2014

Heilwasser - Quelle der Gesundheit?

Heilwasser

In einem meiner letzten Beiträge ging es ja um die Milch. Bestimmt kennen Sie noch den Slogan „die Milch macht´s“, mit dem früher der hohe Kalzium-Gehalt von Milch beworben wurde. Aber hätten Sie gedacht, dass die Bioverfügbarkeit von Kalzium aus Heilwasser mindestens ebenso gut ist wie von Kalzium aus Milch? Das ist jetzt kein Geheimnis, sondern das Ergebnis wissenschaftlicher Studien. Heilwasser ist übrigens ein geschützter Begriff. In Deutschland gibt es nur circa 40 Heilwassermarken. Das Heilwasser zählt darüber hinaus zu den ältesten Naturheilmitteln und besitzt aufgrund seiner Mineralstoffe und Spurenelemente eine heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung.

Laut dem Informationsbüro Heilwasser können die verschiedenen Heilwässer in Deutschland bei Karies, Osteoporose, zu viel Magensäure, Mineralstoffmangel, Übersäuerung, Sodbrennen, Harnsteinen und Harnwegsinfekte sowie bei träger Verdauung helfen. Heilwässer können nämlich sowohl innerlich für Trinkkuren als auch äußerlich für medizinische Bäder angewandt werden. Als Heilwasser dürfen deshalb auch nur natürliche Wässer bezeichnet werden, deren gesundheitliche Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Nach dem Arzneimittelgesetz gilt Heilwasser sogar als Arzneimittel. Diese sind einer besonderen Qualitätssicherung unterworfen. Wir vom SGS Institut Fresenius haben sowohl bei der kontinuierlichen Qualitätskontrolle als auch in der Produktentwicklung eine beratende Funktion und unterstützen mit vielfältigen analytischen Dienstleistungen.

Woher kommt Heilwasser eigentlich? Genauso wie Mineralwasser stammt es aus geschützten unterirdischen, oftmals mehrere hundert Meter unter der Oberfläche liegenden Wasserhorizonten. Eingesickertes Regenwasser bahnt sich über Jahrzehnte bis Jahrtausende seinen Weg durch das Gestein. Dabei wird es gefiltert und nimmt entsprechende Mineralstoffe aus den durchströmten Erdschichten auf. Naturgemäß besitzt jedes Wasser eine ganz einzigartige Zusammensetzung. Besonders die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern haben ausgeprägte Heilwasserlandschaften. Es gibt aber auch Heilbrunnen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen.

Die Inhaltsstoffe der deutschen Heilwässer sind heute vollständig analysiert, ihre Wirkung entsprechend belegt. In Flaschen abgefülltes Wasser darf nur als Heilwasser bezeichnet werden, wenn das Bundesinstitut für Arzneimittel dafür die amtliche Zulassung erteilt hat. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich allemal. Denn hier finden Sie umfangreiche Informationen, angefangen von der Zusammensetzung des Wassers bis hin zu den zugelassenen Anwendungsgebieten sowie zu Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen. Mehr Informationen zum Thema Heilwasser finden Sie auf der Internetseite des Informationsbüro Heilwasser unter www.heilwasser.com.

Über den Autor dieses Beitrags

Guido Eggers ist Diplom-Braumeister und kennt die Getränkebranche seit Jahrzehnten. Als Getränke-Experte beim renommierten Lebensmittellabor SGS Institut Fresenius, das zum weltweit führenden Warenprüfkonzern SGS gehört, testen er und sein Team täglich, ob Mineralwasser, Bier, Wein oder Softdrinks das halten, was sie versprechen. Dass diese Getränke, ihre Verpackungen und auch die Herstellungsprozesse einwandfrei sind, interessiert vor allem Hersteller und Händler, die die SGS zum Beispiel mit Produktprüfungen auf Schadstoffe und Nährwerte oder mit Lieferantenkontrollen und dem Qualitätsmanagement beauftragen.

Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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