Die vegetarischen Gerichte der Fast-Food-Restaurants | EAT SMARTER
17
5
Drucken
5
Veggie-Blog
Die vegetarischen Gerichte der Fast-Food-RestaurantsDurchschnittliche Bewertung: 41517
07. August 2014

Die vegetarischen Gerichte der Fast-Food-Restaurants

Vegetarisches Fast Food

Ich kann mich noch ganz genau erinnern: Ob auf dem Rückweg von einem Sportturnier oder wenn ich mit Freunden nach Schulschluss und Hausaufgaben in die Stadt durfte, war ein Stopp bei McDonald’s Pflicht. Das absolute Highlight für alle – bis auf mich. Denn außer Pommes gab es dort für Vegetarier nichts zu essen... Doch mittlerweile bieten auch Fast-Food-Restaurants vegetarische Alternativen an.

Diese Woche erreichte mich die Pressemitteilung, dass es beim Systemgastronomen Starbucks jetzt auch einen veganen Snack gibt – ein Ciabatta mit Avocado. Für mich ein eindeutiger Beweis, dass Veganismus beziehungsweise Vegetarismus keine „Nischen-Ernährung“ mehr ist. Doch viel mehr hat mich diese kurze Meldung in Erinnerungen schwelgen lassen: Denn damals war ich wahrscheinlich eines der wenigen Kinder, die sich NICHT für McDonald’s begeistern konnten. Der Grund war simpel: Es gab dort für mich einfach nichts zu essen.

Bis zum Ende der 90er-Jahre. Da nahm McDonald’s den Gemüse Mac ins Programm. Auch wenn er meinem heutigen Geschmack wahrscheinlich nicht mehr entsprechen würde (ich erinnere mich an große Mengen Mayonnaise, die ich schon damals vom Burger gekratzt habe), war mein 13-jähriges Ich begeistert. Umso größer war die Enttäuschung, als McDonald’s den Gemüse Mac 2005 wieder aus dem Programm nahm – ganz ohne Vorwarnung. Erst ganze fünf Jahre später gab es eine neue Alternative. Doch der Veggieburger ist kein Vergleich zum Gemüse Mac. Und auch das neue McBaguette Tomate Mozzarella hat mich enttäuscht. Wenn ich mal wirklich Lust auf Fast-Food-Burger habe, gehe ich lieber zur Konkurrenz.

Bei Burger King gibt es den Country Burger. Ein Burger, der auch wie einer aussieht und sich nicht hinter einem Whopper oder Big King verstecken muss. Auch wenn Burger King genau das tut – denn auf den großen Anzeigen hinter den Kassen sucht man den Country Burger vergebens. Man muss entweder wissen, dass es ihn gibt oder die Speisekarte studieren (eine kleine Tafel, die meist an der Seite hängt und oft über sehen wird). Ein weiteres Problem: Burger King kann seinen Franchisenehmern nicht genau vorschreiben, welche Burger sie in ihren Restaurants anbieten sollen. So ist es mir bei Burger King im Hamburger Hauptbahnhof passiert, dass ich keinen Country Burger bekam. „Den gibt es schon seit zwei Jahren nicht mehr“, war die Antwort auf meine Bestellung.

Immer Verlass hingegen ist auf Subway. Ein Veggie Delite Sandwich gibt es in jeder Filiale. Doch eine Sache stört mich gewaltig: Dass der vegetarische Snack teurer ist als das wechselnde, aber immer fleischhaltige „Sub des Tages“. Vegetarier-Mobbing nenne ich das! Meine Gegenstrategie: Ich bestelle trotzdem das Tagesspecial – ohne Fleisch. Funktioniert hervorragend.

In den letzten zehn bis zwanzig Jahren hat sich für Vegetarier viel getan. Natürlich finde ich es gut, dass immer mehr Fast-Food-Restaurants fleischlose und teilweise sogar vegane Gerichte anbieten. Nur sind diese leider nicht unbedingt sensationell lecker (selbstgemachte Burger schmecken eh am besten, mein Favorit ist dieser Tofu-Burger mit Ingwercreme und Kürbiskompott). Daher esse ich nur selten bei McDonald’s & Co.. Wie sieht es bei Ihnen aus? Welches Restaurant oder welchen Imbiss können Sie mir empfehlen, wenn es mal schnell gehen muss?

Katharina Borgerding

Hier geht's zum Veggie Blog.

Ähnliche Artikel
McDonald's-Filiale
Darum kommt jetzt der Bio-Burger
Kalorientabelle McDonald's: welche Burger sind die schlimmsten Dickmacher? Und was darf man im Fast-Food-Lokal ohne schlechtes Gewissen essen?
Zwei Mädchen essen Burger
Die neuen Veggie-Burger von McDonalds im EAT SMARTER-Check
Schreiben Sie einen Kommentar
 
Es gibt in Braunschweig eine "Dönerbude" namens DönerAy, die vegane Döner-Gerichte anbieten, vom veganen Lahmacun bis zum konventionellen Döner ist alles dabei. Man kann zwischen normalem Fladenbrot und Vollkornbrot wählen, es werden fünf verschiedene vegane Dressings verwendet (u.a. mit roter Beete, Ingwer-Curry, veganes Tzatziki usw), diese Soßen und das "Dönerfleisch" aus Seitan werden selbst zubereitet und es wird reichlich Gemüse und frischer Koriander aufgetan. Es schmeckt mir 1000mal besser als der "normale" Döner. Der gesamte Fladen könnte für meinen Geschmack etwas größer sein und leider ist die vegane Alternative auch hier etwas teurer, aber die 1,50 mehr gebe ich gerne aus :) Wenn man sich zum Essen hinsetzt, bekommt man von den wirklich herzlichen Gastgebern noch guten schwarzen Tee serviert.
 
Bin zwar kein Fast Food Fan, aber super dankbar für jedes bisschen Veggie, dass Einzug in den Alltag hält ♥ Weiter so! Beate
 
türkische Schnellimbisse oder asiatische Schnellküche haben eigentlich immer mindestens ein vegetarisches Gericht im Angebot bzw. Gerichte, die fleischlos zubereitet werden können. Und die pappen nicht alles mit dieser widerlichen, alles ersäufenden Soße zu, die bei Junkfood-Ketten anscheinend unverzichtbar ist.
 
Bei Mc D. gehe ich nur auf die Toilette. Einmal kam ich doch in die Bredouille. Wir kamen von einer Reise und weit und breit nichts Anderes - ich hatte aber Megahunger. Der Hunger treibt es rein... aber pappig und strohig mit vielen süßen klebrigen Soßen. Bei BK habe ich bisher nur 1mal versucht etwas Vegetarisches zu bekommen: "hamwer nich". Aber wenn ich das weiß, werde ich nach dem Country Burger fragen - stetiger Tropfen höhlt den Stein! Ansonsten vermeide ich alle Imbisstempel, weil ich auch die Müllberge verabscheue und nehme selber etwas mit.
 
Unternehmen wie McDonalds oder Burger King sollte man bewusst meiden, egal ob es dort "vegetarische Alternativen" gibt oder nicht! Diese Unternehmen sind ökologisch gesehen ein Katastrophe. Plastikmüll, Massentierhaltung, Monsanto Produkte usw. Schade das ein Unternehmen wie Eat Smarter das so viel gute und richtige Ansätze in Sachen bewusste Ernährung aufzeigt egal ob bewusst oder unbewusst indirekte Werbung für Fastfood Ketten betreibt.