Wildobst: Der gesunde Sammelspaß | EAT SMARTER
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Wildobst: Der gesunde SammelspaßDurchschnittliche Bewertung: 5151

Im Spätsommer

Wildobst: Der gesunde Sammelspaß

Kinder pflücken gerne Wildobst Kinder pflücken gerne Wildobst

Ihr Kind ist ein kleiner Obstmuffel und kann Vitamine schon aus Prinzip nicht leiden? Das lässt sich ändern: Gehen Sie mit dem Nachwuchs auf Beutezug durch Büsche und Wald. Denn genau jetzt startet die Saison für Wildobst, das man wunderbar selbst pflücken kann – und jede Wette: Solche selbst geernteten Früchtchen isst sogar Ihr Kind gern.

Der Sommer geht, der Herbst kommt näher und damit jede Menge Wildobst, das jetzt reif wird. Eine tolle Gelegenheit, auf Spaziergängen mit dem Nachwuchs Spaß zu haben und hautnah die Natur zu erleben. Das kann vor allem für die ganz Kleinen richtig spannend sein. Wichtig ist allerdings:

Regeln zum Sammeln von Wildobst

# Lassen Sie Kind beim Pflücken von Wildobst nie allein und schärfen Sie ihm ein, seine Ernte erst von der Hand in den Mund zu stecken, wenn Sie grünes Licht gegeben haben.
# Pflücken Sie nur Früchte, die Sie kennen, und nehmen Sie ein Bestimmungsbuch mit.
# Sammeln Sie Wildobst nie in der Nähe von gespritzten Feldern oder Obstplantagen und an stark befahrenen Straßen.
# Packen Sie zum Pflücken von Wildobst, das an dornigen Gehölzen wächst, Handschuhe ein.
# Achten Sie darauf, dass Ihr Kind lange Hosen und feste Schuhe anhat bzw. lassen Sie es nicht mit nackten Beinen in dorniges Gebüsch gehen. Ansonsten brauchen Sie nur Körbe, um die Wildobst-Ernte unbeschädigt nach Hause zu transportieren – und dann kann es losgehen, zum Beispiel mit diesem leckeren Spätsommer-Wildobst:

Dieses Wildobst gibt es jetzt: Brombeeren

Die schwarzen Beeren wachsen in feuchten Wäldern, auf Waldlichtungen und in Gebüschen. Je dunkler, desto reifer und desto süßer! Reife Brombeeren schmecken auch roh direkt vom Strauch – allerdings ist diese Wildobst-Ernte nichts für kleine Kinder, denn die Dornen können ganz schön fies sein. Wenn Ihr Kind dieses Wildobst mag, sollten Sie bald auf Sammeltour gehen, denn die Brombeerzeit endet schon wieder Mitte September!

Dieses Wildobst gibt es jetzt: Kornelkirschen

Die auch „Dirndl“ oder „Hartriegel“ genannten Kornelkirschen mögen Kinder besonders gern, denn sie schmecken im reifen Zustand mindestens so süß wie „echte“ Kirschen. Sie sind zwar länglich statt rund, sehen mit ihrer sattroten Farbe aber ähnlich appetitlich aus und lassen sich außerdem leicht von den Sträuchern pflücken. Dieses Wildobst kann man roh essen, aber auch für Konfitüre, Gelee, Kompott und Saft verwenden.

Dieses Wildobst gibt es jetzt: Felsenbirnen

Hier ist der Name mal nicht Programm: Dieses Wildobst hat mit Birnen überhaupt nichts gemeinsam: Es ist nur erbsengroß und dunkelrot. Felsenbirnen haben einen intensiven Eigengeschmack, der an Heidelbeeren erinnert. Jetzt sind sie am süßesten und perfekt für leckeren Saft, Konfitüre oder Gelee.

Dieses Wildobst gibt es jetzt: Holunderbeeren

Die auch als Fliederbeeren bekannten herb-aromatischen Früchte des Holunderbuschs wachsen schwarz glänzend an großen Dolden. Roh schmecken sie extrem bitter und enthalten den Stoff Sambunigrin, der zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Also drauf achten, dass Ihr Nachwuchs Holunderbeeren nicht direkt nach der Wildobst-Ernte isst! Stattdessen können Sie aber einen ebenso leckeren wie gesunden Saft daraus kochen, der zu Recht als gutes Hausmittel bei Erkältung und Fieber gilt. Aber die schwarzen Beeren machen sich auch super als Belag auf einem Obst-Quarkkuchen, als Gelee oder in einer köstlichen Kaltschale mit Kokosbaiser.

Dieses Wildobst gibt es jetzt: Weißdorn

Im Herbst werden aus den duftenden Blüten der hübschen Heckenpflanze Weißdorn dunkelrote Früchtchen. Die etwa 1 cm kleinen Beeren sind essbar und mit ihrem milden, leicht süßsäuerlichen Aroma sogar ziemlich lecker. Weißdornbeeren enthalten sehr viel Pektin – ein natürliches Geliermittel – und sind darum perfekt für Konfitüre und Gelees. (koe)

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