Transfette machen dick und krank | EAT SMARTER
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Transfette machen dick und krankDurchschnittliche Bewertung: 4157

Transfette machen dick und krank

Juni 2006 - Wake-Forest-Universität, North Carolina

Dass zuviel Fett in der Ernährung ungesund ist, weiß man seit langem. Nun hat man herausgefunden, dass vor allem die so genannte Transfette stärker dick und krank machen als bisher gedacht. Sie sind für die Fettanlagerungen am Bauch verantwortlich. Das haben US-Wissenschaftler in Versuchen mit Affen gezeigt. Transfette sind künstliche Fette, die vor allem in Frittiertem wie Pommes Frittes und Donats vorkommen, aber auch in Hamburger, Apfeltaschen und Fertiggerichten. In Dänemark ist der Einsatz von Transfetten bereits verboten. Sechs Jahre lang ernährten die Wissenschaftler von der Wake-Forest-Universität in North Carolina eine Gruppe männlicher Affen mit einer für westliche Industrieländer typischen Kost, die zu 35 Prozent aus Fett bestand. Acht Prozent der gesamten Kalorien stammten dabei aus Transfetten. Nach den sechs Jahren, was einer menschlichen Lebenszeit von etwa zwanzig Jahren entspricht, hatten die Tiere etwa sieben Prozent an Gewicht zugelegt. Nur zwei Prozent zugenommen hatten während dieser Zeit dagegen die Tiere einer zweiten Versuchsgruppe, die zwar die gleiche Kalorienmenge, jedoch statt Transfetten Fettarten mit anderen ungesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Olivenöl erhalten hatten. 

Das ganze zusätzliche Gewicht setzte sich bei den Tieren der Gruppe mit den Transfetten am Bauch an, zeigte die Auswertung.


Gleichzeitig wanderte auch schon bestehendes Fettgewebe zur Bauchregion. Computertomographien zeigten, dass diese Tiere dreißig Prozent mehr Bauchfett aufwiesen als die Tiere aus der Kontrollgruppe.

 Diese Bauchfette führen beim Menschen zu gleich mehreren negativen Effekten, wie zahlreiche frühere Studien gezeigt hatten. Im Vergleich zu Übergewichtigen mit gleichmäßig verteilten Fettpolstern haben Männer und Frauen mit einer so genannten Apfelfigur ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für Stoffwechselstörungen wie beispielsweise Diabetes. Dies hängt unter anderem mit von den Bauchfettzellen produzieren Signalstoffen zusammen. 

Transfettsäuren können in Margarinen, Kartoffelchips, Keksen, Fertigprodukten und anderen Lebensmitteln enthalten sein, die frittiert sind oder gehärtete Öle aufweisen. Diese Art von Fettsäuren entsteht als Nebenprodukt bei der industriellen Fetthärtung aus ungesättigten Fettsäuren. Mehr: Wake-Forest-Universität
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