Zwiebeln karamellisieren – so geht's richtig!

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 10. Aug. 2022
© Unsplash/Simona Sergi
© Unsplash/Simona Sergi

Sie möchten Ihrem Gericht einen besonderen Pfiff verleihen? Wenn Sie Zwiebeln karamellisieren, entfaltet sich der ohnehin einzigartige Geschmack der Knolle in Verbindung mit einer leichten Süße. Wir zeigen Ihnen, wie es geht und wozu diese am besten schmecken.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Zwiebeln karamellisieren
    1. Rezept
    2. Zubereitungsschritte
  2. Verschiedene Zwiebelsorten möglich
  3. Weitere Zubereitungsweisen
  4. Zwiebel karamellisieren – und jetzt?
  5. Wissen zum Mitnehmen

Zwiebeln stellen für viele Speisen die Basis dar und passen hervorragend zu verschiedensten Kombinationen. Auch im Gewand als Topping oder extra Beilage machen sie eine gute Figur – zusammen mit Zucker oder Honig entsteht eine ganz besondere Note. Doch wie karamellisiert man Zwiebeln richtig? Um das perfekte Ergebnis zu erhalten, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie ganz leicht Zwiebel karamellisieren können.

Zwiebeln karamellisieren

Um selber Zwiebel zu karamellisieren, sind nicht viele Zutaten und Geräte nötig. Hierfür benötigen Sie nur ein Messer, ein Schneidebrett und einen Topf sowie Zwiebeln und Zucker – Flüssigkeit nach Belieben.

Rezept:

  • 400–500 g Zwiebeln
  • 2 EL geschmacksneutrales Öl oder 1 TL Butter und Öl in Kombination
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Pfeffer
  • 2–3 TL Sojasauce zum Ablöschen

Zubereitungsschritte:

  1. Die Zwiebeln schälen und je nach Weiterverarbeitung (siehe Zwiebel karamellisieren – und jetzt?) in Ringe, Viertel oder Würfel schneiden.
  2. Öl und/oder Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln gemeinsam mit Salz und Pfeffer darin für ca. 3 Minuten glasig dünsten.
  3. Nun den Zucker bei hoher Temperatur portionsweise hinzugeben und jeweils unterrühren.  
  4. Weitere 10–15 Minuten bei mittlerer Temperatur dünsten und rühren.  
  5. Wenn die Zwiebeln eine braune Farbe bzw. eine Karamellnote bekommen mit Sojasaucee ablöschen.  
  6. Nochmals für wenige Minuten köcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr und eine weiche Konsistenz vorhanden ist.

Verschiedene Zwiebelsorten möglich

Zum Zwiebel karamellisieren eignen sich verschiedene Sorten der beliebten Knolle. So können rote oder weiße Zwiebeln, Schalotten oder auch Silber- und Perlzwiebeln verwendet werden – letztere können Sie im Ganzen karamellisieren. Je nach Sorte erhalten Sie ein unterschiedliches Aroma, was sich ganz und gar nach Ihrem persönlichen Geschmack richtet.

Wenn Sie handelsübliche Gemüsezwiebeln und Silberzwiebeln sowie rote Zwiebeln karamellisieren, wird der eher milde bis süßliche Geschmack dieser Sorten intensiviert. Gelbe Speisezwiebeln hingegen stechen mit einem dominanteren und schärferen sowie Perlzwiebeln mit einem leicht säuerlichen Geschmack hervor.

Weitere Zubereitungsweisen

Das oben aufgeführte Rezept stellt die Grundlage fürs Zwiebeln karamellisieren dar. Dieses kann beliebig abgewandelt und erweitert werden. Anstatt Zucker ist beispielsweise auch Rohrzucker, Puderzucker oder Honig bestens geeignet. Hier können Sie nach persönlichem Geschmack in etwa ein bis zwei Esslöffel hinzugeben, je nachdem wie intensiv die Karamellnote werden soll. Rohrzucker verleiht dem Ganzen ein eher herberes Aroma.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Honig zwar nicht weniger schädlich für unsere Zähne, allerdings stecken in ihm wichtige Nährstoffe sowie Stoffe mit einer antioxidativen und antientzündlichen Wirkung. Zwiebeln karamellisieren mit Honig ist also eine gute Alternative zum normalen Haushaltszucker.

Neben Honig und Rohrzucker kann auch Agavendicksaft oder Ahornsirup verwendet werden. Aufgrund der hohen Süßkraft reicht von beiden Zuckeralternativen in etwa ein Esslöffel oder weniger. Je langsamer und länger Sie die Zwiebel karamellisieren lassen, desto süßer wird es, da vor allem die süßlich schmeckenden Knollen mit zunehmender Garzeit an Süßkraft zunehmen.

Anstatt Sojasauce kann auch Rot- oder Weißwein, aber auch Weißbier oder Balsamicoessig verwendet werden. Dadurch lassen sich die Zwiebeln je nach Sorte nochmals weiter verfeinern. Zur eher süßlich schmeckenden Knolle passen ein bis zwei Esslöffel Rot- oder Weißwein hervorragend. Balsamicoessig, Weißbier oder Sojasauce ist perfekt zu den herb schmeckenden Sorten. Finden Sie heraus, was Ihnen am besten schmeckt – Ihrer Kreativität sind dabei natürlich keinerlei Grenzen gesetzt.

Zwiebel karamellisieren – und jetzt?

Kandierte Zwiebeln eignen sich zu den verschiedensten Speisen und zaubern eine außergewöhnliche Komponente auf Ihren Teller. Wir haben einige Gericht-Vorschläge für Sie zusammengestellt, bei denen sich das Zwiebeln karamellisieren besonders lohnt:

  • Toppings für Suppen, Cremes, Aufläufe und Eintöpfe
  • Bestandteil für Salate, Burger und Dips
  • Brotbelag
  • Zutat für Brot (in den Teig)
  • Beilage zu Fleisch oder Kartoffeln
  • Grundlage für Saucen

In allen Variationen lassen sich die karamellisierten Zwiebeln sowohl im heißen als auch im kalten Zustand genießen. Ob in Würfel, Ringe oder Viertel – je nach Art des oben genannten Gerichtsvorschlags kann die Form der Zwiebel ausgewählt werden.

Auf Burger, in Salaten oder als Topping oder Belag eignen sich Ringe am besten. Im Brot und für Saucen bewähren sich vor allem Viertel oder Würfel. Doch auch hier steht der persönliche Geschmack im Vordergrund. Im Kühlschrank halten sich die Zwiebeln für etwa zwei Tage.

Wissen zum Mitnehmen

Zwiebeln sind äußerst vielseitig einsetzbar – eine besonders extravagante Variante entsteht, wenn Sie Zwiebeln karamellisieren. Hierfür werden nur Zwiebeln, Zucker, Salz und Flüssigkeit nach Belieben benötigt. Es eignen sich zahlreiche Zwiebelsorten, die durch ihren jeweiligen Geschmack die Beilage variieren.

Der alltägliche Haushaltszucker lässt sich auch beispielsweise durch Rohrzucker, Honig oder Ahornsirup austauschen. Je nach persönlichen Vorlieben kann auch mit Flüssigkeiten wie Wein oder auch Sojasauce zum Ablöschen experimentiert werden.

Die außergewöhnliche Zwiebelvariante passt nicht nur hervorragend als Beilage zu Fleisch oder Kartoffeln, sondern verfeinert auch Suppen, Salate oder Burger und Brot.

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