Zwiebeln anbraten

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 01. Sep. 2022
© Pexels/ Mali Maeder
© Pexels/ Mali Maeder

Ob in Eintöpfen, als Topping, aufs Brot oder als Beilage zu deftigen Gerichten: Zwiebeln anbraten lohnt sich in jedem Fall und verleiht Ihrem Gericht eine einzigartige Note. Wir zeigen Ihnen hilfreiche Tipps rund ums Zwiebeln anbraten und wie sie ganz besonders gut werden.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Zwiebeln anbraten
  2. Welches Öl eignet sich am besten?
  3. Welche Pfanne oder Topf für ein perfektes Ergebnis?
  4. Ist die Form der Zwiebeln relevant?
  5. Zwiebeln anbraten – und jetzt?
  6. Wissen zum Mitnehmen

Auf den meisten Tellern gehören Zwiebeln fast schon zur Basis eines Gerichts – und das nicht ohne Grund: Die Knolle verleiht vielen Speisen einen runden Geschmack. Umso mehr, wenn Sie Zwiebeln anbraten. Denn hierbei gelangt der enthaltene Zucker und ein somit süßer Geschmack zum Vorschein.

Um ein perfektes Ergebnis zu erhalten, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Wir haben alle wichtigen Infos für Sie zusammengefasst.

Zwiebeln anbraten

Wenn Sie Zwiebeln braten möchten, sind nur wenige Zutaten nötig. Wichtig ist vor allem eine geeignete Pfanne und ein passendes Fett.

Rezept für glasige Zwiebeln

  • 2 Zwiebeln
  • 1,5 EL Öl oder Butter

Zubereitungsschritte:

  1. Zwiebeln schälen und in gewünschte Form schneiden
  2. Öl oder Butter in einer Pfanne oder Topf erwärmen. Niedrige bis mittlere Temperatur wählen.
  3. Zwiebeln hinzugeben und unter ständigem Rühren für ca. 3 Minuten weich dünsten, bis eine glasige leicht gelbliche Farbe entsteht.
  4. Für mehr Süße so lange die Zwiebeln anschwitzen, bis sie gold-gelb sind.
  5. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.

Rezept für gebratene Zwiebeln

  • 2 Zwiebeln
  • 2–3 EL Öl
  • nach Belieben ½ EL Mehl

Zubereitungsschritte:

  1. Zwiebeln schälen und in die gewünschte Form schneiden.
  2. Pfanne oder Topf auf mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen und die Zwiebeln anschwitzen.
  3. Diese nun so lange unter ständigem Rühren braten, bis diese eine bräunliche Farbe bekommen. Temperatur zurückschalten.
  4. Für ein besonders knuspriges Ergebnis, zu Beginn direkt das Mehl hinzugeben und gold-gelb anbraten.
  5. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. 
  6. Für Röstzwiebeln, werden die Zwiebeln in Mehl gewendet und frittiert.

Wie lange die Zwiebeln gedünstet oder gebraten werden, ist absolute Geschmacksache und auch abhängig von ihrer Weiterverarbeitung. Je länger der Gar-Prozess andauert, desto süßer werden die Zwiebeln. Der Kreativität sind hierbei also keinerlei Grenzen gesetzt.

Welches Öl eignet sich am besten?

Auch hier spielen insbesondere der persönliche Geschmack und die Zubereitungsart eine große Rolle, da beim Dünsten eine geringere Temperatur notwendig ist als beim Anbraten.

Für glasige Zwiebeln eignet sich Butter hervorragend, da dieses Fett aufgrund des hohen Wasseranteils bei einer hohen Temperatur verbrennt. Verwenden Sie deshalb beim Zwiebeln anbraten Fett mit einem Rauchpunkt von über 200 Grad – dieser gibt an, ab welcher Temperatur das Öl Rauch entwickelt und verbrennt. Öle wie Sonnenblumen-, Kokos-, Raps- oder Erdnussöl können daher ohne Probleme eingesetzt werden.

Je nach pflanzlichem Bestandteil des Öls entsteht demzufolge auch ein jeweils anderes Aroma in Verbindung mit Zwiebeln, was natürlich reine Geschmackssache ist und auch je nach Gericht ausgewählt werden kann.

Welche Pfanne oder Topf für ein perfektes Ergebnis?

Prinzipiell eignet sich jede Pfanne beziehungsweise jeder Topf zum Zwiebel braten. Wenn Sie Zwiebel glasig dünsten sind besonders beschichtete Pfannen von Vorteil, da das Öl nicht zu sehr erhitzt wird und hohe Temperaturen für diese Pfannen eher ungeeignet sind. Denn dadurch kann oftmals die Beschichtung auf lange Sicht beschädigt werden. Zudem ist aufgrund der Anti-Haft-Beschichtung nicht allzu viel Fett notwendig. Es ist auch möglich komplett auf Fett zu verzichten. Hierbei wird nur etwas Wasser oder Gemüsebrühe in die beschichtete Pfanne gegeben. Mit Fett entfaltet sich das Aroma jedoch deutlich besser.

Für die gebratenen Zwiebeln und auch für die Variante mit Mehl sind vor allem gusseiserne Pfannen und Töpfe zu empfehlen. Hohe Temperaturen lassen die Zwiebeln besonders gut aromatisieren, was beschichtete Pfannen oder normale Töpfe nicht unbedingt zulassen. Probieren Sie es aus und machen Sie sich ein eigenes Bild, welches Gefäß für Sie hierbei am besten geeignet ist.

Um eine gleichmäßige Garung zu erzielen, ist außerdem zu empfehlen, einen größeren Topf oder Pfanne zu verwenden, sodass die Zwiebeln nicht allzu dicht aneinander liegen. 

Ist die Form der Zwiebeln relevant?

Generell können Sie nach persönlichem Geschmack entscheiden, welche Form Ihre Zwiebeln haben sollen. Doch auch die Art des Gerichts ist entscheidend, ob Ringe, Würfel oder Spalten am besten sind. Für Speisen, bei denen die Zwiebeln die Grundlage sind, also bei Suppen, Soßen oder Eintöpfen eignen sich vor allem Würfel oder kleinere Spalten.

Wenn Sie Zwiebeln braten als Beilage oder Topping, sind insbesondere Ringe schön anzusehen – ebenfalls vom Mundgefühl sind diese passender. Doch auch hier gibt es keinen Maßstab, an den Sie sich halten sollten, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Hier zählt vor allem die persönlichen Vorlieben.

Je nach Größe der Zwiebel, ist natürlich auch die Garzeit davon abhängig, wenn Sie Zwiebel braten. Klein geschnittene Würfel sind logischerweise schneller gegart als dickere Spalten oder Ringe. Zudem ist zu beachten, dass wenn Sie Zwiebeln von der Wurzel aus schneiden, beim Erhitzen nicht so schnell zerfallen. Dies ist vor allem wichtig, wenn Spalten geschnitten werden sollen.

Wie überall bekannt, können Zwiebeln uns zu Tränen rühren, da beim Schneiden bestimmte Stoffe austreten die mit der Oberfläche unserer Augen reagieren. Damit diese wieder aus unserem Körper austreten, wird der Tränenfluss angeregt. Vor allem hilft dagegen, Zwiebeln im Sitzen zu schneiden, da hierbei die Stoffe nicht ganz so gut in unser Gesicht gelangen können. Außerdem sollten die Zwiebeln mit der Schnittfläche nach unten geschnitten werden, sodass weniger Dämpfe austreten können.

Zwiebeln anbraten – und jetzt?

Je nach Zubereitungsart können die Zwiebeln unterschiedlich verwendet werden. Wenn Sie Zwiebeln glasig dünsten, sind diese vor allem für Gerichte wie Eintöpfe, Suppen und Soßen die Grundlage. Ob deftig, exotisch oder mit heimischem Gemüse – die Knolle in angedünsteter Form verleiht allen Speisen einen runden Geschmack.

Bei Gerichten mit Hackfleisch empfiehlt es sich jedoch, zuerst das Fleisch zu braten und erst dann die Zwiebeln hinzuzugeben, da diese Feuchtigkeit bilden und das Fleisch nicht kross werden lassen. Das gleiche gilt auch bei Pilzen.

Gebratene Zwiebeln hingegen, die dunkler und auch knuspriger sind, passen perfekt auf gebratenes Fleisch wie dem klassischen Zwiebelrostbraten oder zum schwäbischen Leibgericht den Kässpätzle. Doch auch als Brotbelag oder in Dips machen sich gebratene Zwiebeln hervorragend.

Wissen zum Mitnehmen

Zwiebeln gelten für viele Speisen und Gerichte als Grundlage und verleihen einen ganz besonderen Geschmack – vor allem, wenn Sie Zwiebeln anbraten entfaltet sich das Aroma. Hierbei gibt es verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten.

Für glasige Zwiebeln wird eine niedrigere Temperatur gewählt, sodass die Knolle ein leicht gelbliches Aussehen erlangt. Für gebratene Zwiebeln wird die Pfanne hoch erhitzt und auch die Dauer des Gar-Prozesses ist länger – bis eine bräunliche Färbung eintritt. Je nach Temperatur und Dauer des Garens sollten auch Fett und Pfanne ausgewählt werden.

Das leicht süßliche Gemüse schmeckt nicht nur als Basis in Suppen oder Eintöpfen, sondern passt auch hervorragend als Beilage zu deftigen Gerichten oder als Topping aufs Brot oder auf Dips.

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