Bohnenkraut: Rezepte und Wissen | EAT SMARTER
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Bohnenkraut

Bohnenkraut - Zutat der berühmten Kräutermischung Fines herbes © silencefoto Bohnenkraut - Zutat der berühmten Kräutermischung Fines herbes © silencefoto

Mal ehrlich – wer kennt bei uns noch Bohnenkraut? In Frankreich ist das anders: Dort gehört es zur berühmten Kräutermischung Fines herbes. Warum es das verdient hat, lesen Sie es bei EAT SMARTER.

Das sollten Sie über Bohnenkraut wissen

Hat Bohnenkraut eigentlich mit Bohnen zu tun? Botanisch nicht die Bohne! Trotzdem trägt das einjährige Kraut, das hübsch violett blüht, seinen Namen völlig zu recht. Denn erstens passt es geschmacklich wirklich perfekt zu grünen Bohnen. Und zweitens machen seine speziellen Inhaltsstoffe auch getrocknete Bohnen bzw. Hülsenfrüchte besser bekömmlich. Auch weitere bekannte Namen wie Wurst- oder Aalkraut für Bohnenkraut machen Sinn – sie deuten ebenfalls an, wie gut das würzige Kraut als Begleitung bei eher fetten Speisen taugt. Doch Bohnenkraut kann noch mehr, wie schon allein die Tatsache beweist, dass es zur klassisch französischen Mischung der „fines herbes“ (der feinen Kräuter also) gehört.

Saison: Kurz vor oder nach Beginn der Blüte, also Mitte Juni, startet die Erntezeit für Bohnenkraut. Zu haben ist es dann bis in den Oktober hinein.

Herkunft: Die Heimat des Bohnenkrauts liegt im östlichen Mittelmeerraum bis hin zum Iran. Heute baut man es vor allem in Mittel-, Süd- und Osteuropa an.

Geschmack: Bohnenkraut heißt nicht umsonst oft auch „Pfefferkraut“: Es riecht und schmeckt leicht pfefferartig und erinnert dabei deutlich an Thymian und ein bisschen auch an Minze.

Wie gesund ist eigentlich Bohnenkraut?

Geschmack, Duft und auch gesundheitliche Vorzüge verdankt das Bohnenkraut den reichlich darin enthaltenen ätherischen Ölen. Bis zu 70 % Carvacrol und Cymol machen Bohnenkraut besonders für Menschen mit sensiblem Magen zum Balsam. In der Naturheilkunde kommt Bohnenkraut daher seit vielen Generationen vor allem als magenstärkendes, krampflösendes und verdauungsförderndes Gewürz sowie als wirksames Mittel gegen Blähungen zum Einsatz. Der frisch aufgebrühte Tee aus Bohnenkraut soll aber außerdem bei Erkältung und besonders bei Husten wirksam helfen. Äußerlich kann man Bohnenkraut ebenfalls anwenden: Das Einreiben mit seinen frischen Blättern soll die Schmerzen bei Wespenstichen lindern.

Einkaufs- und Küchentipps für Bohnenkraut

Einkauf: Bohnenkraut kann man getrocknet und gerebelt das ganze Jahr über kaufen. Frisches Bohnenkraut gibt es dann im Sommer. Oft sieht es schon etwas welk aus – das ist aber kein Problem, wenn man es bald verwendet. Ganz frisch gepflückt wirkt es aber deutlich praller, und wenn Sie es mit den Blüten bekommen können: Umso besser, denn sie schmecken ebenfalls köstlich.

Lagerung: Frisches Bohnenkraut verwenden Sie am besten noch am Tag des Einkaufs. Sie können es aber auch prima trocknen, denn Bohnenkraut gehört zu den wenigen Kräutern, die dabei kaum an Geschmack und Inhaltsstoffen verlieren.

Vorbereitung: Die Vorbereitung von Bohnenkraut geht schnell und unkompliziert: Einfach abspülen, trockenschütteln und je nach Rezept hacken oder ganz lassen. Für Bohnengerichte jeder Art gilt meistens die Regel: Man kann das gebündelte Kraut einfach kurz vor Garzeitende mitgaren und nimmt es zum Schluss wieder heraus.

Zubereitungstipps für Bohnenkraut:

Wie schon gesagt: Bohnenkraut ist die perfekte Begleitung für grüne Bohnen und für Eintöpfe mit weißen oder anderen getrockneten Bohnen. Sein intensives, leicht pfefferartiges Aroma passt aber auch wunderbar zu anderen Hülsenfrüchten, zu Suppen, Salaten, Pilzgerichten und Kartoffelgerichten. Viele mögen es fein gehackt auch gern in Kräuterbutter oder Kräuterquark oder geben mit Bohnenkraut geschmortem Lamm- und Rindfleisch eine pikante Extra-Note.

Rezepte mit Bohnenkraut:

Rezepte mit Bohnenkraut finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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