Grahambrot | EAT SMARTER
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Grahambrot

Grahambrot stammt aus den USA Grahambrot stammt aus den USA

Wer Grahambrot kennt, weiß: Vollkornbrot muss weder grob noch voller Körner sein! Der fast vergessene Klassiker ist der leckere Gegenbeweis und hat viel Gutes zu bieten.

Das sollten Sie über Grahambrot wissen

Irgendwie ist das gute alte Grahambrot fast in der Versenkung verschwunden. Beim Bäcker fragt man in der Regel vergeblich danach, nur im Supermarkt findet man es unter den zahllosen anderen abgepackten Brotsorten noch von einem großen Markenhersteller. Hauptsächlicher Verdränger von Grahambrot dürfte das allseits gelobte Vollkornbrot gewesen sein. Wobei es stimmt – Vollkornbrot gilt zu recht als besonders gesunder Genuss. Nur wurde darüber ganz vergessen: Auch Grahambrot wird aus Vollkornmehl gebacken!

Das sieht man ihm zwar nicht an, denn Grahambrot ist nur hellbraun statt fast schwarz, und ganze Körner enthält es ebenfalls nicht. Trotzdem bereitet man den Teig dafür aus etwa 60 % Weizenvollkornschrot, 30 % Weizenvollkornmehl und außerdem ca. 10 % Roggenmehl zu

Der Clou dabei: Für das sogenannte Grahammehl wird der Weizenschrot besonders fein gemahlen, sodass der volle Geschmack und alle Nährstoffe aus dem Korn enthalten bleiben. Trotzdem lässt sich das Grahambrot so leicht kauen wie feines Misch- oder Graubrot.

Herkunft & Geschichte: Den Namen verdankt das Grahambrot seinem Erfinder, einem gewissen Sylvester Graham. Er lebte im 18. Jahrhundert in Amerika, wo er seinen das Weißbrot über alles liebenden Zeitgenossen Mäßigung und gesündere Ernährung predigte und sein Spezialbrot aus Vollkornweizen kreierte. Gewissermaßen war der Nahrungsreformer also im Grunde ein früher Vorreiter des modernen Vollkornkults.

Geschmack: Grahambrot schmeckt leicht herzhaft und saftig.

Wie gesund ist eigentlich Grahambrot?

Bei Grahambrot gibt es keine Diskussion – es ist im Prinzip so gesund wie jedes Vollkornbrot! Mineralstoffe und B-Vitamine sind darin ebenso vertreten wie Proteine. Nur bei den Ballaststoffen kann es vielen anderen Vettern aus Vollkorn nicht das Wasser reichen.

Doch das hat durchaus seine positiven Seiten: Weil der Schrot so fein gemahlen ist und daher die Ballaststoffmenge eher niedrig ausfällt, bekommt Grahambrot auch Menschen mit empfindlichem Magen und Darm in aller Regel ausgesprochen gut. Bei Erkrankungen wie z.B. Reizdarm kann Grahambrot darum eine perfekte Alternative sein.

Nährwerte von Grahambrot pro 100 g  
Kalorien 210
Eiweiß 8,5 g
Fett 1,3 g
Kohlenhydrate 38 g
Ballaststoffe 7 g

Einkaufs- und Küchentipps für Grahambrot:

Einkauf: Grahambrot finden Sie vorgeschnitten und abgepackt im Brotregal des Supermarkts.

Lagerung: Wie alle bereits geschnittenen Brote hält sich auch Grahambrot nur begrenzt und trocknet eher aus als ganze Laibe. Lagern Sie es am besten in einem Brotkasten und eher kühl, aber nicht im Kühlschrank – dort wird es schneller altbacken.

Sie können Grahambrot aber gut einfrieren und dann jeweils nur einige Scheiben aus der Packung nehmen, die bei Zimmertemperatur schnell aufgetaut sind.

Zubereitungstipps für Grahambrot

Grahambrot eignet sich wie jedes andere Brot natürlich vor allem zum Belegen. Sein nur leicht herzhafter Geschmack passt zu Kräftigem wie Schinken und Wurst oder Käse genauso gut wie zu Süßem wie Marmelade und Honig. Zum Bestreichen kann man neben Butter oder Margarine auch herzhaft oder fruchtig-süß angemachten Quark nehmen.

Wegen ihrer typischen quadratischen Form eignen sich die eher dünn geschnittenen Grahambrotscheiben auch wunderbar für klassische Sandwiches. Sie können aus Grahambrot außerdem leicht knusprige Croutons machen: Einfach die Scheiben in kleine Würfel schneiden, in einer beschichteten Pfanne in etwas Raps- oder Olivenöl goldbraun rösten und dann auf Suppen oder Salat streuen.

Übrigens: Wer Lust hat, Grahambrot mal richtig frisch aus dem Backofen zu probieren, muss nicht verzagen – Sie können es natürlich auch selbst backen!

(Koe)

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