Sanddorn | EAT SMARTER
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SanddornDurchschnittliche Bewertung: 4.7153

Sanddorn

Sanddorn © lavizzara - Fotolia.com Sanddorn © lavizzara - Fotolia.com

Sieht hübsch aus, schmeckt toll und ist gesund: Sanddorn gehört zum Besten, was Spätsommer und Herbst zu bieten hat. Lesen Sie, warum sich das Pflücken der wilden Beeren unbedingt lohnt.

Das sollten Sie über Sanddorn wissen

Wie der Name schon andeutet, wächst Sanddorn auf sandigem Boden vor allem an den Ufern von Gebirgsbächen und Flüssen Flusstälern und an den Küsten von Nord- und Ostsee. Die unter Naturschutz stehenden Sträucher mit den typischen ovalen orangefarbenen Beeren werden bis zu 4 m hoch und haben silbrige, schmale Blätter. Die einzelnen Beeren von Sanddorn sind etwa erbsengroß und im reifen Zustand orangegelb bis hellrot mit weichem und saftigem Fruchtfleisch. Weil sie leicht platzen, erntet man sie am besten am Zweig und nicht einzeln.

Geschmack: Sanddorn schmeckt intensiv fruchtig-würzig und sehr säuerlich. Sanddorn aus früher Ernte schmeckt besonders aromatisch, dafür enthalten spät geerntete Beeren mehr Vitamin C.

Herkunft: Seine ursprüngliche Heimat liegt in Nepal, doch inzwischen wächst Sanddorn wild in fast ganz Mittel- und Nordeuropa, aber auch in Klein- und Ostasien. Besonders verbreitet sind die Sträucher in Nordwest-Frankreich, England und in Kasachstan (frühere Sowjetunion), wo Sanddorn sogar gezüchtet wird.

Saison: Der erste Sanddorn wird ab Ende August reif, die Ernte der außer in Kasachstan nur wild wachsenden Beeren dauert bis etwa Anfang Oktober.

Wie gesund ist eigentlich Sanddorn?

Aus gutem Grund heißt der Sanddorn im Volksmund auch „Vitamin-C-Strauch“, denn die hübschen Beeren enthalten bis zu 1.300 mg Ascorbinsäure pro 100 g und liegen damit an der absoluten Spitze aller Obst- und Gemüsesorten.

Selbst Sanddorn mit minimalem Gehalt bringt es noch auf mindestens 200 mg Vitamin C – kein Wunder also, dass die Wildbeeren seit altersher als wirksames Naturheilmittel bei Erkältung, Grippe und zur Stärkung der Abwehrkräfte gelten!

Nicht zu verachten sind aber die beachtlichen Anteile von Kalzium, Magnesium und überdurchschnittlich viel Provitamin A in Sanddorn. Reichlich Vitamin E sowie mehrere B-Vitamine tragen außerdem dazu bei, dass Sanddorn völlig zu Recht als super gesund gilt.

Nährwerte von Sanddorn pro 100 g  
Kalorien 89
Eiweiß 1,4 g
Fett 7 g
Kohlenhydrate 3,3 g
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Sanddorn:

Einkauf: Frischer Sanddorn ist nur sehr selten zu haben, Sie müssen ihn also selbst sammeln. Allerdings gibt es eine Fülle von Produkten aus Sanddorn. Die Palette reicht von Konfitüre, Saft, Likör und Joghurt oder Quark bis hin zu Bonbons oder Gummibärchen mit Sanddorn.

Lagerung: Frischen Sanddorn sollten Sie möglichst bald verwenden. Sie können die Beeren aber auch gut einfrieren oder trocknen, um einen länger haltbaren Vorrat anzulegen.

Vorbereiten: Zupfen Sie die Beeren behutsam von den Zweigen – Sanddorn reagiert auf zu viel Druck empfindlich.  Anschließend den Sanddorn gut waschen, abtropfen lassen und je nach Rezept weiter verarbeiten (z.B. pürieren oder einfrieren).

Zubereitungstipps für Sanddorn:

Frischer Sanddorn ist perfekt für Obstsalat. Wenn Sie die Beeren mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein Sieb streichen, haben Sie eine tolle Basis für Milchmix-Getränke, Smoothies, Joghurt- und Quarkspeisen sowie für Kuchen oder Torten. Pürierter Sanddorn schmeckt aber auch super als fruchtige Soße zu Eis, Cremes, Pudding und im Müsli.

Weil Sanddorn so schön säuerlich schmeckt, passt er außerdem hervorragend zu herzhaften Gerichten und gibt vor allem Wild und Lamm das gewisse Etwas.

Wenn Sie gerne einmachen: Sanddorn eignet sich besonders gut für Marmelade und Gelee. Sie können die Beeren pur verwenden oder mit anderem Obst mischen – Äpfel, Birnen, Aprikosen oder Orangen und Mandarinen passen perfekt dazu.

Rezepte mit Sanddorn:

Rezepte mit Sanddorn finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Ich möchte nur darauf hinweisen, das es sich bei Ihrem Bild zu dem Bericht über Sanddorn nicht um Sanddorn handelt, sondern hier eindeutig Beeren des Feuerdorns abgebildet ist. Bitte nicht pflücken. Feuerdorn enthält Glycoside, welche zu Erbrechen führen können. Mit freundlichem Gruß Bettina Miedtke
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben das Bild geändert.
 
Danke für den informativen Artikel ! Leider ist auf dem Bild kein Sanddorn abgebildet und verwirrt etwas.
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