Schmorgurken: Rezepte und Wissen | EAT SMARTER
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Schmorgurken

Schmorgurken © VRD - Fotolia.com Schmorgurken © VRD - Fotolia.com

Gesehen haben Sie Schmorgurken bestimmt schon: Im Sommer bereichern sie das Gemüseangebot in jedem Supermarkt. Wer sie noch nie probiert hat, sollte das unbedingt nachholen, denn die kleine Schwester der Salatgurke schmeckt klasse.

Das sollten Sie über Schmorgurken wissen

Auf den ersten Blick sieht man Schmorgurken nicht unbedingt an, dass sie direkte Verwandte der so beliebten Salatgurke sind: Klein, dick und eher gelblich-grün, unterscheiden sie sich optisch doch ziemlich von ihren schlanken Schwestern.

Tatsächlich eignen sich Schmorgurken auch nicht zum Rohessen bzw. für Salat, denn ungegart sind sie zwar nicht schädlich, schmecken aber nicht. Gedünstet oder geschmort dagegen laufen Schmorgurken zu Höchstform auf, was ihnen auch den Namen gab. Ihre Schale ist dick, hart und unbekömmlich und muss darum immer entfernt werden. Auch die Kerne im Inneren isst man nicht mit.

Schmorgurken sind ein typisches Sommergemüse, das ausschließlich aus dem Freilandanbau kommt und bei Kennern ausgesprochen beliebt ist.

Herkunft & Geschichte: Schmorgurken stammen wie alle Gurken ursprünglich aus Ostindien, wo man sie vermutlich schon vor rund 4.000 Jahren kannte.

Im antiken Griechenland waren Gurken sogar so beliebt, dass man die Stadt Mekone bei Korinth in „Sikyon“ umbenannte, was übersetzt „Gurkenstadt“ bedeutet. Nach Mitteleuropa und schließlich auch nach Deutschland brachte Karl der Große die Gurke.

Saison: Die Erntezeit von Schmorgurken startet im Juli und dauert je nach Wetter bis Mitte oder Ende September.

Geschmack: Schmorgurken schmecken etwas kräftiger und „gemüsiger“ als Salatgurken.

Wie gesund sind eigentlich Schmorgurken?

Für Figurbewusste sind Schmorgurken das perfekte Gemüse, denn sie sind extrem arm an Fett und Kalorien. Dafür enthalten sie beachtliche Mengen an wichtigen Nährstoffen wie vor allem Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und bis zu 11 g Vitamin C.Wie Gurken allgemein sind auch Schmorgurken in der Volksmedizin seit vielen Jahrhunderten dafür bekannt, dass ihr Genuss bei Gicht, Blasenbeschwerden und zur Entwässerung einen günstigen Effekt hat.

Nährwerte von Schmorgurken pro 100 g  
Kalorien 12
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 1,8 g
Ballaststoffe 0,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Schmorgurken

Einkauf: Achten Sie bei Schmorgurken auf eine glatte und feste Schale sowie auf feste Enden. Weiche Stellen sind ein Hinweis auf Überlagerung und mangelnde Frische.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschrankes halten sich Schmorgurken problemlos bis zu 1 Woche.

Vorbereitung: Grundsätzlich isst man Schmorgurken ohne die sehr feste Schale – erster Schritt ist also das Abschneiden der Enden und das Schälen.

Anschließend halbieren Sie die Schmorgurken der Länge nach und entfernen mit einem Löffel die Kerne, die man ebenfalls nicht mittist. Übrig bleibt das pure feste Gurkenfleisch, das Sie je nach Rezept einfach ganz lassen (zum Füllen) oder in Scheiben schneiden.

Zubereitungstipps für Schmorgurken:

Wie der Name schon sagt, sind Schmorgurken perfekt zum Schmoren geeignet. Traditionelle Rezepte sind zum Beispiel ausgehöhlte Schmorgurken mit einer Hackfleischfüllung – Vegetarier nehmen stattdessen einfach gewürfelte Tomaten und evtl. Couscous. Das Ganze wird im Ofen geschmort.

Berühmtheit haben auch die Berliner Schmorgurken erlangt, die man mit Speck, Zwiebeln und Essig gart. Die Mecklenburger Version dieses Gerichts enthält traditionell Fleischbrühe statt Essig.

Ausgesprochen lecker schmecken Schmorgurken mit einer Soße aus saurer Sahne und gehacktem Dill sowie evtl. Senf als Beilage zu Fisch oder Fleisch.

Rezepte mit Schmorgurken:

Rezepte mit Schmorgurken finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Sehr guter Artikel, kompetent erklärt und genau die richtige Dosis Wissen, die ein Laie braucht!Bin begeistert....auch der Hinweis auf die rezepte.
 
Stimmt es, dass man immer zuerst das hellere Ende abschneiden sollte, sonst schmecken sie nachher bitter? Klingt bescheuert, ich weiß! Danke für die Antwort im Voraus! LG Heike
 
Super Artikel!! Auch für normalerweise "Nicht-Kocher" leicht verständlich und interessant.
 
Sehr informativ! Vielen Dank!