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Hanfsamen

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 27. Okt. 2023
© Pixabay/ sweetlouise
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Sie sind vermehrt als “Superfood” auf den Lebensmittelmarkt gerückt und liegen im Trend: Hanfsamen. Die kleinen Samen enthalten viel Eiweiß und nur wenige Kohlenhydrate - perfekt für alle Low-Carb-Fans.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Hanfsamen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Wie gesund sind eigentlich Hanfsamen?
  3. Einkaufs- und Küchentipps für Hanfsamen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  4. Zubereitungstipps für Hanfsamen
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Machen Hanfsamen high?
    2. Wofür verwendet man Hanfsamenöl?

Das sollten Sie über Hanfsamen wissen

In westlichen Ländern sind Hanfsamen eher spät auf den Lebensmittelmarkt gelangt, während die Samen für ihr Nahrungspotential in Asien, Indien oder Russland schon länger geschätzt werden. Auch für Tierfutter werden Hanfsamen gerne verwendet. Die Samen kommen außerdem seit Jahrtausenden in der traditionellen orientalischen Medizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen zum Einsatz (1).

Hanfsamen zählen eigentlich zu den Nüssen. Sie haben einen Durchmesser von etwa drei Millimetern und wachsen an der Hanfpflanze. Die getrockneten Blüten und Blätter der Hanfpflanze werden unter anderem als Tee verkauft. Andere Produkte mit Hanf wie Schokolade, Mus, Samenmischungen, Kekse oder Nudeln gibt es mittlerweile ebenfalls zu kaufen (1).

Generell ist beim Kauf von Hanfsamen außerhalb der EU Vorsicht geboten, da höhere Konzentrationen an Tetrahydrocannabinol (THC) vorhanden sein können. Diese können in manchen Fällen zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Kreislaufbeschwerden führen. Aus einer aktuellen Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) geht hervor, dass die Richtwerte für den THC-Gehalt in Proben von Hanfprodukten teilweise überschritten wurden. Bei Vielverzehrern, Schwangeren und Kindern sind daher unerwünschte Nebenwirkungen möglich (2).

Herkunft

Der Ursprung der Hanfpflanze wird in Zentralasien vermutet.  In Europa ist Frankreich heute der größte Anbauer für Hanf. 

Saison

Hanfsamen, Hanföl und weitere Produkte mit Hanf gibt es ganzjährig zu kaufen. 

Geschmack

Die kleinen braunen Hanfsamen schmecken leicht herb und würzig-nussig. 

Hier gelangen Sie zu allen Hanfsamen-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Hanfsamen?

In Hanfsamen stecken viele ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß und wenig Kohlenhydrate. Auf eine Portion von 100 Gramm enthalten sie gerade einmal 3 Gramm Kohlenhydrate, daher sind sie ideal für Low-Carb-Fans oder diejenigen geeignet, die sich ketogen ernähren. Aber auch für alle anderen können Hanfsamen im Rahmen einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung eine leckere Ergänzung sein. Zudem ist das Eiweiß der Hanfsamen im Vergleich zu anderen pflanzlichen Quellen besser für den Körper verwertbar (3)

Hanfsamen enthalten darüber hinaus, ähnlich wie Leinsamen, wertvolle Ballaststoffe, Fettsäuren, Vitamine und Mineralien und sind eine gute Nahrungsquelle. Hinweise aus Einzelberichten und der traditionellen chinesischen Medizin lassen vermuten, dass Hanfsamen gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzen. Bisher gibt es nur sehr wenige Studien, die einen einzigartigen und positiven Effekt von Hanfprodukten auf die Gesundheit beim Menschen zeigen. Insbesondere die wertvollen Ballaststoffe, Fettsäuren und der pflanzliche Eiweißanteil zeichnen Hanfsamen als gesundes Lebensmittel aus (1).

Das sind die Nährwerte von 100 Gramm geschälten Hanfsamen (4):

Nährwerte von Hanfsamen, geschält pro 100 Gramm
Kalorien 601
Kohlenhydrate 2,6 g
Ballaststoffe 4,2 g
Eiweiß 30 g
Fett 51 g

Einkaufs- und Küchentipps für Hanfsamen

Einkauf

Hanfsamen gibt es vor allem in Reformhäusern, Naturkost- oder Bioläden zu kaufen. Mittlerweile sind sie jedoch auch vereinzelt in den Regalen der Supermärkte und Discounter zu finden. Wer möchte, kann Hanföl oder Hanfsamen auch online bestellen. 

Lagerung

Hanfsamen und Hanföl sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Achten Sie beim Kauf von Hanföl auf dunkle Glasflaschen. Es bietet sich an, nur kleine Flaschen zu kaufen, um das Öl alsbald zu verbrauchen und gegebenenfalls gut verschlossen im Kühlschrank zu lagern, da es sonst schnell ranzig wird. 

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Zubereitungstipps für Hanfsamen

Hanfsamen lassen sich besonders vielseitig verwenden und sind einfach in den Speiseplan zu integrieren. Beispielsweise können die Samen in Teig- und Backwaren gegeben werden oder als Topping für Müsli, Joghurt, Salat und Suppen dienen. Auch als Zutat für ein ketogenes Porridge oder in veganen Energy-Balls machen sich Hanfsamen sehr gut. Ihr leicht süßer und nussiger Geschmack passt wunderbar in herzhafte und süße Speisen. 

Hanfsamen kann man dabei sowohl geschält als auch ungeschält verzehren. Die geschälten Samen eignen sich vor allem roh als Snack, wohingegen die ungeschälten besser vorher in Wasser quellen sollten, damit sie bekömmlicher werden. Leicht angeröstet haben sie ein noch intensiveres, nussiges Aroma. Das wertvolle Hanföl kommt besser nur für kalte Gerichte zum Einsatz und auf keinen Fall zum Braten oder Kochen. Es eignet sich mit seiner nussigen Note ideal für ein leckeres Salatdressing, Smoothies oder das Müsli. 

FAQs – die häufigsten Fragen

Machen Hanfsamen high?

Da Hanfsamen überwiegend von Pflanzen stammen, aus denen das aktive Rauschmittel Tetrahydrocannabinol (THC) weitestgehend herausgezüchtet wurde, wird man vom Verzehr von Hanfsamen nicht high. 

Wofür verwendet man Hanfsamenöl?

Das Öl der Hanfsamen enthält essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (Omega-3) sowie Linolsäure (Omega-6) in einem günstigen Verhältnis, wodurch das Öl besonders hochwertig für die Ernährung sein kann. Es ist nicht zu verwechseln mit Cannabidiol-Öl (CBD-Öl). 

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