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Schließt Käse den Magen?

Schließt Käse den Magen? Schließt Käse den Magen?

Es ist ein beliebtes Ritual: nach dem Essen ein Stück Käse. Der schließt bekannterweise den Magen. Falsch ist diese Annahme nicht. Es wird tatsächlich eine Magenöffnung geschlossen und zwar die zum Darm.

Durch das Verschließen des Übergangs vom Magen zum Darm, kann der Mageninhalt nicht in den Darm transportiert werden. Er steckt fest. So entsteht ein Sättigungsgefühl. Wir glauben, dass der Mageneingang geschlossen ist und kein weiteres Essen mehr hinein kann. Schuld an dem Vorgang sind die Fettsäuren im Käse.

Schließt Käse den Magen?

Käse besteht aus vielen freien Fettsäuren. Diese werden durch die Verdauung im Magen freigesetzt. Kommen sie mit der Darmwand in Kontakt, reagiert der Darm mit der Ausschüttung von Hormonen. Eines ist das Enterogastron. Es sagt dem Magen, dass er sich nicht weiter bewegen soll. Außerdem schließt es den Ausgang zum Darm. So werden die Magenentleerung und somit auch die nächsten Verdauungsschritte verzögert. Sensoren melden dem Gehirn den vollen Magen. Dessen Reaktion? Es sagt uns: "Stopp! Du bist jetzt satt. Nicht weiter essen. Es ist kein Platz im Magen." Übrigens: der Ursprung dieser Behauptung liegt im antiken Rom. Der Schriftsteller Plinius verfasste eine Abhandlung über Käse, in welcher der Käse sogar selbst zu Wort kam: "Ist der Leib in guter Ruh, schließe ich [...] den Magen zu." Mehr zum Thema:
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