Das hat im September Saison | EAT SMARTER
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Birne, Holunderbeere & Co.

Das hat im September Saison

Fruchtig, lecker, saisonal! Fruchtig, lecker, saisonal!

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende und das macht sich auch bei dem Obst und Gemüse, welches im September Saison hat, bemerkbar. EAT SMARTER stellt drei Obst-und zwei Gemüsesorten vor.

Das hat im September Saison: Birnen

Obwohl sie so hinreißend süß schmecken, dürfen Birnen auch von Figurbewussten vernascht werden: Es gibt zwar kalorienärmere Obstsorten, aber dafür bringt es die Birne auf nicht mal ein halbes Gramm Fett pro 100 g. Weitere Pluspunkte neben Ballaststoffen und Kalium: Die Birne gehört zu den besonders leicht verdaulichen und darum ausgesprochen magenfreundlichen Obstarten, die auch Babys und Kranke bestens vertragen. 
Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Birnen eine glatte und unbeschädigte Schale haben! Die sogenannte „Berostung“ (braune, raue Flecken um den Stielansatz herum) ist allerdings kein Problem. Wenn Sie Birnen roh oder im Obstsalat essen möchten, nehmen Sie am besten eine der Tafelbirnensorten und greifen vorzugsweise zu reifen Exemplaren. Wollen Sie die Birnen hingegen kochen, eignen sich am besten kleine und nicht ganz reife Birnen, die auch beim Erhitzen ihre Form behalten.
Mit Birnen lässt sich einiges mehr anstellen als sie einfach nur so zu essen. Je nach Sorte und Reife eignet sich das leckere Kernobst auch hervorragend für alle möglichen kulinarischen Kreationen: Süße Birnen passen perfekt in Obstsalate und zu Desserts, aber ebenso zu pikantem Käse und in einen herzhaften Salat. Aus reifen und weichen Birnen können Sie prima einen Smoothie mixen oder einen Babybrei zaubern. In Frankreich liebt man sie außerdem mit Baiser überbacken und als „Birne Helene“ mit Schokoladensoße. Birnen machen sich aber auch wunderbar als Belag für eine Tarte oder Kuchen und Torten.

Das hat im September Saison: Holunderbeeren

Die Zeit für Holunderbeeren beginnt im September und dauert rund einen Monat. Für die meisten sind Holunderbeeren mit ihrem sehr herben, bitteren Geschmack gewöhnungsbedürftig – um sie genießbar zu machen, geht es nicht ohne eine mehr oder weniger große Portion Zucker.
Schon Hippokrates soll Holunderbeeren als Heilmittel genutzt haben, und auch Hildegard von Bingen hatte sie in ihrer Hausapotheke. Die je nach Region auch Fliederbeeren genannten schwarzblauen Früchte haben sich besonders als wirksames Hausmittel gegen Erkältung und Grippe bewährt, denn der Saft aus Holunderbeeren wirkt schweißtreibend und fiebersenkend.

Das hat im September Saison: Preiselbeeren

Die Preiselbeere ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heidelbeere und hat mit der Cranberry einen amerikanischen Verwandten. Wie nach allen ballaststoffreichen Mahlzeiten rumpelt es auch nach einer großen Portion von Preiselbeeren oder Cranberrys ein bisschen im Bauch: Preiselbeeren und Cranberrys sind leicht blähend und etwas abführend. Die manchmal in Fertigprodukten als Konservierungsstoff verwendete Benzoesäure kommt in einigen Früchten natürlicherweise vor – in Preiselbeeren ist sie ganz besonders reichlich enthalten. Sie löst bei einer kleinen Gruppe von empfindlichen Menschen Hautreizungen mit Quaddeln und Juckreiz aus. Doch in Maßen und vor allem in leckeren Gerichten schmecken Preiselbeeren hervorragend. Unsere Preiselbeeren-Rezepte finden Sie hier.

Das hat im September Saison: Fenchel

Schon im Altertum kannten Griechen und Römer den Fenchel vor allem als Heilpflanze. Der römische Gelehrte Plinius, der von 23 bis 79 n. Chr. lebte, lobte die Wirksamkeit von Fenchel bei nicht weniger als 22 verschiedenen Leiden. Speziell die in Fenchel enthaltenen ätherischen Öle (Anethol, Fenchon und Menthol) wirken wohltuend, vor allem auf Magen und Darm, aber ebenso bei Erkrankungen der Bronchien und Erkältungen. In Deutschland entdeckten Benediktiner Mönche im 9. Jahrhundert den Fenchel ebenfalls als Heilmittel: Sie gaben ihren Patienten Fenchel mit Wein und Ziegenmilch zu trinken, um Lungen-, Blasen- und Nierenleiden zu heilen. Viele Frauen schwören übrigens auch darauf, dass Fenchel bei Menstruationsbeschwerden krampflösend wirke.

Doch auch wer rundum fit ist und bleiben will, profitiert auf jeden Fall von Fenchel. Denn die Knollen liefern beachtliche Mengen an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen; hinzu kommen mehrere B-Vitamine sowie Provitamin A und Vitamin E. Mit rund 31 mg Vitamin C liegt Fenchel ebenfalls ziemlich gut im Rennen. Weitere Pluspunkte: Fenchel enthält fast kein Fett, dafür aber reichlich Ballaststoffe und relativ hohe Mengen pflanzliches Protein.

Frischen Fenchel erkennen Sie an der makellos weißen Farbe der Knolle, die keine Druckstellen oder Verfärbungen haben sollte! Ein besonders gutes Zeichen ist außerdem das noch vorhandene, frisch wirkende Fenchelgrün. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gemüsesorten nimmt Fenchel eine längere Lagerzeit nicht übel. Bis zu zwei Wochen können Sie ihn – in Frischhaltefolie verpackt – im Kühlschrank problemlos aufbewahren.

Das hat im September Saison: Radicchio

Nomen est omen: Seinen Zweitnamen „Roter Chicorée“ trägt der Radicchio aus gutem Grund. Denn abgesehen von einer sehr engen botanischen Verwandtschaft ähneln sich auch die Anbaumethoden; und im Geschmack gibt es ebenfalls Parallelen. Im Aussehen unterscheiden sich die beiden Salatgemüse allerdings: Radicchio hat im Gegensatz zum Chicorée eine runde und etwa faustgroße Form, längliche bis runde Außenblätter und ein kompaktes Herz. Die äußeren Blätter werden bereits auf dem Feld entfernt; auf den Markt kommen nur die fest geschlossenen Innenköpfe.

In Radicchio steckt reichlich von dem Bitterstoff Intybin, der auf die Blutgefäße und die Verdauung günstig wirkt und die Produktion von Gallensäften anregt. Früher nahm man Radicchio daher auch als Haus- und Naturheilmittel für einen gestressten Magen und Darm. Das geschmackvolle Gemüse macht übrigens in jeder Hinsicht eine gute Figur: Radicchio enthält praktisch kein Fett und entsprechend wenige Kalorien, dafür aber umso reichlicher wichtige Ballast- und Mineralstoffe. Mit rund 28 mg Vitamin C pro 100 g kann Radicchio außerdem dazu beitragen, dass unsere Abwehrkräfte in Schwung bleiben.

Der bittere Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Das Meiste der Bitterstoffe sitzt  außer im harten Strunk vor allem in den Blattrippen – wer es also etwas milder wünscht, schneidet sie einfach heraus. Profiköche lagern Radicchio außerdem kurz in lauwarmem Wasser zwischen, um ihn milder zu machen.

 

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