00
Kommentare (1) E-Mail Drucken

Das Gemüse ist wieder in

Die Mangold-Saison startet

Mangold: grün und gesund Mangold: grün und gesund

Bis zum 18. Jahrhundert stand Mangold hoch im Kurs. Doch dann bahnte sich Spinat den Weg auf unsere Teller und Mangold war lange Zeit abgeschrieben – bis jetzt! Das würzige Gemüse mit den grünen Blättern ist zurück!

Das Praktische: Die Mangold-Saison beginnt gerade. Schon ab März kann man den ersten Mangold auf Märkten oder in gutsortierten Supermärkten kaufen. Von Juni bis September hat er Hochsaison. In Deutschland wird Mangold in sehr geringen Mengen angebaut. Hauptsächlich kommt er aus Spanien, Frankreich oder Italien zu uns. Optisch ähnelt Mangold zwar Spinat, allerdings schmeckt das Gemüse weitaus aromatischer und würziger als sein grüner Freund.

Mangold schneiden

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Sorten Mangold. Der sogenannte Schnitt-und Blattmangold hat eher schmale Stiele und große breite Blätter. Stielmangold hat hingegen schmale Blätter und besonders fleischige Stiele. Bei diesem Mangold müssen die Stiele von unten her geschält werden, da sie sehr faserig sind. Im Video sehen Sie eine tolle Erklärung, wie Mangold richtig geschnitten wird.

Mangold zubereiten

Gegart werden die Mangold-Stiele entweder im Ganzen, ähnlich wie Spargel, oder sie werden vorher in kleine Stücke geschnitten. Das verkürzt die Garzeit. Die Mangold-Blätter werden ebenfalls gekocht oder blanchiert. Wie bei diesem leckeren Rezept. Allerdings schmeckt Mangold gedünstet am besten. Doch Achtung! Beim Dünsten gibt es etwas Wichtiges zu beachten: Gedünsteter Mangold darf nicht warmgestellt werden. Da Mangold oft Nitrat enthält, kann sich dieses beim Warmstellen in Nitrit umwandeln. Dieses ist gesundheitsschädlich. Mangold deshalb nach der Zubereitung am Besten immer gleich servieren.

Im Übrigen können Sie Mangold generell wie Blattspinat verwenden. Die Blätter schmecken zum Beispiel pur oder mit Parmesankäse, gehackten Pinienkernen oder auf orientalische Art mit Rosinen aufgepeppt toll als Beilage zu Fisch, Fleisch und Geflügel oder Eiern. Außerdem eignen sich die großen, festen Blätter von Schnitt- bzw. Blattmangold ideal zum Füllen. Probieren Sie doch mal eine leichte Variante der Kohlroulade daraus: Mangoldblätter mit einer Masse aus Geflügelhack, Ei, Paniermehl, Kräutern und Gewürzen füllen und in Tomatensauce etwa 20 Minuten schmoren.

Mangold: Aufbewahrung

Wie für alle Gemüsesorten, gilt auch für Mangold: möglichst frisch einkaufen und zubereiten. Doch es gibt einen Trick, wie sich das Gemüse etwas länger hält, sollte es nicht gleich verbraucht werden. Genau wie Spargel kann man Mangold in ein feuchtes Tuch wickeln und anschließend in den Kühlschrank legen. So bleibt er länger frisch.

Mangold ist gesund

Mangold ist nicht nur „in“, das Gemüse ist auch noch gesund. Denn Mangold wird nachgesagt, er sei eine wirksame Naturheilpflanze und wirkt besonders günstig bei Nervosität und Unruhe. Auch bei Darmträgheit kann er helfen. Außerdem hat Mangold einen hohen Gehalt an Mineralstoffen (vor allem Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium) und Vitamin A.

Mangold: Gut zu wissen

Menschen, die Oxalsäure nicht gut vertragen, essen Mangoldblätter besser nur gelegentlich. Darin steckt zwar weniger Oxalsäure als in Spinat, vor allem sehr große Blätter können es doch auf beachtliche Mengen bringen, die dann Beschwerden verursachen. 

Natürlich haben wir auch jede Menge leckere Rezepte mit Mangold. Probieren Sie zum Beispiel: Spaghetti mit Mangold in Pilz-Rahm-Sauce; Überbackener Mangold mit Tomaten und Ziegenkäse, Gebratener Seelachs auf Mangold-Curry . Alle Mangold-Rezepte finden Sie hier.

(chil)

 

Ihre Meinung
Ähnliche Artikel
Schreiben Sie einen Kommentar
Bisherige Kommentare
 
Ich freue mich schon auf das Frühjahr, wenn ich meinen Mangold im Topf auf der Terrasse stehen hab und ihn bei Bedarf frischer als frisch abschneiden und verwenden kann. Das war schon im letzten Jahr mein Favorit.