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Cranberries

Frische Cranberries enthalten besonders viel Vitamin A Frische Cranberries enthalten besonders viel Vitamin A

In Amerika haben Cranberries ungefähr den Stellenwert wie bei uns Äpfel: Fast nichts geht ohne sie. Aber auch hierzulande kommen immer mehr gesundheitsbewusste Genießer auf den Geschmack.

Das sollten Sie über Cranberries wissen

Sie sehen aus wie XXL-Preiselbeeren, und tatsächlich sind Cranberries mit Preisebeeren auch verwandt – beide gehören zu den Heidekrautgewächsen. Trotzdem sind Cranberries eine eigene Sorte, die durch ihre etwa dreifache Größe im Vergleich eine ganze Menge mehr Fruchtfleisch zu bieten hat. Den Namen bekam die Cranberry übrigens wegen ihrer Blütenform verpasst: Sie ähnelt dem Kopf eines Kranichs, der auf englisch „Crane“ heißt.

Herkunft & Geschichte: Schon die amerikanischen Ureinwohner hielten sich mit Cranberries fit, und auch die ersten europäischen Siedler sammelten bereits um 1600 die wilden Beeren gern. Heute kommen Cranberries noch immer überwiegend aus den USA, inzwischen allerdings von riesigen Plantagen statt aus dem Wald.

Geschmack: Rohe Cranberries schmecken extrem sauer und sind eher ungenießbar. Wenn man sie trocknet, haben sie immer noch eine angenehm herbe Note, werden aber dabei doch erheblich süßer und schmecken dann dann auch pur sehr gut.

Saison: Cranberries gehören zu den typischen Herbstbeeren. Ihre Saison startet im September und dauert bis Anfang November.

Wie gesund sind eigentlich Cranberries?

Cranberries stehen in dem Ruf, super gegen Blasenentzündung zu helfen. Tatsächlich hatten in den letzten Jahren auch mehrere Studien diesen heilsamen Effekt speziell für Cranberriesaft bestätigt. Inzwischen scheinen sie aber widerlegt zu sein – jedenfalls ergab die letzte Studie zum Thema „Cranberries als Medizin bei Blaseninfekten“, dass die Wirkung doch nicht nachgewiesen werden kann.

Die Experten streiten sich also darüber, ob Cranberries nun bei Harnwegsinfekten helfen oder nicht, aber fest steht auf jeden Fall: Cranberries enthalten hohe Mengen an wertvollen Pflanzenstoffen wie vor allem Polyphenole und Anthocyane, die antibakteriell bzw. antioxidativ wirken. Anthocyane sind besonders günstig für den Zellschutz gegen freie Radikale und außerdem für gesunde Gefäße sowie für Herz und Kreislauf ganz allgemein.

Auch sonst haben die dunkelroten Beeren einiges zu bieten: Frische Cranberries enthalten mit ca. 13 g pro 100 g relativ viel Vitamin C plus beachtliche Mengen an Vitamin A; getrocknete Cranberries punkten vor allem mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen.

Kann man Cranberries roh essen?

Trotz des hohen Vitamingehalts sollten Sie Cranberries nur in Maßen roh verzehren, da diese in größeren Mengen zu Blähungen und Verstopfung führen können. Vorsicht gilt auch beim Zusammenspiel von Medikamenten und rohen Cranberries. Denn diese können die Resorption von medizinischen Wirkstoffen, die über die Darmschleimhaut aufgenommen werden, beeinträchtigen.

Nährwerte von Cranberries pro 100 Gramm    
  frisch getrocknet
Kalorien 46 308
Eiweiß 0,4 g 0,1 g
Fett 0,1 g 1,4 g
Kohlenhydrate 12 g 82 g
Ballaststoffe 4,6 g 5,7 g

Cranberries – gut zu wissen:

Wenn Sie einen sogenannten selektiven Serotoninaufnahmehemmer (SSRI) wie Fluoxetin, Paroxetin, Citralopram, Escitralopram oder Sertralin einnehmen, sollten Sie Cranberries eher selten naschen. Neue Forschungen weisen nämlich darauf hin, dass darin ein Stoff steckt, der zur Bildung einer ungewöhnlich hohen Menge an Tryptophan im Darm führt. Das ist an sich zwar positiv, zusammen mit den SSRI kann die Dosis allerdings zu hoch werden.

Einkaufs- und Küchentipps für Cranberries

Einkauf: Im Herbst finden Sie mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt frische Cranberries. Gute Qualität erkennen Sie an einer prallen Haut ohne Runzeln und Flecken. Die Amerikaner machen im Zweifelsfall auch gern den sogenannten Bouncing-Test. Dafür lassen Sie die Cranberry aus etwa 20 cm Höhe auf eine Tisch- oder Arbeitsfläche fallen – springt sie dabei gleich wieder hoch wie ein Gummiball, stimmen Qualität und Frische garantiert!

Lagerung: Frische Cranberries können Sie 2-3 Monate im Kühlschrank aufbewahren. Einfach in einen Frischhaltebeutel geben oder in der mit Belüftungslöchern versehenen Originalverpackung lassen! Sie können frische Cranberries aber auch sehr gut einfrieren. Bei minus 18 Grad bleiben sie gut 1 Jahr haltbar. Getrocknete Cranberries halten sich fast unbegrenzt, wenn man sie in der Originalverpackung oder in einem fest verschließbaren Gefäß aufbewahrt.

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Vorbereitung von Cranberries:

Der Umgang mit frischen Cranberries ist ganz unkompliziert: Einfach gründlich waschen und gut abtropfen lassen – das war´s schon.

EAT SMARTER-Tipp für Cranberries:

Wenn Sie außerhalb der Saison keine frischen Cranberries bekommen, können Sie übrigens auch problemlos stattdessen getrocknete verwenden. Weichen Sie dafür die Cranberries für etwa 3-4 Stunden (oder länger) in Fruchtsaft ein. Sie saugen sich dabei langsam mit der Flüssigkeit voll und schmecken anschließend fast wie frische Cranberries, nur süßer.

Zubereitungstipps für Cranberries:

Bei Cranberries gilt als Faustregel: Frische Beeren eignen sich wegen ihrer herben Säure perfekt für die herzhafte Küche, die getrockneten passen besonders gut zu Desserts, Müsli und Gebäck. Viele nehmen diese Variante aber auch gern für Gerichte wie unseren Sauerbraten vom Hähnchen, bei denen ein geschmacklicher Mix aus süß und sauer erwünscht ist.

In den USA gehört die Sauce aus Cranberries zum Thanksgiving-Truthahn wie bei uns der Rotkohl zur Gans. Die süß-säuerliche dunkelrote Sauce passt aber auch toll zu anderem Geflügel wie zum Beispiel zu Fasan oder zu Rindfleisch und Wild.

Rezepte mit Cranberries:

Rezepte mit Cranberries finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Das ist interessant: bei den getrockneten Cranberries sind Kalorien und Kohlenhydrate ca. 6-7 mal so hoch als bei den frischen - na klar, wird jeder sagen, das Wasser ist jetzt reduziert. Aber warum wird das Fett 14x so viel, die Balaststoffe aber nur um 1,2x so viel? Und warum sinkt sogar der Eiweißgehalt? Das muss eine sehr "schonende" Behandlung sein, das Trocknen, wenn das enthaltene Protein zerlegt wird. Und dann werden die leicht säuerliche Cranberries ja wohl sicher nicht mit Zuckersirup behandelt, oder gar mit Sonnenblumenöl besprüht (~1%)? Oder ist das die Erkärung für die wundersame Kalorienvermehrung? Sonst müssten nämlich die Trockenfrüchte auf ca. 8 bis 13% ihres Frischvolumens geschrumpft werden müssen, und jeder der bereits einmal getrocknete Cranberries gesehen hat kann erkennen dass das nicht stimmt.