Kaninchenfleisch | EAT SMARTER
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Kaninchenfleisch

Feiert sein Comeback – das Kaninchenfleisch Feiert sein Comeback – das Kaninchenfleisch

Was man über Kaninchenfleisch wissen sollte und warum Kaninchenfleisch so gesund ist.

In den letzten 70 Jahren kam das feine weiße Kaninchenfleisch hierzulande kaum noch auf den Tisch. Erst mit dem Trend zur mediterranen Küche hatte auch das Kaninchenfleisch sein verdientes Comeback und wird seither immer beliebter.

Das sollten Sie über Kaninchenfleisch wissen:

Noch bei unseren Großeltern galt Kaninchenfleisch als Delikatesse, ganz besonders, wenn es „echt“ war: Wildes Kaninchen hat ein besonders aromatisch-würziges Fleisch, ist aber immer seltener im Angebot. Das Gros der Kaninchen kommt am Mittelmeer wie bei uns nur noch selten von der freien Wildbahn, sondern überwiegend aus der Zucht. Solche Hauskaninchen unterscheiden sich von der wilden Variante vor allem dadurch, dass ihr Fleisch eine sehr viel hellere Farbe und einen sehr dezenten Geschmack hat. Beliebt ist es dennoch, nicht zuletzt, weil es so schön mager und dabei zart ist. Mit der Fülle an fleischlichen Genüssen, die ab Beginn der 50iger Jahre zur Wahl standen, geriet das Kaninchenfleisch zunehmend in Vergessenheit. Wieder entdeckt wurde es erst in den letzten Jahren, nachdem Fans der mediterranen Küche es in Spanien, Italien, Griechenland oder Frankreich geschmort, gegrillt oder gebraten gekostet hatten.

Geschmack: Geschmacklich erinnert das Kaninchenfleisch mehr an Huhn als an Hase. Wildkaninchen schmecken intensiver und würziger.

Saison: Frisches Kaninchenfleisch bekommt man beim Fachhändler das ganze Jahr über. Kaninchen in Teilstücken wird auch häufig tiefgekühlt angeboten.

Wie gesund ist eigentlich Kaninchenfleisch?

Für alle, die gern gut und dabei fettarm genießen, ist Kaninchenfleisch buchstäblich ein „gefundenes Fressen“, denn es enthält weniger Kalorien als Hähnchenfleisch oder Putenfleisch, ist aber ebenso reich an Proteinen und B-Vitaminen. Beim Eisen übertrifft Kaninchenfleisch die geflügelte Konkurrenz mit 3,5 g pro 100 g sogar um fast das Doppelte. Auch sein Gehalt an muskel- und nervenstärkendem Magnesium (29 mg) kann sich durchaus sehen lassen.

Nährwerte von Kaninchenfleisch pro 100 Gramm
(Im Durchschnitt)
 
Kalorien 152
Eiweiß 21 g
Fett 7,6 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kaninchenfleisch

Einkauf: Kaninchenfleisch gibt es im Geflügel- und Wildhandel im Ganzen zu etwa 1,5 kg pro Stück zu kaufen. Man bekommt aber auch Teilstücke wie zum Beispiel Keulen oder Rücken. Als feinstes und teuerstes Stück vom Kaninchen gilt der ausgelöste Rücken, das Filet. Gute Qualität erkennen Sie an der fast weißen bis zartrosa Farbe des Fleischs. Das Kaninchenfleisch sollte trocken und ohne Flecken sein und angenehm duften.

Lagerung: Frisches Kaninchenfleisch schmeckt am besten, wenn Sie es gleich verbrauchen. Zum Aufbewahren aus der Verpackung nehmen, eventuell trocken tupfen und in eine Schüssel legen. Locker mit Folie abdecken und im Kühlschrank 1-2 Tage lagern.

Vorbereitung: Lassen Sie sich auch ganze Kaninchen gleich beim Händler in 10-12 Teilstücke hacken, dann bleibt es beim Anbraten und Schmoren saftiger. Zuhause brauchen Sie es dann vor dem Zubereiten nur noch abzuspülen und trocken zu tupfen.

Zubereitungstipps für Kaninchenfleisch:

Wer Kaninchenfleisch mag, liebt es vor allem geschmort, denn bei dieser Zubereitungsmethode bleibt das magere Fleisch schön saftig. Am besten schmeckt Kaninchen, wenn man es nach mediterraner Art – zum Beispiel mit Gemüse und Zitrone geschmort -  oder nach arabischer Methode mit einer köstlichen Gewürzkruste kredenzt.

Aus dem zarten Kaninchenrückenfilet lassen sich raffinierte und kalorienarme Spieße mit Rosmarin oder Spieße mit Kürbiskernpesto zaubern. Wie einfach das geht, zeigt Ihnen Starköchin Cornelia Poletto hier in unserem Kochschul-Video.

Sie können die Filets aber auch schlicht in etwas Olivenöl anbraten, mit Speck umwickeln und im Backofen braten – den Speck nach dem Garen einfach wegwerfen. Dazu passt ein bunter Salat und ein Stück Baguette oder Ciabatta – fertig ist eine kleine, feine und figurfreundliche Mahlzeit! Lassen Sie sich von unseren Rezepten mit Kaninchenfleisch inspirieren!

Rezepte mit Kaninchenfleisch:

Rezepte mit Kaninchenfleisch finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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Kaninchen essen? Tiere, die von Kindern, Familien geliebt werden? Kaninchen sind sehr reinliche Tiere, die sich den ganzen Tag ständig putzen, um ihr Fell zu pflegen. Sie entfernen dabei Verfilzungen oder verknotetes, verschmutztes Fell. Sie putzen aber nicht nur sich selbst, sondern auch die Partnertiere. Dies pflegt ihre sozialen Kontakte und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Kaninchen putzen sich gegenseitig als Zeichen von Zuneigung und um ihre Gruppen- bzw. Familienzugehörigkeit zu festigen. Auch dem Menschen gegenüber wollen sie damit ihre Zuneigung ausdrücken und nehmen ihn damit in ihre Gruppe /Familie auf. Das Ablecken der Hände des Menschen ist bei allein lebenden Kaninchen allerdings auch ein Zeichen von Einsamkeit. Karnismus bezeichnet das unsichtbare Glaubenssystem, das Menschen darauf konditioniert, bestimmte Tierarten zu essen. Das Projekt Karnismus erkennen hat sich zum Ziel gesetzt, im deutschsprachigen Raum Bewusstsein für Karnismus zu wecken und Menschen dabei zu unterstützen, ihre Entscheidungsfreiheit in Bezug auf den Verzehr von tierischen Produkten zurückzuerlangen. Bitte informieren.
 
Guter Artikel, bis auf den Vorschlag "den Speck nach dem Garen einfach wegwerfen". Sorry, aber gerade Fleisch sollte man doch bitteschön nicht wegwerfen. Schließlich hat ein Tier sein Leben lassen müssen, damit wir Fleisch essen können. Mitessen wäre doch eine Variante, oder??? Und wer Angst vor den Kalorien im Speck hat, gibt ihn einfach jemand Anderem in der Runde, der da entspannter ist.
 
Der Artikel war informativ. Vermißt habe ich einen Hinweis auf die Haltung und Aufzucht der Kaninchen. Ähnlich wie bei Hühnern handelt es sich häufig um Massentierhaltung, sowohl problematisch wegen des Tierschutzes als auch der Krankheitsanfälligkeit bzw. Medikamente oder "Zusatzstoffen", die erforderlich sind. Gibt es Alternativen ? MfG, Hilde
 
Ja, selber welche im Garten halten. Statt "Unkraut" jäten oder spritzen: Löwenzahn, Spitzwegerich,Bärenklau und viele andere sind Futter und Medizin für die Tiere. Bestes Fleisch wird dann sogar noch günstig. LG Klaudie