Pastrami - Was ist das? | EAT SMARTER
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Pastrami

Klingt irgendwie italienisch, kommt aber ganz woanders her: Pastrami ist in den USA längst Kult und jetzt auch bei uns im Kommen. Warum alle scharf drauf sind und was sich hinter dem liebsten Sandwichbelag der Amerikaner verbirgt? Lesen Sie selbst!

Das sollten Sie über Pastrami wissen

Belegtes dunkles Brot mit Pastrami

Wer schon einmal in New York war, weiß Bescheid – die meisten anderen müssen raten, was Pastrami ist. Und wer dabei auf eine Art Salami tippt, hätte bei Günther Jauch schon verloren. Denn hinter dem Namen „Pastrami“ steckt weder eine Hartwurst noch etwas Italienisches, auch wenn es so klingt. Vielmehr handelt es sich um eine in den USA längst legendäre Delikatesse: Super zartes und würziges Rindfleisch, das nacheinander gepökelt, geräuchert und gekocht wird, um dann hauchdünn geschnitten zwischen Sandwichscheiben zu wandern.  

Die ziemlich aufwendige Prozedur, die für Pastrami Pflicht ist, wäre im Zeitalter der ausgefeilten Kühltechnik an sich nicht mehr nötig. Aber weil Pastrami nun mal köstlich schmeckt, bereitet man es heute noch so zu, als gäbe es keine Kühlschränke. 

Natürlich gibt es für den Leckerbissen unterschiedliche Rezepte. In „Big Apple“ schätzt man z.B. besonders die „New York Style“-Variante mit scharfer Pfeffer- und Korianderwürzung; andernorts bevorzugt man oft eher eine mildere Version namens „American Style Version“. 

Was Pastrami so begehrenswert macht, ist relativ leicht erklärt: Zum einen kommt dafür nur Rindfleisch bester Qualität in Frage (Tafelspitz, Schulter oder Brust). Und zum anderen sorgen das Pökeln und anschließende Räuchern für einen ganz besonderen Geschmack, während das Kochen bei niedriger Temperatur dem Fleisch zusätzlich Zartheit gibt.
  
Herkunft & Geschichte: Auch wenn Pastrami längst als typisch amerikanisch gilt – eine US-Kreation ist der vielleicht zarteste Brotbelag aller Zeiten trotzdem nicht. Tatsächlich handelt es sich bei Pastrami um ein kulinarisches Mitbringsel aus der Alten Welt: Jüdische Einwanderer hatten im 19. Jahrhundert das Rezept im Gepäck. Ursprünglich stammt es aus Rumänien, wo „Pastra“ so viel wie „konservieren“ heißt, und wo man Pastrami erfunden hat, um Fleisch möglichst lange haltbar zu machen.

Wie gesund ist eigentlich Pastrami?

Okay, Fleisch im Übermaß gilt zu Recht als weniger gesund. Gegen ein paar hauchdünne Scheiben Pastrami ab und zu lässt sich aber kaum etwas einwenden. 

Figurbewusste dürfen sich Pastrami ohne Reue gönnen, denn sein Fettgehalt liegt erfreulich niedrig, und der Low-Carb-Faktor stimmt ebenfalls. 

Dafür kann Pastrami umso mehr mit reichlich Proteinen sowie mit B-Vitaminen glänzen. 

Nährwerte von Pastrami pro 100 Gramm  
Kalorien 115
Eiweiß 23 g
Fett 2,5 g
Kohlenhydrate 0,0 g
Ballaststoffe 1,9 g


Einkaufs- und Küchentipps für Pastrami

Einkauf: Wenn Sie nicht gerade in den USA einkaufen gehen, kann es ein bisschen knifflig sein, Pastrami aufzutreiben. Aber zumindest in der Stadt haben Sie an der Fleisch- und Wursttheke gut sortierter Supermärkte in der Regel Finderglück.

Es gibt aber auch Internetanbieter, bei denen Sie Pastrami bestellen und sich liefern lassen können.

Lagerung: Da Pastrami von Haus dafür gedacht ist, auch ohne Kühlung lange haltbar zu bleiben, ist das Lagern kein Problem. In den Kühlschrank sollten Sie Pastrami dennoch legen, es allerdings etwa eine Stunde vor dem Essen wieder herausnehmen.

Vorbereiten: Damit Pastrami wirklich ein voller Genuss wird, muss (!) es so dünn wie irgend möglich geschnitten werden. Im Supermarkt oder Feinkostladen erledigt das der Verkäufer.

Falls Sie Pastrami am Stück – z.B. aus dem Internet – kaufen, wäre eine Aufschnittmaschine die perfekte Lösung. Wer keine besitzt, sollte auf jeden Fall ein Messer mit langer und vor allem wirklich scharfer Klinge haben.

Zubereitungstipps für Pastrami

Ob Sandwichs, Baguette, für Bagel-Rezepte oder Brötchen: Pastrami passt natürlich auf jeden Fall perfekt dazu. Das hauchdünn geschnittene Fleisch ist aber auch ein tolles Topping für knackige Salate.

Manche mögen Pastrami als Pizzabelag – dann aber wie bei Parmaschinken das Fleisch erst nach dem Backen darauf anrichten. 


Rezepte mit Pastrami

Rezepte mit Pastrami finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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