Pottasche für das Backen | EAT SMARTER
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Pottasche

Wichtig für die Weihnachtsbäckerei: Pottasche Wichtig für die Weihnachtsbäckerei: Pottasche

Klingt altmodisch und irgendwie geheimnisvoll? Stimmt, Pottasche hatte schon vor Jahrhunderten einen festen Platz in der Weihnachtsbäckerei. Ihr Geheimnis ist allerdings ganz einfach zu erklären – hier verraten wir, worin es besteht.

Das sollten Sie über Pottasche wissen

Normalerweise mögen wir ja möglichst wenig Chemie im Essen. Also zuckt erst mal zusammen, wer erfährt, dass es sich bei Pottasche um nichts anderes als um Kaliumcarbonat handelt – eine chemische Verbindung aus den Kaliumsalzen von Kohlensäure. Klingt fies, ist es aber nicht. Schon unsere Uralt-Vorfahren verwendeten Pottasche. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Pottasche muss in bestimmten Fällen einfach sein, denn sie hat als Backtriebmittel eine ganz spezielle Wirkung. Ähnlich wie Hefe und Sauerteig sorgt Pottasche dafür, dass auch sehr schwere Teige (wie zum Beispiel Lebkuchen- oder Brotteig) aufgeht. Aber anders als die beiden anderen treibt sie den Teig nicht in die Höhe, sondern eher in die Breite. Der Grund ist die für Pottasche charakteristische Eigenart, Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen und einen Teig durch Säure aufzulockern. Das ist vor allem bei Lebkuchen, Honigkuchen und Weihnachtsplätzchen eine höchst erwünschte Wirkung, und genau da kommt das feine weiße Pulver auch seit Jahrhunderten zum Einsatz.

Geschichte: Früher gewann man Kaliumcarbonat dadurch, dass man die Salze aus Holzasche mit Wasser löste und danach in Töpfen (Pötten) zu Pulver eindampfte – daher der Name Pottasche.

Geschmack: Pottasche ist in Geruch und Geschmack neutral.

Wie gesund ist eigentlich Pottasche?

Pottasche setzt man in der Homöopathie in Form von sogenannten Globuli bei Beschwerden wie Atemnot, Herzschwäche und Schwellungen ein. Als Backzutat hat das weiße Pulver keine bekannten gesundheitlichen Vor- oder Nachteile. Übrigens: Pottasche ist kalorien- und fettfrei.

Einkaufs- und Küchentipps für Pottasche

Einkauf: In der Advents- und Weihnachtszeit kann man Pottasche oft auf Weihnachtsmärkten, aber auch in den Gewürzregalen der Supermärkte finden. In Apotheken bekommt man sie das ganze Jahr über.

Lagerung: In der verschlossenen Packung hält sich Pottasche sehr lange bzw. kann auf jeden Fall bis einige Zeit nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verwendet werden.

Vorbereitung: Für eine optimale Triebwirkung löst man Pottasche – ähnlich wie Speisestärke – in etwas Wasser, Milch oder Sahne auf, bevor man sie zum Teig gibt.

Zubereitungstipps für Pottasche

Klassischerweise verwendet man Pottasche bei der Herstellung von traditionsreichem Weihnachtsgebäck wie Pfefferkuchen, Honigkuchen und die „Bausteine“ für ein Lebkuchenhaus. Sie können das Backtriebmittel aber auch für andere Plätzchenteige verwenden oder statt Backpulver für Kuchen und Tortenböden nehmen, die locker, aber flach bleiben sollen. Achtung: Da Pottasche den Teig in die Breite gehen lässt, sollten Sie beim Backen genug Platz zwischen den Lebkuchen oder Plätzchen lassen und auch auf einen großzügigen Abstand zum Backblechrand achten.

Rezepte mit Pottasche:

Rezepte mit Pottasche finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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