Gesünder naschen: Tipps & Tricks | EAT SMARTER
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Kinderernährung

Gesünder naschen: Tipps & Tricks

Kinder und Süßigkeiten

Brauchen Kinder Süßigkeiten? Jein. Der Körper benötigt sie nicht, die Seele manchmal schon - Süßes macht Kids einfach Spaß und gibt Genuss, und den sollten wir ihnen auf nicht nehmen. Dass die süße Lust in gesunden Grenzen bleibt, dafür können Eltern aber durchaus sorgen. Smarter naschen: Wir verraten Ihnen, wie das geht.

Selbst die strengsten Ernährungs-Experten wissen: Süßes ist aus dem Leben von Kindern nicht wegzudenken. Und sogar übergewichtigen Kids sollte man das Naschen nicht verbieten, meint auch EAT SMARTER-Expertin Dr. Christiane Petersen, Ärztin und Expertin für Übergewicht und Ernährung von Kindern und Jugendlichen in Hamburg: „Zu Kindergeburtstagen oder zu besonderen Feiern gehören Süßigkeiten einfach mit dazu“, sagt sie. „Man kann natürlich den Konsum einschränken. Das sollte man aber nicht mit Verboten machen. Denn Verbote machen die Sache, die man verbietet, gerade interessant.“

Verhandeln statt verbieten

Stattdessen schlägt die Medizinerin smartes Verhandeln vor: „Man kann zum Beispiel zusammen überlegen, was ein Kind sich in der nächsten Woche vornehmen könnte, um den normalen Süßigkeitenverbrauch etwas zu reduzieren. Und dann trifft man sich da, wo das Kind sagt, ja, das könnte gut für mich sein, das könnte ich machen.“ Wie eine solche Vereinbarung aussieht, erklärt Dr. Petersen an einem Beispiel: „Statt drei Kugeln Eis täglich erstmal nur eine und dann vielleicht nur, wenn das Thermometer über 20 Grad anzeigt oder nur an diesem Tag oder an jenem Tag – darauf können viele Kinder sich einlassen.“ Die Hamburger Expertin für Kinderernährung empfiehlt außerdem, den ganz normalen Süßhunger öfter mal auf andere Art als mit Schokoriegeln, Eis und Co. zu stillen: „Auch ein süßes Dessert befriedigt das Bedürfnis nach Süßem“, weiß sie. Der Trick: Bekommen Kinder ihre Portion Süßes als Nachtisch nach einer Hauptmahlzeit, sind sie meist schon satt – und viel schneller zufrieden mit einer kleinen Portion Süßem. Wer ganz clever ist, kocht für seine kleine Naschkatze auch öfter mal gleich ein süßes Hauptgericht – dann sinkt der Appetit aufs Knabbern nebenbei von ganz allein. Bei der richtigen Zusammenstellung kommen wichtige Nährstoffe auf keinen Fall zu kurz; Sie schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe. Sicher sagt auch Ihr Nachwuchs bei süßen und sättigenden Leckereien wie Grießpfannkuchen, Schoko-Bananen-Puffern, Apfelschmarrn mit Walnüssen, süß gefüllten Teigrollen oder einem süßen Hirseauflauf nicht nein.

Desserts smarter zubereiten

Es muss nicht unbedingt der fette Sahnepudding zum Nachtisch sein! Gerade wenn Sie das Dessert selbst zubereiten, haben Sie gut unter Kontrolle, wie gehaltvoll es wird: Sogar Puddingpulver und andere Fertigmischungen lassen sich wunderbar mit fettarmer Milch statt mit Vollmilch zubereiten; die Zuckermenge können Sie etwas reduzieren. Noch besser: Kochen Sie Puddings einfach von Grund auf selbst – das dauert kaum länger und schmeckt sowieso besser. Highlights wie die heißgeliebte Schokolade dürfen ruhig auch mit rein, aber in Maßen. Ein gutes Beispiel für solche „entschärften“, aber super leckeren Desserts ist der Vanillepudding mit Schokoraspeln: er enthält nur gut 100 Kalorien und lediglich 2 Gramm Fett, schmeckt aber richtig klasse. Vergessen Sie auch nicht, den Nachtisch möglichst oft mit süßem Obst aufzupeppen! Es bringt Vitamine und Ballaststoffe plus leckeren Geschmack bei einem Minimum an Kalorien – gesünder kann man die Lust auf Süßes nicht befriedigen. Der Genuss kommt dabei ganz sicher nicht zu kurz, wie z.B. unsere Quarkcreme mit Eis und Obst oder die Joghurt-Quark-Schichtspeise zeigen. (Koe)

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