Ein Hoch auf den Kaffee | EAT SMARTER
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Kaffee-Kunde

Ein Hoch auf den Kaffee

Ein Hoch auf den Kaffee Ein Hoch auf den Kaffee

Kaffee ist in aller Munde! Immer noch. Und immer wieder. Denn der Wachmacher ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. EAT SMARTER hat sich mit Experten und Liebhabern getroffen und die besten Tipps rund um die braunen Bohnen zusammengetragen.

Von wegen kalter Kaffee: Der aromatische Frühstückstrunk ist immer noch der Wachmacher Nummer eins in Deutschland. Ob Filterkaffee oder Latte Macchiato – mehr als 150 Liter Kaffee trinkt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Tendenz steigend. „Kein Wunder“, meint Kaffee-Experte Jens Burg (69) aus Hamburg. Er ist sicher: „Es gibt kein Problem, das nicht durch eine gute Tasse Kaffee gelöst werden könnte!“

Kaffee ist gesund

Auch die Wissenschaft bestätigt dem Kaffee wahre Wunderkräfte: Die Leistung steigern soll er, die Konzentration fördern sowieso – und ja, selbst vor Diabetes und Herzkrankheiten schützt der Koffeinkick aus der Kaffeetasse. Pur genossen ist er dabei noch kalorienfrei und wirkt sogar leicht appetithemmend. Und auch der Mythos, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht, ist längst widerlegt. Kaffee darf sogar zur täglichen Flüssigkeitszufuhr hinzugerechnet werden. Beste Voraussetzungen also für eine dauerhafte Erfolgsgeschichte.

Kaffee: wandlungsfähiger Wachmacher

Und noch etwas sorgt dafür, dass vor allem junge Menschen sich wieder vermehrt dem Kaffeegenuss hingeben: Der Kaffee ist wandlungsfähig, geht mit der Zeit. War es vor 15 Jahren noch undenkbar, Kaffee im Gehen aus einem Pappbecher auf der Straße zu trinken, irritiert dieses Bild heute niemanden mehr. Coffeeshops sprießen wie Pilze aus dem Boden, in der Mittagspause philosophiert man mit Kollegen über Vollautomaten im Preisbereich eines Kleinwagens und die besten Espressomaschinen für zu Hause. Besonders ambitionierte Kaffeefans besuchen gar Kurse und lassen sich in ihrer Freizeit zum Barista ausbilden.

Auch Kaffee vom Discounter kann schmecken

Sicher hat dieses Interesse am Kaffee auch mit dem neuen Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln zu tun. Wir diskutieren verstärkt über Nachhaltigkeit – da möchte man auch wissen, woher der Kaffee stammt, den man trinkt. Und zahlt so für die fair gehandelten Biobohnen gerne etwas mehr als für den Kaffee aus dem Supermarkt. „Aber auch ein Kaffee vom Discounter kann schmecken“, weiß Jens Burg. „Neben der Kaffeequalität spielt die richtige Zubereitung eine entscheidende Rolle.“ Vor allem aber sei es das Ambiente, das den wahren Genuss ausmacht. „Der Kaffee, den meine Frau mir morgens im Porzellanfilter aufbrüht und ans Bett bringt, ist das Highlight meines Tages“, erzählt Burg. Auch beim Kaffee gilt also: Die simpelsten Dinge sind manchmal einfach die besten.
 

Kaffee-Tipps: So gelingt der perfekte Kaffee


QUALITÄT Sie stehen angesichts der Vielfalt verwirrt vor dem Kaffeeregal? Mit einem Arabica-Hochlandkaffee liegt man in Sachen Qualität immer richtig. Aroma-Tipp: Investieren Sie in eine kleine Kaffeemühle für zu Hause, kaufen Sie ganze Bohnen und mahlen Sie diese dann nach Bedarf immer frisch.

DIE MENGE MACHT'S Für einen guten Kaffee kommt es entscheidend auf das richtige Verhältnis zwischen Kaffeemehl und Wasser an. Zu wenig Pulver macht den Kaffee schnell bitter, zu viel verhindert die volle Aromenentfaltung. Faustregel: Pro Tasse rechnet man einen Maßlöffel Kaffeepulver (6–8 Gramm).

AUFBRÜHEN Vollautomatische Maschinen temperieren automatisch – bei Hand­filtern und French-Press-Kannen gilt: Das Wasser darf nicht zu heiß sein. Die optimale Temperatur liegt bei rund 90–95 Grad. Liegt man darüber, wird der Kaffee bitter, bei zu kaltem Wasser entfaltet sich das Aroma nicht vollständig.

LAGERUNG Der Feind eines guten Kaffees ist falsche Lagerung. Denn die Bohnen und auch das Pulver nehmen Feuchtigkeit aus der Luft an, und lassen so das Kaffeeöl ranzig werden. Optimal: Kaffee luftdicht verschlossen in einer Dose oder Tüte an einem kühlen, dunklen Ort (nicht im Kühlschrank) aufbewahren.

 

 

Kaffee kaufen: die besten Adressen für Kaffeefans

Jens Burg führt in Hamburg eine der ältes­ten Röstereien des Landes. Bei ihm gibt es nicht nur erstklassige Kaffees – im angeschlossenen Kaffeemuseum erfährt man alles über die Geschichte vom Kaffee und kann in speziellen Barista- und Röstseminaren die Kunst der Kaffeezubereitung erlernen. www.kaffeeroesterei-burg.de

Kopi Luwak gilt als einer der teuersten Kaffees der Welt. Seine Entstehung ist ungewöhnlich: Die Kaffeebohnen werden nachts von einer Schleichkatzenart gegessen und wieder ausgeschieden – die teilweise verdauten Bohnen werden zu einem der besten und aromatischsten Kaffees der Welt verarbeitet. Erhältlich z. B. über die Supremo Kaffeerösterei in München, 125 g, ca. 30 Euro. www.supremo-kaffee.de

Coffee CircleWährend eines Äthiopien-Aufenthalts kam den Freunden Moritz, Robert und Martin die Idee zu Coffee Circle: Seit 2010 gibt es in dem Onlineshop fair ge­handelte Kaffees, praktisches Zubehör und viel Hintergrundwissen zu den engagierten Projekten. www.coffeecircle.com

Ausschließlich fair gehandelte Arabica-Kaffees von den weltbesten Kaffee-Fincas verkaufen die Kaffeeschwestern Carolin und Annika bei Green Cup Coffee. Um die ganze Vielfalt von Kaffee kennenzulernen, findet man in ihrem Online-Shop acht Röstungen aus acht Ländern – für jeden Maschinentyp ist etwas dabei. www.green-cup-coffee.de

(ben)
 

 

 

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Ohne Kaffee würde ich morgens nicht in den Tag starten können :). Als chronischer Morgenmuffel ist das einfach ein Muss. Umso frischer, desto besser. Ich konnte mir leider bisher nicht den Luxus leisten einen Kaffeevollautomaten zu gönnen aber möchte auf guten Kaffee direkt aus der Bohne nicht verzichten. Für mich war daher eine kleine Kaffeemühle die Lösung. Ich finde es schön, wenn man sich auch ohne Vollautomaten hochwertige Bohnen einfach kaufen, mahlen und in die kleine Filtermaschine geben kann. So hat man wenigstens die Sicherheit puren Arabica Kaffee und nicht die schlechte Robusta Bohnen dazwischengemischt zu haben, wie es bei einigen Konzernen leider auf Grund von Sparmaßnahmen durchgeführt wird. Da lohnt sich so eine kleine Mühle schon sehr :).
 
Was für ein schlecht recherchierter, unwissenschaftlicher Artikel. Keine Quellen, keine Beweise? Wer hat das bezahlt oder geschrieben? Die Kaffeelobby??? Zum Thema Gesundheut steht in der welt: http://www.welt.de/wissenschaft/article973492/Wie_gesund_ist_Kaffee_wirklich.html AUSZUG! Aber bei allen positiven Effekten hat der Kaffeekonsum auch negative Folgen. So sind Entzugserscheinungen möglich, falls man plötzlich aufhört, Kaffee oder Koffein zu sich zu nehmen. Über Kaffeekonsum während der Schwangerschaft gibt es gegensätzliche Ergebnisse. Manche Studien zeigen, dass sich das Risiko von Totgeburten durch Kaffeegenuss erhöht. Schwangeren und stillenden Müttern empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, maximal ein bis zwei Tassen Kaffee pro Tag zu sich zu nehmen. Die Hypothese, Kaffee könnte Kreislauferkrankungen fördern, konnte bisher weder zweifelsfrei bewiesen noch ausgeschlossen werden. Auch haben Mediziner in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass sich Kaffee ungünstig bei Osteoporose auswirkt. An Bluthochdruck leidende oder ältere Menschen sind möglicherweise stärker von den negativen Wirkungen von Kaffee betroffen. Aufgrund dieser zwiespältigen Ergebnisse müssen wohl noch viele Studien gemacht werden, bis der Kaffee und seine Wirkung wissenschaftlich verstanden werden. Bis dahin bleibt nur der alte Apothekerrat: In Maßen genossen ist Kaffee erlaubt.
 
Das der Kaffee mittlerweile zum Lieblingsgetränk der Deutschen mutiert ist, dürfte sich bis zum Metzgerblättchen schon herumgesprochen haben. Das dieser Kaffee der hier so hochgelobt wird uns mehr Schaden als Nutzen bringt (er ist für unseren Ernährungsplan überhaupt nicht vorgesehen!)darüber werden wir in den "normalen" Medien natürlich nicht lesen (ist ja auch so nicht vorgesehen!) Denn die Pharmalobby hat schließlich ihren großen Nutzen wenn dann wieder alle möglichen Mittelchen herhalten müssen. Jeder vernünftig denkende Mensch sollte - wenn er noch kann - solche Informationen in den Wind schlagen! Kurz und gut: Kaffee kostet uns nur Lebenskraft - und gibt uns keine!
 
Ich bin auch Kaffee-Trinker, aber der immense Wasserverbrauch, der bis zu seiner Ernte benötigt wird, macht mir in letzter Zeit doch ein schlechtes Gewissen, obwohl Kaffee sogar gegen die Entstehung von Krebs vorbeugen soll.