Bio ist gesund und besser fürs Klima | EAT SMARTER
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Ökologische Landwirtschaft

Bio ist gesund und besser fürs Klima

Bio fürs Klima Bio fürs Klima

Weniger Klimabelastung durch biologische Lebensmittel: Eine Studie belegt diesen Zusammenhang nun. EAT SMARTER erklärt die Zusammenhänge der Studie. Greifen Sie also ruhig öfter bei Bio-Lebensmittel zu!

Wer seine Lebensmittel im Bio-Laden kauft, trägt damit nicht nur zu einer gesünderen Ernährung bei, sondern schont auch die Umwelt. Die Landwirtschaft ist nämlich für einen bedeutenden Teil der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Eine Studie bestätigte nun, dass die Produktion von ökologischen Getreide, Fleisch und Milch unser Klima weniger belastet (September 2008 - Institut für ökologische Wirtschaftsforschung).

Klimawirkungen der Landwirtschaft

In der von der Verbraucherschutzorganisation foodwatch in Auftrag gegebenen Studie untersuchte das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin die Klimawirkungen der Landwirtschaft in Deutschland. Dabei unterschieden die Forscher zwischen konventioneller und ökologischer Produktion und untersuchten auch die Klimabilanzen der wichtigsten deutschen Agrarprodukte Weizen, Schweinefleisch, Rindfleisch und Milch. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die ökologische Landwirtschaft in der Regel klimafreundlicher ist als konventionelle Anbaumethoden. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich der Einsatz großer Mengen mineralischer Düngemittel, die sowohl bei der Produktion als auch beim Einsatz hohe Treibhausgasemissionen verursachen.

Klimavorteil bei Schweinemast

Ein deutlicher Klimavorteil der Öko-Landwirtschaft zeigt sich bei der Schweinemast. Pro Kilogramm Fleisch entstehen knapp 40 Prozent weniger THG-Emissionen als auf konventionellem Weg. Bei der Rindfleischerzeugung hat je nach Verfahren auch die konventionelle Methode eine bessere Klimabilanz. Insgesamt ist die Tierhaltung derzeit für 71 Prozent der umweltschädlichen Emissionen der deutschen Landwirtschaft verantwortlich. Diese Zahl hat bereits einige Tierschutzorganisationen auf den Plan gerufen, die darin ein weiteres Argument für eine tierproduktfreie Ernährung sehen. Das Manko der ökologischen Landwirtschaft ist laut der Studie der höhere Flächenbedarf.

Klimaschädling Nummer Eins

Als klimaschädlichste Form der landwirtschaftlichen Bodennutzung benennen die Forscher Ackerbau auf entwässerten Moorböden, wie er im Norden Deutschlands besonders häufig vorkommt. Die Forscher haben auf Grundlage der Studie zwei Szenarien für eine klimafreundlichere Landwirtschaft entworfen. Das erste Szenario sieht vor, dass sich die produzierte Menge nicht ändert, die Methoden aber klimatechnisch optimiert werden. Das Problem wäre der bereits erwähnte höhere Flächenbedarf. Szenario II sieht daher vor, die Tierhaltung einzuschränken und auf diesem Weg Fläche für den ökologischen Anbau von Pflanzen zu gewinnen. Beide Szenarien beinhalten die Wiedervernässung aller bislang genutzten Moorböden. Mehr: Foodwatch

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