Makrobiotik: Universalheilmittel versus Wissenschaft | EAT SMARTER
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Ernährungslehre

Makrobiotik: Universalheilmittel versus Wissenschaft

Makrobiotik Makrobiotik

Makrobiotik ist eine Lebensweise, die zu einem langen und gesunden Dasein führen soll. Ihre Lehre stellt wissenschaftliche Erkenntnisse in Frage, denn ihr Anspruch ist es, sämtliche Krankheiten heilen zu können.

Makrobiotik – was ist das?

Makrobiotik ist die Bezeichnung für eine Lebensweise, die zu einem langen und gesunden Dasein führen soll. Sie basiert auf asiatischen Traditionen und taoistischen Lehren. Die Bewegung verbreitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch in westlichen Ländern, ist mittlerweile aber nicht mehr so populär.

Universalheilmittel versus Wissenschaft

Makrobiotik kombiniert einfache Nahrung, die Vermeidung von Giften in Lebensmitteln und Prinzipien des Zen-Buddhismus. Ihre Lehre stellt anerkannte wissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse in Frage, denn ihr Anspruch ist es, sämtliche Krankheiten heilen zu können. Wissenschaftler haben diese Behauptung allerdings widerlegt. Ihrer Ansicht nach kann eine zu strenge Form der Makrobiotik aufgrund der einseitigen Ernährung sogar zu gravierenden Mangelerscheinungen führen.

Im Gleichgewicht mit sich selbst

Laut der Makrobiotik muss das Yin und Yang im Menschen ausgewogen sein – hier ist die Lehre beeinflusst von chinesischen Traditionen. Alle Nahrungsmittel sind daher als Yin, Yang oder neutral kategorisiert, um täglich im Gleichgewicht zu leben. In den Anfängen der Makrobiotik ernährten sich ihre Anhänger teilweise nur von braunem Reis und Sojasoße, um zu fasten und Heilung zu finden. Die Lebensweise besteht aber aus mehr als diesen Kuren, obwohl Reis ein wichtiger Teil der Nahrungsideologie ist.

Der Meister verbreitet gute Laune

Einer der großen Meister der Makrobiotik war der Japaner Ohsawa. Er war der Ansicht, dass ein Mensch durch das Befolgen bestimmter Richtlinien einen Zustand vollkommener Gesundheit erlangen kann. Dabei wandte Ohsawa folgende Kriterien an:

  • Kampf der Ermüdung: Müdigkeit sei ein Zeichen von Krankheit. Daher könne der wirklich gesunde Mensch niemals müde sein.
  • Tiefschlaf jederzeit: Schlechter Schlaf deutet auf Gesundheitsmängel hin. Ein gesunder Mensch schläft an jedem Ort und traumlos - vier bis sechs Stunden reichen aus.
  • Appetit auf Essen und mehr: Ein gesunder Mensch genießt einfache Nahrung und sexuellen Appetit.
  • Gedächtnisprofi: Ein schlechtes Gedächtnis ist ein Zeichen schlechter Verfassung, der gesunde Mensch begreift schnell und reagiert intuitiv.
  • Sonnenschein: Ein gesunder Mensch verbreitet gute Laune und ist nie verärgert.
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