Kräuter ziehen: Kinderspaß mit kulinarischem Wert | EAT SMARTER
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Tipps & Tricks

Kräuter ziehen: Kinderspaß mit kulinarischem Wert

Kräuter ziehen - lehrreich und spaßig zugleich! Kräuter ziehen - lehrreich und spaßig zugleich!

Erinnern Sie sich noch: Als wir selbst Kinder waren, hat uns jedes Mal entzückt, wenn etwas Grünes aus der Erde spross. Ganz besonders, wenn wir die Saat selber gesetzt hatten. Gönnen Sie sich und Ihrem Kind diesen Spaß doch auch mal. Beim Kräuter ziehen tun Kinder etwas Kreatives, lernen dabei noch etwas - und obendrein vernaschen sie selbst gezogene Kräuter garantiert ohne Murren.

Ihr Kind gehört zu denen, die bei Kräutern und anderem Grünzeug das Gesicht verziehen? Dann könnte das Kräuter ziehen vielleicht den ersten Schritt nach vorne bringen. Denn was der Nachwuchs eigenhändig gesät, gehegt, gegossen und großgezogen hat, isst er meistens auch viel lieber. Es müssen ja nicht gleich Tomaten oder Bohnen sein – frische Kräuter zu ziehen wäre schon mal ein super Anfang. Und gerade jetzt, wenn draußen endlich alles grünt, ist die perfekte Zeit, mit kleinen Hobby-Gärtnern duftende Kräuter zu ziehen. Wer einen Garten hat, ist natürlich besonders gut dran, aber auch auf dem Balkon oder notfalls der Fensterbank kann man Kräuter ziehen.

Kräuter ziehen: kinderleichte Kresse

Kresse sieht mit ihren winzigen Blättchen hübsch aus und braucht nicht lange, bis Ihr Kind ernten kann. Vor allem ist das Kraut extrem anspruchslos: Sie brauchen nicht mal Erde dafür, die Samen gedeihen auch in schlichter Watte. Das senkt den Schmutz-Faktor gegen Null und ist außerdem besonders hygienisch. Beim Kresse ziehen können darum auch schon ganz kleine Kräuterzüchter erfolgreich mitmachen. Und so geht's:

  • Eine Schale mit 4 Lagen Küchenpapier oder 1 Lage Watte auslegen und gründlich wässern. Papier oder Watte sollten richtig nass sein; restliches Wasser abgießen.
     
  • Jetzt die Kressesamen (am besten Biosamen) schön gleichmäßig, aber nicht zu dicht auf die feuchte Unterlage streuen.
     
  • Die Schale mit einem Teller abdecken und 1–2 Tage ohne Licht keimen lassen. Zwischendurch ab und zu nachgucken, ob die Unterlage noch gut feucht ist und evtl. nachwässern.
     
  • Sobald sich die ersten grünen Keime zeigen, den Teller ganz abnehmen und die Schale ans Licht stellen. Weiter fleißig gießen, sodass die Unterlage nass bleibt, aber die Kresse nicht im Wasser steht.
     
  • Je nachdem, ob die Schale sehr hell steht oder eher schattig, dauert es nun 3–5 Tage, bis Ihr Kind sie mit einer Schere ernten kann. Und schon kann man daraus was Leckeres wie das saftige Kressesandwich zaubern!

Kräuter ziehen: köstlicher Schnittlauch

Die meisten Kinder mögen Schnittlauch, beim selber ziehen ist allerdings etwas mehr Geduld gefragt, denn die erste Ernte ist nach 3–4 Wochen fällig. Zum Aussäen brauchen Sie Erde (2 Teile Gartenerde, 1 Teil Blumenerde), die Ihr Kind – evtl. mit Ihrer Hilfe – in einen großen, sauberen Tontopf mit Abflussloch gibt. Weiter geht es dann so:

  • Die Samen dünn und gleichmäßig auf die Erde streuen und vorsichtig mit etwas Wasser angießen. Eine dünne Schicht (2 bis 3 cm) Blumenerde darüber geben und nur ganz sanft andrücken.
  • Den Topf auf einen sonnigen und windgeschützten Balkon oder an einen warmen, hellen Platz am Fenster stellen und die Erde gut feucht halten.
     
  • Stellen Sie einen Untersetzer unter den Topf: Wenn sich darin Wasser sammelt, immer weg gießen, denn Schnittlauch mag keine „nassen Füße“!
     
  • Zum Ernten die Halme mit der Schere etwa 3 cm über der Erde abschneiden. Es sollte immer ein Rest Halme stehen bleiben, damit die Pflanze Kraft sammeln und nachwachsen kann. Den frisch geschnittenen Schnittlauch können fleißige Mini-Gärtner dann zum Beispiel auf einem Quarkbrot mit Tomaten, im Nudel-Rührei, auf Butterbrot mit Tomaten-Fliegenpilzen oder im Kartoffelsalat mit Würstchen gleich verputzen.
     
  • Für seine Geduld wird Ihr Kind übrigens besonders belohnt, denn mit etwas Glück bzw. wenn der Schnittlauch gut gedeiht, treibt er im Juni und Juli wunderhübsche lilafarbene Blüten. Und die sehen nicht nur toll aus, sondern sind essbar und eine dekorative Zutat im Salat oder einfach auf dem Butterbrot.

(Koe)

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