Die Geschichte vom Sandwich | EAT SMARTER
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Die Geschichte vom SandwichDurchschnittliche Bewertung: 3.7153

Kulinarische Klassiker

Die Geschichte vom Sandwich

Geschichte vom Sandwich

Einen Toast auf den Earl of Sandwich! Wer weiß, ob ohne ihn die Angelsachsen eines ihrer wenigen kulinarischen Highlights rund um den Globus berühmt und beliebt gemacht hätten... Was heute zum britischen und amerikanischen Alltag gehört wie hierzulande das Brötchen und auch bei uns absolut angesagt ist, hat allerdings eine eher unrühmliche Ursprungsgeschichte.

Die Idee, zwei Toastscheiben zu belegen und zusammen geklappt zu servieren, entspringt nämlich einer Untugend des Namenspatrons: Der vierte Earl of Sandwich, Sir John Montagu, frönte dem zu seiner Zeit unter den Adeligen nicht seltenen Laster der Spielsucht. Das Glücksspiel galt im 18. Jahrhundert als große Mode; in Versailles verspielte Marie Antoinette mehr als ein Vermögen und auch der Earl soll ein echter Zocker gewesen sein. Obgleich ihm bis heute nachgesagt wird, er sei sehr fleißig gewesen und immerhin vier Mal Minister im englischen Parlament, soll er bettelarm gestorben sein. Die Spielleidenschaft forderte eben ihren Tribut, doch genau der verdanken wir eine der köstlichsten Varianten des belegten Brots: Das nach dem Earl benannte Sandwich.

Der Snack musste praktisch sein


Der Politiker war derart von seiner Leidenschaft besessen, dass er selbst zum Essen den Spieltisch nicht verlassen mochte. Dass man mit einer Hand voller Spielkarten schlecht mit Messer und Gabel essen kann, leuchtet ein. Übliche Speisen lehnte der Earl of Sandwich daher ab und machte aus der Not eine Tugend: Er ließ sich mit abwechslungsreich und edel belegten, zusammen geklappten Weißbrotscheiben bedienen.
Wie nahrhaft Sandwiches sein können, beweist schon die Tatsache, dass der Diplomat immerhin 72 Jahre alt wurde - zu seinen Lebzeiten (1718 bis 1792) ein stolzes Alter. Übrigens gehörte der berühmte Seefahrer James Cook zu den Untergebenen des Earls; er taufte eine 1778 von ihm entdeckte Inselgruppe im Südpazifik auf seinen Dienstherrn.

Sandwich: alles ist erlaubt

Wer original Sandwiches zum Tee oder zum Bier und Wein reichen möchte, braucht eigentlich kein Rezept. Beim Belegen sind der Kreativität und Phantasie keine Grenzen gesetzt. Puristen jedoch schwören auf Kastenweißbrot statt profanen Toast - es sollte entrindet und kann eventuell leicht angetoastet werden. Man bestreicht mit weicher, gern auch mit gewürzter Butter oder speziellen Sandwichcremes („Spreads“). Zwischen zwei Scheiben kommt dann vom Salatblatt über hart gekochtes Ei oder dünn geschnittenen Braten bis hin zu Räucherlachs so ziemlich alles, was Gaumen und Herz begehren.
Allerdings kann dabei aus dem Sandwich eine wahre Kalorienbombe werden. Wer das vermeiden und trotzdem genießen will, belegt das Brot darum am besten doch nach Rezept – natürlich hat EAT SMARTER auch hier die besten Ideen! Diese smarten Sandwiches hätten sicher auch dem spielwütigen Earl geschmeckt: Gurken-Sandwiches Tomaten-Sandwich mit Eiercreme Exotisches Roastbeef-Sandwich Vegetarische Club-Sandwiches Ziegenkäse-Sandwich (koe)
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Warum soll ich denn keinen Toast nehmen? Der Unterschied zu einem Kastenweissbrot ist doch nur, dass da auch noch Butter drin ist. Lecker!
 
Hallo und halleluja! Schön, dass dem Sandwich endlich Satisfaktion widerfährt. Auch unter dem wichtigen Hinweis, dabei entrindetes, quergeschnittenes Kastenweißbrot zu verwenden. Keineswegs den spröden Toast, der die Flüssigkeitsaufnahme der leckeren Beläge verwehrt. Das Gurkensandwich (cucumber) spielt eine Rolle in Oscar Wildes Stück "The importance of being earnest". Und das Nebenbei-Schlemmen während einer Zockerei findet auch in unserem Darmstädter Nationalstück "Der Datterich" kräftigen Ausdruck. "Das Kartenspiel, meine Herren", so Datterich (Süffel-Zitterhand), "erleidet durch mein Essen keinerlei Unterbrechung."
 
Der steht am WE auf dem Programm :-)
 
Schon lecker, so ein Sandwich. Aber Toast ist einfach totes Brot!