Salbei: herbes Heilkraut mit kulinarischen Werten | EAT SMARTER
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Salbei: herbes Heilkraut mit kulinarischen WertenDurchschnittliche Bewertung: 5151

Schmeckt gut, tut gut

Salbei: herbes Heilkraut mit kulinarischen Werten

Der herbe und intensive Duft von Salbei erinnert sofort an Genüsse aus der mediterranen Küche. Tatsächlich kommen die graugrünen, ovalen Blätter des Halbstrauches vor allem aus Südeuropa, denn sie lieben Wärme und Sonne. Und je mehr sie davon bekommen, desto mehr gesunde und würzende Stoffe stecken im Salbei.

Im alten Ägypten galt Salbei als Allheilmittel gegen Unfruchtbarkeit. Früher verwendete man Salbei außerdem gern für Liebeszauber und schwor darauf, dass seine Blätter für eheliche Treue sorgen. Ob das stimmt, weiß natürlich niemand wirklich. Fest steht aber zweifelsfrei, dass die pelzigen Salbeiblätter große Mengen an ätherischen Ölen wie Thujon, Cineol und Kampfer enthalten. Dazu kommen noch Gerbstoffe, Triterpene, Flavonoide und Steroide. Lauter Stoffe, die unserer Gesundheit ausgesprochen gut tun. Kein Wunder also, dass der botanische Name „Salvia officinalis“ für Salbei vom lateinischen Wort "salvare" (heilen) abgeleitet wurde. Der alte volkstümliche Name „Scharlachkraut“ macht ebenfalls Sinn, denn das Gurgeln mit Salbeitee oder –lösung wirkt lindernd und heilend bei Halsschmerzen, Rachenentzündungen und bei Entzündungen der Mundschleimhaut. Schon in der Antike nutzte man das stark duftende Heilkraut, zum Beispiel bei Magen- und Darmbeschwerden, Atemwegsinfekten, übermäßigem Schwitzen und Leberschwellungen.

Köstlichkeiten mit Salbei

So liegt es auf der Hand, dass Gerichte mit Salbei zu Recht als besonders bekömmlich gelten. Und natürlich als ausgesprochen lecker: Italienische Küchenklassiker wie das Saltimbocca, Pasta mit Salbeibutter, Risotto oder italienische Hähnchenleber-Brote sind aus gutem Grund Dauerbrenner.

Salbei: wirksames Heilmittel

Wer Salbei außer zum Kochen auch als Heilmittel nutzen möchte, der kocht am besten einen Tee aus den frischen oder getrockneten Blättern: # 1-2 g Salbeiblätter mit 200 ml kochend heißem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. # Bei Magen-Darm-Beschwerden jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten 1 Tasse trinken. # Gegen starkes nächtliches Schwitzen etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen 1 Tasse kalten Salbeitee trinken. # Zum Gurgeln einen etwas stärkeren Tee aus 2,5 g Salbei und nur 100 ml Wasser kochen und etwas abkühlen lassen. Wichtig: Wie bei den meisten Heilkräutern sind unangenehme Nebenwirkungen selten bzw. erst ab einer gewissen Menge zu erwarten. Bei einer Dosis von mehr als vier bis sechs Gramm Salbei oder bei längerer Einnahme von Tinktur bzw. Öl aus dem aromatischen Kraut kann der Wirkstoff Thujon bei empfindlichen Menschen allerdings Herzrhythmusstörungen, Schwindelgefühle und Krämpfe auslösen. Schwangere sollten darum gar keinen Salbei zu sich nehmen; Herz- und Kreislaufkranke fragen besser immer den Arzt.

 
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Ich schätze Salbei sehr und habe immer zwei Sträucher auf dem Balkon.Aber ich habe die Erfahrung gemacht,daß Salbei (von dem es 700 Sorten gibt)nicht immer gleich Salbei ist. Meiner Erfahrung nach ist der Salbei,der in Süd-Kreta wächst,stärker und aromatischer als der in Deutschland beheimatete. (Ein ideales Gewürz für Schweinebraten!)