Kulinarische Reise: Venedig | EAT SMARTER
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Kulinarische Reise

Entdecken Sie Venedig

In Venedig verbinden sich Kunst, Kultur und Kulinarik auf einzigartige Weise – und Genießer kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben italienischen Klassikern wie Pizza und Pasta sind es vor allem die regionalen Köstlichkeiten der venezianischen Küche, die hier an jeder Straßenecke die Herzen der Gourmets höherschlagen lassen. Ob zum traditionellen Karneval im Februar, im milden Frühling oder im mystischen Herbst – die italienische Lagunenstadt ist immer eine Reise wert.

Eine kulinarische Reise nach Venedig

Kulinarische Reise Venedig

Wer nach Venedig reist, hat häufig ein unerwartetes Problem. Und zwar ein kulinarisches. „Was soll ich bloß essen?“ fragt man sich in der Lagunenstadt andauernd. Und das nicht etwa aus Mangel an kulinarischen Angeboten. Sondern schlicht in Anbetracht der riesigen Auswahl an Köstlichkeiten, die Venedig seinen Besuchern in der malerischen Kulisse von 177 Kanälen und 400 Brücken wie auf dem Silbertablett präsentiert. Da heißt es erst einmal kurz durchatmen, am besten bei kleinen Häppchen in bodenständiger Atmosphäre. Gehen Sie in ein bacaro! Die typischen Weinbars, in denen man meist im Stehen isst, sind über die ganze Stadt verteilt und bieten von morgens bis abends traditionelle und authentische venezianische Küche. Hier treffen sich Einheimische auf einen Aperitif wie ein Glas Wein oder einen Spritz, tauschen sich über aktuelle Geschehnisse aus und genießen Folpetti (kleine Tintenfische am Spieß), Polpette (Fleischbällchen) und Frittata (Omelett).

In einer Osteria oder Trattoria ist es ebenso gemütlich, beide sind aber eher Restaurant als Bar, so wie das „Antiche Carampane“ (Calle delle Carampane, San Polo, 1911). Und für alle, die es eleganter lieben, hält Venedig eine ganze Reihe gehobener Restaurants wie das „Ristorante Quadri“ (Piazza San Marco 121) parat. An einer Auswahl an Lokalitäten mangelt es in der Lagunenstadt also wahrlich nicht.

Die venezianische Küche: frisch und vielfältig

Auch bei der Bestellung kann man wenig falsch machen. Denn die venezianische Küche ist grundsätzlich (natürlich bestätigen wie in jeder Stadt auch in Venedig Ausnahmen die Regel) frisch und sehr vielfältig. Ein Wochenende reicht kaum aus, um sich einmal durch das kulinarische Angebot zu probieren und von Risi e Bisi (Reis mit jungen Erbsen) über geniale Pasta-Kreationen bis zum Baccalà mantecato (Kabeljau in Olivenöl, Knoblauch und Petersilie gegart) und Fegato alla Veneziana (Kalbsleber mit Weißwein und Zwiebeln) einmal alles zu kosten. Hinzu kommen Gerichte, die an bestimmte Feierlichkeiten gekoppelt sind. Wie Gnocchi di San Zeno (mit geschmolzener Butter und Käse), die man traditionell zum Karneval isst, oder Pandoro, ein großer, mit Puderzucker bestäubter Kuchen, den es zur Weihnachtszeit gibt. Auch Polenta ist in Venedig in allen möglichen Varianten sehr populär, zum Beispiel als mit Sepiatinte gefärbte Schnittchen. Köstlich!

Dank Lagunenlage und der Nähe zum Meer gibt es aber vor allem frischen Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle. Von Stockfisch Baccalà über die Seespinne Granseola (eine große Krabbenart) und den Lagunenkrebs Moleche, der zweimal im Jahr gefangen und im Ganzen mit Panzer gegessen wird, bis hin zu süßlichen Schwertmuscheln kann man so einiges probieren, was der Eck-Italiener zu Hause mit Sicherheit nicht im Angebot hat. Als eines der besten Fischrestaurants der Stadt gilt das „Al Covo“ (Castello 3968).

Schnell merkt man, dass viele italienische Restaurants bei uns wenig bis gar nicht die traditionellen Gepflogenheiten des Mittelmeerlandes widerspiegeln. Nur ein Pastagericht bestellen? Macht man in Bella Italia eigentlich nicht. Wer sich nicht sofort als Urlauber outen möchte, hält sich im Restaurant also an die typische Menüfolge: Vorweg Antipasti, dann den Primo Piatto, den ersten Gang, meist eine Suppe, ein Pasta- oder Risottogericht. Es folgt der Secondo Piatto, ein Hauptgang mit Fisch oder Fleisch und Gemüsebeilage. Und zwischendurch, das gehört nun einmal zum Dolce Vita dazu, gibt es immer wieder einen großzügigen Schluck Wein, bevor man zum Abschluss noch ein Dolce, Dessert, genießt.

Typische Touristenfallen: Restaurants am Markusplatz

Einzig eine Sache sollte man als hungriger Besucher beachten. Halten Sie sich von den Gastronomien direkt um den berühmten Markusplatz fern! Hier lauern typische Touristenfallen. Sprich: schlechte Küche, die sehr viel kostet. Schlauer ist es, sich für ein gutes Essen seinen Weg durch das enge Gassengewirr Venedigs zu bahnen. Versteckt in einer kleinen Straße liegt zum Beispiel das „Dal Moro’s“ (Calle De La Casseleria, 5324), wo es die vielleicht beste hausgemachte Pasta der Stadt gibt. 5–8 Euro kostet eine Portion zum Mitnehmen, gegessen wird die dann entspannt am Kanalufer.

Ausgezeichnete Crostini, also mit italienischen Wurst-, Käse- und Schinkenspezialitäten belegte Röstbrote, bekommt man im „All’Arco“ (San Polo 436 ). Sie sind genau wie ein Panino (kleines belegtes Brötchen) oder Tramezzini (Sandwiches aus Weißbrot ohne Rinde) ein ebenso simpler wie genialer Snack. Einfaches einfach köstlich zubereiten – das können sie, die Venezianer. Und so geht man am Ende des Tages satt und zufrieden zurück ins Hotel und ist insgeheim schon voller Vorfreude auf die größte Sorge des nächsten Tages: Was zum Teufel sollen wir in Venedig bloß morgen essen?

(ben)

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