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Estragon

Das Lieblingskraut der Franzosen – der Estragon Das Lieblingskraut der Franzosen – der Estragon

Für die Franzosen ist der Estragon der König unter den Kräutern und auch in Russland hat er seinen festen Platz in der Küche. Verständlich, denn er hat viele Vorzüge zu bieten und kann den verschiedensten Genüssen zusätzlich das gewisse Etwas bescheren

Das sollten Sie über Estragon wissen

Wer einen Garten hat, erntet vielleicht seinen Estragon selbst – auf jeden Fall eignet sich das robuste, bis zu 1,20 m hoch wachsende Kraut hervorragend zum Anpflanzen in Beet oder Kübel, denn es gedeiht selbst bei eher kühlem Klima gut und trägt von Juli bis Oktober niedliche kleine Blüten. Ansonsten kann man frischen Estragon natürlich zur Saison auch einfach im Supermarkt oder Gemüseladen kaufen. Getrocknet und tiefgefroren gibt es ihn ebenfalls. Man unterscheidet zwei Hauptsorten, die sich nicht zuletzt in ihrer Geschmacksintensität unterscheiden:

  • Der Russische bzw. Sibirische Estragon hat besonders dicke, robuste Blätter. Er enthält aber weniger Aromastoffe und schmeckt daher weniger typisch.
  • Kenner bevorzugen den Französischen oder Deutschen Estragon. Er stellt mehr Ansprüche an Boden und Klima, ist aber zarter und sehr viel würziger.

Geschmack: Der Geschmack von Estragon ist zwar nicht jedermanns Sache – er erinnert deutlich an Fenchel und Anis und ist dabei relativ bitter. Wer ihn mag, schätzt aber an Estragon, dass er eine herbe Note setzt und damit für interessante Kontraste sorgt.

Herkunft: Der wilde Estragon war ursprünglich in Süd- und Ostrussland, der Mongolei und Sibirien zu Hause. In Europa kennt man das Kraut erst seit dem 13. Jahrhundert, als es zunächst im Mittelmeergebiet heimisch wurde. Heute baut man Estragon auch bei uns an; das hier verkaufte Kraut kommt ganz überwiegend aus Deutschland.

Saison: Frischen Estragon kann man schon ab April/Mai pflücken, Haupterntezeit ist aber die Zeit ab Mitte Juni. Dann hat die Blüte begonnen und der Estragon enthält die höchste Menge an ätherischem Öl.

Wie gesund ist eigentlich Estragon?

Für den herb-pikanten Geschmack und eine durchaus beachtliche gesundheitliche Bedeutung sorgen bei Estragon gleich mehrere günstige Inhaltsstoffe. Allen voran spielt das ätherische Estragonöl (Oleum Dracunculi) eine wichtige Rolle, ergänzt durch Bitter- und Gerbstoffe. Dieser Mix machte den Estragon schon im Altertum zu einem beliebten Naturheilmittel, dem man sogar nachsagte, es könne die Pest besiegen helfen. Heute weiß man, dass Estragon mit seinen Inhaltsstoffen auf jeden Fall für Magen und Darm eine gute Wahl ist. Er regt die Magensäfte und damit die Verdauung an, beruhigt gleichzeitig die Magenschleimhaut und wirkt krampflösend sowie harntreibend.

Einkaufs- und Küchentipps für Estragon

Einkauf: Bei frischem Estragon genügt es, wenn Sie darauf achten, dass die schmalen Blätter saftig und frisch statt schlapp wirken. Wer getrockneten Estragon kauft, fährt am besten mit Marken- oder noch besser Bioprodukten. Denn es ist leider nie ganz auszuschließen, dass bei Billig-Estragon (wie bei anderen Kräutern und Gewürzen auch) Schadstoffe oder giftige Aflatoxine vorkommen.

Estragon vorbereiten: Damit frischer Estragon sein Aroma behält, spült man ihn besser nur kurz ab. Anschließend gut trockenschütteln und die Blättchen abziehen. Je nach Größe und Rezept kann man sie einfach so verwenden oder evtl. auch kleiner schneiden bzw. hacken.

Zubereitungstipps für Estragon:

Ob frisch oder getrocknet: Keine echte Sauce Béarnaise kommt ohne Estragon aus – erst dieses Kraut macht aus einer schlichten Sauce Hollandaise den feinen französischen Klassiker! Doch nimmt man ihn nicht nur in Frankreich auch gern für andere helle und dunkle Saucen sowie für Mayonnaise und Eiergerichte. Andere beliebte Einsatzgebiete für Estragon sind Gerichte mit hellem Fleisch und Geflügel, Fisch und Gemüse. Manche mögen das herbe Kraut auch gern in der Marinade für Sauerbraten, nehmen es als Ersatz für Dill zum Einlegen von Gurken oder legen es in Essig ein, mit dem man eine besonders raffinierte Vinaigrette zaubern kann. In Frankreich ebenfalls ein Klassiker: Kräuterbutter, Kräutermischungen und vor allem Senf mit Estragon. Grundsätzlich gilt: Nicht übertreiben! Zu viel Estragon wirkt schnell sehr dominant und lässt andere Aromen untergehen.

Rezepte mit Estragon:

Rezepte mit Estragon finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

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