Die Zitronendiät | EAT SMARTER
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Sophia Thiel
Die ZitronendiätDurchschnittliche Bewertung: 3.51522

Star-Diät im Check

Die Zitronendiät

Die Zitronendiät – mit Vorsicht zu genießen! Die Zitronendiät – mit Vorsicht zu genießen!

Hollywood-Stars wie Beyoncé Knowles und Demi Moore schwören auf die Zitronendiät. Mit ihr sollen die Pfunde purzeln – eine Hosengröße pro Woche ist angeblich drin. Es gibt verschiedene Varianten. Die klassische Zitronendiät entspricht im Grunde einer Fastenkur, bei der man außer dem sauren Saft verdünnt mit Wasser, Ahornsirup und Cayennepfeffer, auf Nahrung verzichtet. Kann das gesund sein? EAT SMARTER hat die Zitronendiät für Sie unter die Lupe genommen und erklärt Ihnen, was an ihr dran ist.

Die Zitronendiät wurde das erste Mal von Stanley Borroughs in seinem Buch „The Master Cleanser“ vorgestellt. Das war bereits in den 1940er Jahren. Der in der Fachwelt umstrittene Borroughs empfahl die Diät bei Geschwüren oder als Entgiftungskur. Heute ist die Zitronendiät vor allem als eine Methode bekannt, durch die man schnell viel Gewicht verlieren kann. Aber sie soll nicht nur schlank machen, sondern den Körper entgiften und die Haut wieder frisch erstrahlen lassen.

Die unterschiedlichen Varianten der Zitronendiät

Klassischerweise wird bei der Zitronendiät circa 7 bis 10 Tage nichts gegessen, sondern nur getrunken. Aber das reichlich: Pro Tag wird der Saft von 3 bis 8 Zitronen mit Wasser verdünnt, Ahornsirup und gewürzt mit Cayennepfeffer zu sich genommen.

Bei den anderen Varianten wird entweder nebenbei ganz normal gegessen oder ein spezieller Ernährungsplan verfolgt. Wird normal gegessen dient der pure oder verdünnte Zitronensaft als Unterstützung. Er soll den Fettstoffwechsel anheizen und den Appetit zügeln. Der Ernährungsplan stellt jeden Tag unter ein bestimmtes Thema: An einem Tag zum Beispiel wird so wenig Zucker wie möglich gegessen. An einem anderen stehen Vollkornprodukte im Mittelpunkt. Insgesamt sind fünf Mahlzeiten am Tag erlaubt.

Falls Sie die Zitronendiät ausprobieren wollen, raten wir Ihnen zu letzterer Variante!

Wieso Zitronen?

Befürworter der Zitronendiät stellen vor allem die zahlreichen positiven Eigenschaften der Zitrusfrucht in den Vordergrund. Die Säure aus der Zitrone soll gegen Heißhungerattacken helfen und den Körper bei der Entgiftung unterstützen. Durch den hohe Vitamin-C-Gehalt enthalten Zitronen sehr viele Antioxidantien. Diese sind für eine schöne Haut unverzichtbar und sollen wiederum die Entgiftung fördern. Eine hohe Vitamin-C-Aufnahme soll zudem die Fettverbrennung ankurbeln. Diese Annahmen sind wissenschaftlich jedoch nicht bewiesen.

Die weiteren Zutaten der klassischen Zitronendiät sind Ahornsirup und Cayennepfeffer. Während Ahornsirup schlicht und einfach eine Kalorienquelle ist, kurbelt der Cayennepfeffer angeblich den Stoffwechsel an. Der Wirkstoff Capsaicin im Cayennepfeffer soll außerdem den Fettstoffwechsel steigern und den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht halten können. Diese Theorien wurden bisher durch Studien nicht bestätigt. Eher im Gegenteil: Die Mengen, die für einen positiven Effekt von Cayennepfeffer auf den Stoffwechsel aufgenommen werden müssten, sind für Menschen eher unrealistisch. Leckere Rezepte mit Zitronen: Eingelegte Zitronen nach marokkanischer Art Gefüllte Zitronen mit Sorbet Zitrus-Gurken-Bowle

Wie gesund ist die Zitronendiät?

Dass Zitronen trotzdem gesund sind, steht außer Frage. Allerdings in Maßen. Wird Zitronensaft über einen längeren Zeitraum aufgenommen, greift die Säure die Magenschleimhaut an. Auch die Mundschleimhaut hält der Säure nicht lange stand, der Mund fühlt sich schon bald taub an. Im schlimmsten Fall kommt es zu Magenkrämpfen oder Magenbluten.

Länger als 7 bis 10 Tage sollte diese Diät daher nicht durchgeführt werden.

Hinzu kommt: Zitronen enthalten zwar eine Menge Vitamin C, aber kaum signifikante Mengen an anderen Vitaminen oder Mineralstoffen. Daher können bei einem längeren Zeitraum Mangelerscheinungen die Folge sein. Da die klassische Zitronendiät eine Crash-Diät ist, wird der Jojo-Effekt auch nicht lange auf sich warten lassen. Häufige Toilettengänge sind bei der Zitronendiät aufgrund der hohen Flüssigkeitsaufnahme außerdem an der Tagesordnung. Den einzigen Vorteil, den man gelten lassen kann, ist ein mögliches gesteigertes Bewusstsein für die individuelle Ernährung. Die Zitronendiät ist allerdings nicht für  eine langfristige Ernährungsumstellung geeignet. Wenn Sie mehr Zitrusfrüchte in Ihre Ernährung einbinden wollen, probieren Sie doch mal unsere Grapefruit-Rezepte oder unsere Orangen-Rezepte. (osw)

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leute ich hab das 10 tage lang gemacht hat nicht geklappt und jetzt hab ich magendarm :'(
 
Hallo, ich finde die zitronensaftdiät super und man kann es nur beurteilen, wenn man sie selber durchgeführt hat. Ich finde es schade, dass im oben geschriebenen artikel von der medizinischen seite her schon wieder so viel negatives erwähnt wird. schaaaaade eigentlich................. Werner
 
Ich habe diese Diät in jungen Jahren gemacht und würde sie nicht weiter empfehlen. Bei mir haben sich Magenschmerzen und -krämpfe gezeigt. Außerdem bekam ich im im Mund Apthen, die sehr schmerzhaft waren und es hat sehr lange gedauert bis diese abgeheilt waren. Es gibt gesündere Methoden um abzunehmen, ohne meinem Körper durch zu viel Säure zu schaden. Übrigens ist es bei jeder Fastenkur der Fall, wenn ich wieder "normal" esse nehme ich zu. Wer kann und will für immer nur von Zitronen, Ahornsirup und Cayennpfeffer leben? Ich nicht. Dafür bin ich zu sehr Genussmensch.
 
Die Zitronendiät ist auf jeden Fall für eine 14 tägige-Fastenkur, die man mindestens 1 x pro Jahr machen sollte, bestens geeignet. Dank der Zusammensetzung friert man weniger, als bei anderen Kuren und das Allgemeinbefinden ist auch besser, also auch für Berufstätige gut zu schaffen und die Pfunde purzeln wirklich schneller. Es gilt natürlich, wenn man diese Kur nicht nur zum Entgiften, sondern auch zum Abnehmen macht, die Ernährung umzustellen, bzw. einige Wochen danach sehr bewusst zu essen, da der Stoffwechel ein paar Wochen braucht, um sich umzustellen. Selbstverständlich nimmt man schnell wieder zu, wenn man nach den 14 Tagen ganz normal in sich hineinschlingt. Ich habe diese Kur schon öfters gemacht und kann sie nur empfehlen.