Mais | EAT SMARTER
19
0
Drucken
0
MaisDurchschnittliche Bewertung: 3.91519

Mais

Mais – ein Sommergetreide Mais – ein Sommergetreide

Eigentlich ein Getreide, aber als Gemüse ein Dauerbrenner: Mais mögen fast alle, sogar die meisten Kinder! Gut so, denn die appetitlichen Kolben bieten viele kulinarische und gesundheitliche Vorzüge. Was alles in den gelben Körnern steckt, erfahren Sie hier!

Das sollten Sie über Mais wissen

Wer Mais als Gemüsemahlzeit einplant, liegt nur zum Teil richtig - tatsächlich gehört Mais nämlich zu den Sommergetreiden, ist also streng genommen gar kein Gemüse. Trotzdem kommt Mais in vielen Küchen der Welt so in Topf und Pfanne. Und das schon ziemlich lange: Bereits vor rund 5000 Jahren baute man die zu den Süßgräsern zählende Pflanze systematisch an und nutzten ihre nahrhaften Eigenschaften – zuerst als Tierfutter, später auch für die Herstellung von Mehl und Grieß für Brot und Tortillas. Bis heute sind Maismehl und Maisgrieß (Polenta) ein besonders wichtiges Produkt aus Mais, aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts kam in Amerika auch der süße Zuckermais in Mode, den man wie Gemüse essen kann. Bis dieser Genuss auch bei uns zu haben war, vergingen allerdings noch mal rund 100 Jahre: Erst die amerikanischen Sieger brachten nach 1945 die hierzulande bis dahin unbekannten Kolben mit ins Land und die Deutschen auf den Geschmack.

Sorten: Für Mais gibt es die zwei Hauptkategorien „Gemüsemais“ bzw. „Zuckermais“ und „Körnermais“ bzw. „Feldmais“. Der bei uns so beliebte gelbe Mais ist nur eine (wenn auch wichtige) von den weltweit etwa 300 bekannten Sorten. In den Anbauländern, vor allem in Südamerika, kennt man auch Maissorten mit weißen, orangefarbenen, roten, blauen oder sogar violetten bis schwarzen Körnern. Der angesagte „Baby-Mais“ ist übrigens keine spezielle Sorte: Um das Miniformat zu bekommen, erntet man den ganz normalen Zuckermais einfach schon in einem frühen Wachstumsstadium.

Herkunft: Die Heimat der leckeren Kolben liegt im Land der Maya und Azteken: Archäologen fanden in Mexiko die Spuren von dem heutigen Mais sehr ähnlichen Pflanzen, die aus dem Jahr 3000 v. Chr. stammen. Bis heute ist Amerika das Hauptanbauland; die USA ernten pro Jahr etwa 2,5 Millionen Tonnen Mais. Nach Europa kam der Mais erst um 1520 als kulinarisches Souvenir der spanischen Eroberer. Außer aus den USA kommen Importe vor allem aus Spanien, Italien und Südfrankreich zu uns. Hierzulande wächst fast ausschließlich Futtermais, denn für den leckeren Zuckermais ist es schlicht nicht warm genug.

Saison: Frische Maiskolben gibt es bei uns von Juli bis Ende Oktober zu kaufen. In der übrigen Zeit kann man auf tief gefrorenen Mais, Mais aus der Konserve oder in Folie verschweißte Maiskolben zurückgreifen.

Geschmack: Der natürliche Zuckergehalt in Mais sorgt für den charakteristischen süßen Geschmack.

Wie gesund ist eigentlich Mais?

Aus gutem Grund gilt Mais auf der ganzen Welt seit Jahrhunderten als wichtiges Nahrungsmittel. Seine ausgewogene Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Fett, Eiweiß und Mineralstoffen (vor allem Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen) sowie Vitaminen (B1, B2, B3, B6 und Vitamin C) versorgt den Körper mit einem ganzen Paket an wertvollen Nährstoffen. Hinzu kommt der Stärkegehalt von Mais, der ihn besonders nahrhaft macht. Als Getreide hat Mais außerdem einen ganz entscheidenden Vorzug für alle, die das Klebereiweiß in Mehl aus herkömmlichem Getreide nicht vertragen: Er enthält kein Gluten.

Nährwerte von Mais pro 100 Gramm  
Kalorien 86
Eiweiß 3 g
Fett 1,2 g
Kohlenhydrate 15,8 g
Ballaststoffe 4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mais

Einkauf: Frische Maiskolben kommen grundsätzlich ohne ihre Hüllblätter in die Gemüseregale, denn nur so kann man dem Mais seine Frische auf den ersten Blick ansehen: Seine Körner sollen prall und glänzend aussehen und bis auf die an der Kolbenspitze dunkel gelb bis fast orangefarben leuchten. Den perfekten Reifezustand hat Mais, wenn beim Einritzen des Korns der milchweiße Saft austritt. Eine gute Alternative zu frischem Mais: Maiskolben aus der Tiefkühlung werden im optimalen Moment direkt nach der Ernte eingefroren; das gleiche gilt auch für tief gefrorene Maiskörner.

Lagerung: Verbrauchen Sie frischen Mais so bald wie möglich! Er verliert rasend schnell seinen typischen süßen Geschmack, denn schon zwei Stunden nach der Ernte haben sich bis zu 50 % des Zuckers in Stärke umgewandelt, und dieser Prozess geht sogar bei 0° C Kühlung ständig weiter. Länger als ein, zwei Tage sollten Sie Mais darum nicht im Kühlschrank aufbewahren.

Vorbereiten: Frischer Mais ist ganz unkompliziert: Sie brauchen die Kolben nur kurz abzuspülen und trocken zu tupfen. Wer dagegen nur die Körner garen möchte, schneidet nach dem Waschen einfach mit einem scharfen Messer vorsichtig am Kolben entlang, sodass sich die Körner lösen.

EAT SMARTER Empfehlung für Mais

Wer mag, kann die leckeren Körner direkt roh vom Kolben knabbern. Sie sind so leicht verdaulich, dass selbst Empfindliche sie gut vertragen. Das Garen von Mais geht übrigens super schnell: Körner aus Glas oder Dose brauchen nur kurz erhitzt zu werden; rohe Maiskörner sind nach etwa 3-4 Minuten in wenig kochendem Salzwasser gar. Eine weitere Alternative sind vorgegarte Maiskolben, die man in Folie vakuumverpackt bekommt: Sie müssen ebenfalls nur kurz erhitzt werden.

Zubereitungstipps für Mais:

Ob im Ganzen oder in dicken Scheiben aufgespießt: Maiskolben vom Grill sind immer ein Burner. Aus den Körnern können Sie auch gleich noch einen köstlichen Dip dazu zaubern. In Scheiben geschnitten wird aus Maiskolben eine ausgesprochen dekorative Beilage, zum Beispiel zu Steak oder gegrilltem Geflügel, oder ein leckeres buntes Gemüsepäckchen.

Mit den Körnern vom Mais können Sie alle möglichen Köstlichkeiten zubereiten: Sie schmecken einfach mit etwas Butter gedünstet oder mit anderem Gemüse gemixt toll als Beilage zu Fleisch oder zu Fisch, bringen Farbe und Biss in einen knackigen Salat, einen raffinierten Eintopf oder in ein knuspriges Gratin. Mais eignet sich aber ebenso gut für vegetarische Füllungen, Suppen und Aufläufe sowie für kleine, feine Snacks wie unseren Maisflan oder die krossen Maispuffer.

Besonders gut passt Mais natürlich zu Spezialitäten aus seinem Heimatland Mexiko, wo man seine natürliche Süße gern mit scharfen Gewürzen kombiniert. Echte Klassiker sind zum Beispiel die gefüllten Tacos, unsere mexikanische Limettensuppe oder der mexikanische Hähnchensalat. Aber auch in anderen Ländern gibt es leckere Rezepte mit Mais, die einen Versuch wert sind. Aus Jamaika kommen beispielsweise so köstliche Gerichte wie die pikanten Maisküchlein oder das Rinderfilet auf Maissalat.

Weil er so schön süß schmeckt, mögen auch Kinder Mais meistens richtig gerne. Eine gute Chance also, den Kids was Gesundes „unterzujubeln“! Wir empfehlen zum Beispiel leckere „Goldbarren“, bunte „Gemüseboote“, den knackigen Kartoffel-Mais-Salat mit Würstchen, überbackene Mais-Reis-Waffeln oder die super saftigen Pizza-Muffins.

Rezepte mit Mais:

Rezepte mit Mais finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER!

(Koe)

Ähnliche Artikel
Alles was Sie über Brötchen wissen sollten. Hier klicken!
Warenkunde Weizenvollkornbrot
Alles was Sie über Weizenvollkornbrot wissen sollten. Hier klicken!
Alles was Sie über Gerste wissen sollten. Hier klicken!
Schreiben Sie einen Kommentar