Artischocken - die stacheligen Schlankmacher | EAT SMARTER
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Artischocken - die stacheligen SchlankmacherDurchschnittliche Bewertung: 5151

Einkauf, Zubereitung, Genuss

Artischocken - die stacheligen Schlankmacher

Der Widerspenstigen Zähmung: Die einst nur wild wachsende Distel mit den essbaren violetten oder grünen Blüten ist heutzutage längst im gesamten Mittelmeerraum ein Kulturgut. Auf riesigen Plantagen baut man Artischocken inzwischen an, erntet sie per Hand und trägt sie in großen Kiepen zu Markte. Aktuell finden wir sie auch bei uns im Gemüsegeschäft und auf dem Wochenmarkt, meist aus Frankreich und Italien.

Besonders begehrt bei Eingeweihten sind die delikaten Mini-Artischocken, die in der Regel aus Spanien und von Sizilien nach Deutschland gelangen. Diese kleineren Sorten sind nämlich so zart, dass man sie einfach mit Stumpf und Stiel im Ganzen garen kann. Das macht sie vor allem Ungeübten sehr sympathisch, denn die schrecken oft etwas zurück, wenn ihnen Artischocken angeboten werden.
 

Artischocken richtig vorbereiten

Dabei ist das Zubereiten der leckeren Distelblüten halb so schwer:
 
  • Die Artischocken waschen und dann den Stiel (am besten über einer Tischkante) herausbrechen, damit die harten Fasern aus dem Boden gelöst werden.
  • Die stacheligen Enden der Blütenblätter mit einer Küchenschere entfernen und mit dem Brotmesser den Boden der Artischocke und die untersten, sehr harten Blätter abschneiden.
  • Die Schnittstellen sofort mit Zitronensaft beträufeln, sonst verfärben sie sich braun.
  • Nun die Artischocken in einen großen Topf mit reichlich sprudelndem Salzwasser und dem Saft einer halben Zitrone geben. Deckel drauf, je nach Größe 30-45 Minuten kochen und dann gut abtropfen lassen. Tipp: Die Distelblüten sind dann gar, wenn sich die Blätter leicht herausziehen lassen.
 
 

Artischocken richtig genießen

Auch gegessen ist die sommerliche Delikatesse im Grunde sehr einfach. So wird´s gemacht: Artischocke mit der einen Hand halten und mit der anderen Hand von außen nach innen die Blättchen heraus zupfen. Die dippt man in eine Sauce und „zutzelt“ mit den Zähnen den weichen Blattteil ab. Den harten Blattteil legt man auf dem Tellerrand ab. Hat man alle Blättchen abgezupft, stößt man auf das Heu in der Mitte, das man ebenfalls heraus zupfen kann. Übrig bleibt das Objekt der eigentlichen Begierde, nämlich der zarte Artischockenboden. Auch der wird mit einer Sauce gekrönt verspeist.
 

Artischocken richtig einkaufen

Wer nun Lust auf diesen sommerlich-südlichen Genuss hat, rechnet pro Portion als Vorspeise, je nach Größe, ein bis zwei Artischocken. Achten Sie beim Einkaufen auf einen knackigen Stiel und saftige Blätter ohne bräunliche Stellen. Dicht aufeinander liegende Blätter bürgen ebenso für Frische wie das Gewicht: Sind die Köpfe schwer, stecken sie voller Saft und sind frisch. Bis zum Zubereiten den Stiel dran lassen, die Artischocken in ein feuchtes Küchentuch einschlagen und im Kühlschrank lagern. So halten sie sich bis zu sieben Tage knackig.
Wer nicht zu viele frisch halten muss, kann auch die Stiele jeweils frisch anschneiden und wie Blumen in Wassergläser stellen. Sieht richtig gut aus!
 

Stachelige Schlankmacher

Dass Artischocken figurfreundlich sind, hat sich herumgesprochen – sie sind praktisch kalorienfrei und enthalten kein Fett. Wer auch bei der Sauce dazu auf Kalorien achtet, kann sich die leckeren Disteln unbesorgt schmecken lassen. EAT SMARTER hat eine abgespeckte Variante der Artischocken mit Aioli nach klassischer Art entwickelt.
 
(Koe)
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