Paprikaschoten

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 18. Nov. 2019

Von den Ampelfarben braucht man sich bei Paprika nicht beirren zu lassen: Ob rot, grün oder gelb – das Signal lautet immer „go“. Die tollen Schoten bringen aber nicht nur Farbe ins Spiel, sondern gelten zurecht als gesunde Schlankmacher. Zugreifen also unbedingt empfehlenswert!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Paprikaschoten
  2. Das sollten Sie über Paprikaschoten wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Paprikaschoten-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Paprikaschoten?
  5. Gesundheitsvorteile von Paprikaschoten
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Paprikaschoten
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Paprikaschoten
  8. Wissen zum Mitnehmen

Infografik zu Paprikaschoten

Paprikaschoten...

  • ...sind toll für Augen und Haut: Es gibt zwar Gemüse mit noch höheren Werten, trotzdem kann die Paprikaschote mit 180 Mikrogramm Vitamin A pro 100 Gramm durchaus Punkte sammeln. Das fettlösliche Vitamin stärkt die Sehkraft der Augen und sorgt für eine schöne, gesunde Haut. Paprikaschoten liefern Antioxidantien, die zellschützend wirken. Das in ihnen enthaltene Capsaicin sorgt für ein strafferes Bindegewebe und einen frischen Teint.
  • ...dienen als Fatburner: Wie Forschungen zeigen, kann Vitamin C dabei helfen, Fett im Körper schneller zu verbrennen – und bei Vitamin C gehört Paprikaschote zu den Spitzenreitern. Schon in einer roten Paprikaschote (200 Gramm) steckt fast das Dreifache des durchschnittlichen Tagesbedarfs von 95 Milligramm (Frauen) beziehungsweise 110 Milligramm (Männer)!
  • ...können beim Abnehmen helfen: Wer Paprikaschote isst, tut dank des extrem niedrigen Kalorien- und Fettanteils seiner Figur etwas Gutes. Ebenfalls günstig: Paprikaschoten enthalten kaum Kohlenhydrate, dafür aber relativ viele sättigende Ballaststoffe. Eine Paprika (150 Gramm) hat nur rund 60 Kalorien. Dank des süßen Geschmacks und des angenehmen Crunches kann sie als kalorienarmer Snack anstelle von Nachos und Co. zu Hummus oder anderen Dips gereicht werden.
  • ...können Diabetes vorbeugen: In Paprikaschoten stecken verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, die der Gesundheit nutzen. Besonders interessant sind dabei Luteolin und Apigenin: Forscher fanden heraus, dass diese beiden Stoffe die Zucker- und Fettneubildung im Körper hemmen. Im Klartext heißt das: Paprikaschoten können zur Vorbeugung gegen Diabetes beitragen.
  • ...pushen das Immunsystem: Mit dem hohen Vitamin-C-Gehalt von 140 Milligramm pro 100 Gramm unterstützen vor allem rote Paprikaschote die Abwehrkräfte. Aber auch grüne und gelbe Paprikaschoten pushen das Immunsystem: Sie bringen es mit durchschnittlich 120 Milligramm Vitamin C (100 Gramm) fast auf dieselben hohen Werte.
  • ...bringen Abwechslung: Gelbe, grüne oder rote Paprikaschote – die Farbe sagt zwar nichts über die Sorte aus, sondern zeigt nur die verschiedenen Reifestadien. Über den Geschmack verrät die Farbe aber wohl etwas: Grüne Paprikaschoten sind unreif und schmecken angenehm herb; gelbe Paprika hängen etwas länger am Strauch und haben einen mild-würzigen Geschmack. Rote Paprikaschoten haben die Vollreife erreicht und überzeugen mit kräftigem und dabei sanft süßlichem Aroma.
  • ...bekommen nicht jedem: Bei Menschen mit einem empfindlichen Magen oder Darm kann die harte Haut der Paprikaschote zu Blähungen oder Bauchkrämpfen führen. Wer sie nicht verträgt, kann die Haut aber einfach mit einem Sparschäler entfernen oder Paprikaschoten im Ofen backen, bis die Haut dunkel wird und sich dann leicht abziehen lässt. Paprika kann bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen durch Kreuzallergien führen.
  • ...können Pestizide enthalten: Verbraucherschützer haben herausgefunden, dass in Paprikaschoten öfter Pestizide und andere unerwünschte Stoffe stecken können. Besonders riskant ist dabei ein giftiges Pestizid namens Ethephon, das zur Reifebeschleunigung eingesetzt wird. Da dieses Pestizid von innen wirkt und in das Fruchtfleisch eindringt, kann man es durch Waschen nicht beseitigen. Ein Warnzeichen für so behandelte Paprikaschoten sind gelblich-grüne Schattierungen. Wer kein Risiko eingehen will, greift am besten zu Bio-Paprikaschoten.
  • ...CO2-Bilanz gut: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Paprikaschoten gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Paprikaschoten wissen

Wer die Farbenvielfalt von Paprikaschoten sieht, könnte meinen, verschiedene Sorten vor sich zu haben. Das ist aber keineswegs der Fall: Die verschiedenen Farben zeigen nur, in welchem Reifezustand die Früchte des Paprikastrauchs geerntet wurden. Grüne Paprikaschoten sind noch unreif, gelbe und orangefarbene Exemplare hängen etwas länger am Strauch. Rote Paprikaschoten haben die Vollreife erreicht.

Neben diesen schon klänger bekannten Farben und der typischen runden Form sieht man mittlerweile im Supermarkt oder Gemüseladen auch einige Newcomer: Tomaten-Paprika sehen einer großen Fleischtomate täuschend ähnlich. Sie sind vor allem in Ungarn beliebt und zeichnen sich durch ein intensives süß-würziges Aroma aus. Spitzpaprika kannte vor zehn Jahren kaum jemand – heute gibt es sie sogar beim Discounter. Sie haben eine lange, schmale Form, ähneln aber farblich und geschmacklich herkömmlichen Paprikaschoten. Schokoladen-Paprika macht seinem Namen alle Ehre: Diese vor allem in Rumänien angebaute Sorte schmeckt süß und sieht mit ihrer dunkelbraunen Schale aus, als wäre sie mit Schokolade überzogen. Am besten isst man sie roh, denn beim Garen geht die interessante Farbe leider verloren.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat von Paprikaschoten liegt in Südamerika, heute baut man sie aber weltweit an.

Saison

Aus einheimischem Anbau kommen Paprikaschoten bei uns von Juli bis Oktober. In den übrigen Monaten herrscht aber auch kein Mangel, denn dann importieren wir sie unter anderem aus den Ländern rund ums Mittelmeer, vor allem Spanien und aus den Niederlanden.

Geschmack

Grüne Paprikaschoten schmecken angenehm herb, die gelbe Variante hat einen mild-würzigen Geschmack. Rote Paprikaschoten punkten mit kräftigem und dabei sanft süßlichem Aroma.

Unsere liebsten Paprikaschoten-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Paprikaschoten-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Paprikaschoten?

Wer Paprika isst, tut dank extrem niedriger Kalorien- und Kohlenhydratanteile nicht nur seiner Figur etwas Gutes. Auch das Immunsystem profitiert, denn die Schoten liefern reichlich Vitamine. Je reifer die Schote, desto mehr Vitamin-Power bringt sie.

Vor allem rote Paprika hat das Prädikat "wertvoll" verdient: In 100 Gramm stecken bis zu 110 Milligramm Vitamin C. Diese Menge entspricht der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Zufuhr für fast eineinhalb Tage (1). Gelbe Schoten bringen es auf 120 Milligramm Vitamin C. Grüne enthalten nur etwa 90 Milligramm und damit pro 100 Gramm immer noch fast den durchschnittlichen Tagesbedarf von 100 Milligramm. Wer mit dem für Abwehrkräfte und Zellschutz so wichtigen Stoff auftanken will, genießt Paprika am besten möglichst roh, denn so enthält sie am meisten Vitamin C.

Dank des hohen Vitamin-C-Gehalts kann Paprika Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Antioxidantien unterstützen zusätzlich die körpereigenen Abwehrmechanismen.

Auch beim Vitamin-A-Gehalt liegen Paprikschoten gut im Rennen. Im Durchschnitt enthalten 100 Gramm um die 180 Mikrogramm, bei roten Paprikaschoten liegt der Gehalt deutlich höher.

Die harte Haut von Paprikaschoten ist schwer verdaulich und es finden sich darin eventuell Rückstände von Pflanzenbehandlungsmitteln. Das ist jedoch in der letzten Zeit immer seltener der Fall. Der sogenannte integrierte Pflanzenschutz, der Nützlinge gegen Schädlinge einsetzt, macht sich bei Paprikaschoten schon positiv bemerkbar. Wem die harte Haut nicht bekommt, der entfernt sie einfach mit einem Sparschäler oder backt die Schoten im Ofen, bis die Haut schwarz und "blasig" wird und sich leicht abziehen lässt. Wie das geht, zeigt dieses Video in unserer Kochschule.

Nährwerte vonPaprikaschoten pro 100 Gramm  
Kalorien 20
Eiweiß 1 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 1,8 g
Ballaststoffe 1,4 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Paprikaschoten

Einkauf

Beim Kauf von Paprikaschoten kann man wenig falsch machen: Sie sollen sich fest anfühlen, mehr gibt es nicht zu beachten. Falls Sie großen Wert darauf legen, dass Paprikaschoten keine Spuren von Pflanzenschutzmitteln enthalten, empfiehlt es sich, beim Bio-Händler einzukaufen.

Lagerung

Paprikaschoten sind keine Sensibelchen und vertragen bis zu eine Woche Kühlschrank-Dasein in der Regel gut. Schauen Sie aber nach längerem Lagern beim Putzen genau hin. Falls sich in den Schoten Schimmelstellen zeigen, sollten Sie die betroffene Paprika wegwerfen.

Bei Zimmertemperatur bleibt die Paprika etwa drei Tage frisch.

Vorbereitung

Die Kerne und die weißen Häute trüben den Genuss von Paprikaschoten, daher müssen sie entfernt werden. Dazu halbieren Sie die ganze Schote und schneiden sie anschließend in Viertel. Nun schneiden Sie mit einem scharfen Messer einfach Kerne, Innenhäute und den Stiel von den Paprikavierteln ab. Zum Schluss noch kurz unter fließendem Wasser waschen – dabei werden eventuell noch vorhandene Kerne gleich mit weggespült. Die Paprikaviertel über dem Spülbecken trockenschütteln und je nach Rezept weiterverarbeiten.

Wie man Paprikaschoten zum Füllen vorbereitet, sehen Sie in unserem Kochschul-Video.

Zubereitungstipps für Paprikaschoten

Nur relativ wenige Gemüsesorten glänzen mit so großer Vielseitigkeit wie Paprikaschoten. Sie schmecken roh, gedünstet, gebraten, geschmort und gekocht oder auch gegrillt immer toll. Ein Klassiker sind gefüllte Paprikaschoten mit Hackfleisch, man kann sie aber mindestens genauso gut mit Fisch oder vegetarischen Leckereien wie zum Beispiel Couscous, Reis oder Schafskäse füllen.

Wissen zum Mitnehmen

Paprikaschoten sind was für das Auge und für den Gaumen sowieso. Aber das farbenfrohe Gemüse ist auch gut für die Gesundheit! Vor allem diejenigen, die ordentlich Vitamin C tanken wollen, sind mit Paprikaschoten bestens bedient.

Weitere Nachtschattengewächse

 
es wird auf die Infografik verwiesen. Diese fehlt aber auf dieser Seite.
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Das war ein technischer Fehler, die Infografik ist jetzt wieder zu finden!
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