Auberginen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Mai. 2020
Auberginen - ein mediterraner Genuss
Auberginen - ein mediterraner Genuss
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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Auberginen
  2. Das sollten Sie über Auberginen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Auberginen-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Auberginen?
  5. Gesundheitsvorteile von Auberginen
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Auberginen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Auberginen

Infografik zu Auberginen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Warenkunde Aubergine

Auberginen...

  • ...senken die Blutfette: Fettlösliche Ballaststoffe in Auberginen können dazu beitragen, einen erhöhten Cholesterinspiegel (LDL-Cholesterin) zu senken.
  • ...schützen das Herz: Hochwirksame natürliche Farbstoffe in Auberginen (Anthocyane) sollen mit dafür sorgen, dass sich ein hoher Blutdruck reguliert.
  • ...bremsen die Zellalterung: In Auberginen stecken zahlreiche sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe wie unter anderem Terpene, die unsere Körperzellen vor Alterungsprozessen schützen und auch Krebs vorbeugen können.
  • ...können bei Rheuma helfen: Sekundäre Pflanzenstoffe sind auch die moderne Erklärung für die uralte Theorie, dass Auberginen sich positiv auf Rheuma, Ischias und Nierenleiden auswirken sollen. Neue Studien zeigen, dass da manches dran zu sein scheint.
  • ...regulieren den Flüssigkeitshaushalt: Wegen ihres hohen Kaliumanteils (224 Milligramm pro 100 Gramm) in Kombination mit einem niedrigen Salzgehalt gelten Auberginen zu Recht als wirksames Mittel für die Aktivierung des Stoffwechsels und besonders für die sanfte Entwässerung des Körpers.
  • ...regen die Verdauung an: Die in Auberginen enthaltenen Bitterstoffe unterstützen die Freisetzung von Verdauungs-säften in Leber und Galle. Außerdem regen diese Bitterstoffe die Bauchspeicheldrüse zur Ausschüttung von Insulin an.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Auberginen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...sind roh unbekömmlich: * Rohe beziehungsweise nicht ganz gegarte Auberginen enthalten Solanin, das zu Magen- und Darmbeschwerden führt und erst durch Erhitzen zerstört wird.

Das sollten Sie über Auberginen wissen

Rund ums Mittelmeer gehört die Aubergine so selbstverständlich zur Alltagsküche wie Tomaten oder Knoblauch. Während die Frucht eines Nachtschattengewächses hierzulande noch bis vor etwa 20 Jahren fast als Exot galt, die kaum jemand kannte, schätzt man sie in Südeuropa bereits seit dem 13. Jahrhundert. In Indien und China sind Auberginen sogar schon seit Jahrtausenden Bestandteil des Speisezettels.

Dass sie ihr europäisches Coming Out zuerst in Italien und anderen Mittelmeerländern hatten und vor allem dort heimisch wurden, ist leicht zu erklären: Auberginen brauchen viel Sonne und Wärme zum Gedeihen. 

Herkunft

Botaniker vermuten die ursprüngliche Heimat der Auberginen in Asien. Für diese Theorie spricht, dass man dort das Nachtschattengewächs bereits seit gut 4000 Jahren anbaut. Heute werden Auberginen auch in den USA und ganz Europa kultiviert. In Südeuropa wachsen sie auf Freiland, in nördlichen Ländern vorwiegend im Treibhaus.

Saison

Da Auberginen weltweit und auch im Treibhaus angebaut werden, sind sie das ganze Jahr über zu haben. Spezielle Sorten wie zum Beispiel Baby-Auberginen oder gelbe Auberginen bekommt man allerdings vorwiegend im Hoch- und Spätsommer.

Geschmack

Auberginen haben nur wenig Eigengeschmack, der sich erst beim Garen entfaltet und durch kräftiges Würzen an Profil gewinnt.

Sorten

In Südeuropa und Asien kommen übrigens keineswegs nur die bei uns bekannten violetten Auberginen auf den Tisch. Dort kennt man schlanke, lange, hellgrüne oder gestreifte Exemplare ebenso wie kleine eiförmige, die in weiß, gelb, orangerot oder grün-weiß gestreift zu haben sind. Entsprechend existieren weltweit auch die verschiedensten Arten der Zubereitung.

Unsere liebsten Auberginen-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Auberginen-Rezepten

Wie gesund sind eigentlich Auberginen?

Auberginen enthalten erfreulich wenige Kalorien und sind praktisch fettfrei – ideal also für figurbewusste Gemüsefans. Wegen ihres hohen Kaliumgehalts gelten Auberginen außerdem als perfekte Diätkost. Der minimale Anteil von Kohlenhydraten macht sie zu einer guten Wahl für Low-Carb-Köche sowie für Diabetiker.

Rohe Auberginen sind ungenießbar und auch gesundheitlich nicht zu empfehlen, denn sie enthalten Solanin. Der Stoff kann Magen- und Darmprobleme machen und wird erst durch Erhitzen zerstört. Die im Fruchtfleisch steckenden kleinen Kerne kann man aber unbesorgt mitessen.

Nährwerte von Auberginen pro 100 Gramm  
Kalorien 17
Eiweiß 1,2 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 2,5 g
Ballaststoffe 2,8 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Auberginen

Einkauf

Zu früh geerntete Auberginen enthalten besonders viel Solanin. Achten Sie darum auf die Schale: ist sie nicht zu dunkel und hat einen matten Schimmer, stimmt die Reife. Einen klaren Hinweis geben außerdem die essbaren Kerne im Inneren von Auberginen und das Fruchtfleisch: beides sollte weiß und keinesfalls braun sein!

Lagerung

Im Kühlschrank verlieren Auberginen rasch ihre feste Konsistenz und werden "pappig". Sie sollten daher nur 1-2 Tage bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Auch das Lagern zusammen mit anderen Gemüsen oder Früchten tut Auberginen nicht gut.

Vorbereitung

Auberginen sind schnell vorbereitet: Einfach waschen, dann den Kelch und den Stielansatz abschneiden. Beträufeln Sie das weiße Fruchtfleisch immer sofort nach dem Halbieren der Aubergine mit etwas Essig oder Zitronensaft, damit es sich nicht braun verfärbt. Die vorhandenen Bitterstoffe können Sie durch großzügiges Einstreuen mit Salz herausziehen.

Um Auberginen auszuhöhlen, zum Beispiel für Füllungen, am besten das Fruchtfleisch vorsichtig in Rauten schneiden und herauslösen. Besonders einfach geht das bei gebackenen Auberginen, wie Ihnen Cornelia Poletto in unserem Video zeigt. In weiteren Videos aus unserer Kochschule zeigt die Starköchin, wie Sie Auberginen am einfachsten würfeln, in Scheiben oder in lange Streifen schneiden.

Zubereitungstipps für Auberginen

Auberginen sind ein wahres Allerwelts-Essen im Sinn des Wortes: Rund um den Globus nimmt man sie als Hauptzutat für so köstliche Gerichte wie die griechische Moussaka, das türkische Imam bayildi oder die französische Ratatouille, um nur die berühmtesten Klassiker zu nennen.

Ob gefüllt und überbacken, geschmort, gebraten, gekocht oder frittiert – das helle, milde Fruchtfleisch von Auberginen verträgt sich mit praktisch jeder anderen Zutat und verträgt auch einen kräftigen Schuss Gewürze. Besonders gut harmoniert es mit Tomaten, Knoblauch und mediterranen Kräutern oder auch mit orientalischen Zutaten wie Zimt, Piment und Rosinen.  Aus gebackenem Auberginenfruchtfleisch lässt sich mit Gewürzen eine köstliche Creme herstellen, das auf Fladenbrot zur perfekten Vorspeise in einem orientalischen Menü wird. Nicht zuletzt in der Veggie-Küche sorgen Auberginen für viel Abwechslung, zum Beispiel als paniertes Schnitzel, in einer orientalischen Gemüsepfanne, als leckerer Auflauf, in einem pikanten Kokos-Curry oder als scharfer Pizzabelag.

 
Liebe Signora Poletto, als ex Süd-Italiener habe ich bei der Zubereitungstipps der Auberginen, die "Melenzane alla Parmigiana" vermißt. Unter alle anderen Auberginerezepten ist diese die beste. Sie sind nicht nur eine Starköchin, Ihre Wissen in diesem Gebiet ist non plus ultra
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