Zucchini

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 29. Jun. 2020

Kaum zu glauben: Noch Mitte der 70er Jahre kannte bei uns kaum jemand Zucchini. Das hat sich zum Glück gründlich geändert – heute gehören Zucchini zu den am meisten verkauften Gemüsesorten. Warum das nicht nur kulinarisch ein Fortschritt ist, erklärt unsere Warenkunde.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Zucchini 
  2. Das sollten Sie über Zucchini wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Zucchini-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Zucchini?
  5. Gesundheitsvorteile von Zucchini
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Zucchini
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Zucchini

Infografik zu Zucchini 

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Zucchini...

  • ...sind Vitamin-Versorger: Es gibt zwar Gemüse mit mehr Vitamin C, aber bei 16 Milligramm pro 100 Gramm liegen Zucchini trotzdem ganz gut im Rennen. Immerhin kann man schon mit 200 Gramm knapp ein Drittel des täglichen Bedarfs decken!
  • ...entwässern ganz sanft: Mit einem Kaliumgehalt von rund 180 Milligramm auf 100 Gramm sind Zucchini ideal, um im Körper gespeicherte, überflüssige Flüssigkeitsansammlungen auf sanfte Art auszuspülen.
  • ...können beim Abnehmen helfen: Mit nur 19 Kilokalorien pro 100 Gramm sind Zucchini ein echtes Schlankgemüse. Auch der sehr geringe Fettgehalt und der niedrige Anteil an Kohlenhydraten macht Zucchini perfekt für Figurbewusste!
  • ...schützen das Herz: Der Mineralstoff Kalium in Zucchini kann außerdem dabei helfen, einen unregelmäßigen Herzschlag beziehungsweise Herzrhythmus-Störungen zu verhindern.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Zucchinis gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...können Nudeln ersetzen: Wer Kohlenhydrate sparen will, ersetzt die Pasta einfach mit "Nudeln" aus Zucchini: Durch die lange, schmale Form lassen sich daraus leicht Low-Carb-Nudeln schneiden. Am besten klappt das mit einem speziellen Spiralschneider für Gemüse.
  • ...können Gift enthalten: Bitter schmeckende Zucchini sollte man auf keinen Fall essen, da sie zu hohe Mengen Cucurbitacine enthalten. Diese sehr giftigen Bitterstoffe wirken im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich! Sie wurden an sich weggezüchtet, können aber vor allem bei Zucchini aus dem eigenen Garten vorkommen.

Das sollten Sie über Zucchini wissen

Fast alle mögen Zucchini, aber nur wenige wissen, dass Zucchini eine Unterart vom Gartenkürbis sind und botanisch in die Familie der Kürbisgewächse gehören. Lässt man sie wachsen, erreichen sie wie ihre Verwandten ein beeindruckendes Format, denn eine ausgewachsene Frucht kann bis zu 5 Kilogramm auf die Waage bringen! In der Regel erntet man Zucchini allerdings, wenn sie etwa 15-30 Centimeter lang sind und ungefähr 100-300 Gramm wiegen.

Die Zucchinipflanze wuchert fast wie Unkraut und trägt unermüdlich neue Früchte. Das Kürbisgewächs ist ausgesprochen anspruchslos. Es blüht und gedeiht fast überall und unter fast allen klimatischen Bedingungen. Kälte allerdings macht ihrem Wuchern ein abruptes Ende, weswegen sie hierzulande nur im Sommer unter freiem Himmel gedeiht. Die meiste Zeit des Jahres kommen Zucchini aus den Ländern rund ums Mittelmeer zu uns. 

Herkunft

Die ersten, die Zucchini als Neuzüchtung und Unterart des Gartenkürbis anbauten, waren die Italiener. Sie feiern traditionell bis heute den 7. Mai als Tag des Zucchino, denn ab April beginnt die Aussaat des Kürbisverwandten.

Saison

Zucchini gibt es das ganze Jahr über – im Sommer auch aus heimischem Anbau, sonst hauptsächlich aus Spanien, Italien, Frankreich, der Türkei und den Niederlanden.

Geschmack

Ob grün oder gelb, ob groß oder im Miniformat: Zucchini schmecken leicht nussig, aber zurückhaltend und sehr mild.

Sorten

Im Mittelmeerraum schätzt man nicht nur die bei uns besonders bekannten dunkelgrünen Sorten, sondern auch Zucchini mit hellgrüner oder gelber Haut. Sehr beliebt und inzwischen auch bei uns angesagt sind runde Zucchini, die so genannten Rondini, die sich toll zum Füllen und Schmoren eignen. In der Sterne-Gastronomie spielen außerdem Baby-Zucchini eine Rolle. Denn Feinschmecker sind sich einig: Je kleiner die Zucchini, desto zarter.

Unsere liebsten Zucchini-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Zucchini-Rezepten

Wie gesund sind eigentlich Zucchini?

Mit nur wenigen Kalorien und einem Fettgehalt von unter 1 Prozent gehören Zucchini zum Must-have für alle, die gerne gut essen und dabei schlank bleiben wollen. Auch sonst haben Zucchini einiges zu bieten: Sie enthalten reichlich Kalium, das für verschiedene Stoffwechselprozesse Bedeutung hat. Dazu kommen Magnesium für starke Muskeln und Nerven sowie relativ viel Eisen. Wegen des niedrigen Kohlenhydratgehalts sind Zucchini auch für Diabetiker ein ausgesprochen gesunder Genuss und eignen sich perfekt für die Low-Carb-Küche

Nährwerte von Zucchini pro 100 Gramm  
Kalorien 19
Eiweiß 1,6 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 2,2 g
Ballaststoffe 1,1 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Zucchini

Einkauf

Qualität erkennen Sie schon am Aussehen: Eine glatte, glänzende und makellose Schale zeigt, dass die Zucchini frisch geerntet und optimal gelagert wurden. Beim Berühren der Früchte sollte die Schale kaum nachgeben, die Zucchini sollten schön fest sein.

Lagerung

Frische Zucchini halten sich bei einer Temperatur von mindestens 8 Grad Celsius im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zehn Tage. Lagern Sie Zucchini nicht zusammen mit Äpfeln oder Tomaten, denn beide enthalten ein Gas namens Ethylen, das Zucchini schnell schlapp statt knackig werden lässt.

Vorbereitung

Die Vorbereitung von Zucchini ist kinderleicht, wie unser Kochschul-Video beweist: Einfach waschen, trockentupfen, Stiel- und Blütenansatz mit dem Messer abschneiden – fertig! Je nach Rezept können Sie die Zucchini anschließend in Scheiben schneiden, halbieren, aushöhlen oder würfeln.

Zubereitungstipps für Zucchini

Nur wenige Gemüsesorten sind so vielseitig wie Zucchini. Sie schmecken roh, gedünstet, geschmort, gegrillt oder gebraten gleichermaßen gut und machen als Beilage oder im Salat eine ebenso gute Figur wie in Aufläufen, Suppen und mit Fleisch oder als vegetarisch gefüllte Zucchini als Hauptgericht. Besonders gut vertragen sich Zucchini mit anderen mediterranen Gemüsesorten wie Tomaten, Paprikaschoten und Auberginen, was sie zum klassischen Bestandteil zum Beispiel der französischen Ratatouille macht.

Gewürztechnisch ist bei Zucchini erlaubt, was gefällt. Zu ihrem dezenten Geschmack passen aber besonders gut mediterrane Kräuter wie Thymian und Oregano, frischer Knoblauch und Kreuzkümmel.

Wer Zucchini mit Blüten im Garten hat oder sie im Hochsommer mit etwas Glück auf dem Markt findet, greift am besten schnell zu. Sie sehen nämlich nicht nur toll aus, sondern lassen sich auch zu ausgesprochenen Köstlichkeiten verarbeiten. Die großen Blüten der weiblichen Pflanzen eignen sich hervorragend zum Füllen, beispielsweise mit Hackfleisch, Fischfilet oder Garnelen. Gegrillte Zucchiniblüten sind eine kalorienarme Leckerei und in Teig getauchte und frittierte Zucchiniblüten schmecken als delikate Knabberei oder als raffinierte Krönung von Pasta.

 
Ich habe gelesen, daß bittere Zucchini sogar sehr giftig sein können. Haben Sie da Infos?
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Guten Tag Anjana, grundsätzlich sind Zucchini aus dem Supermarkt ungefährlich und können ohne Bedenken gegessen werden. Zucchini aus dem eigenen Anbau wiederrum können Giftstoffe entwickeln, wenn diese im Wachstum nicht genug Wasser erhalten haben. Erstes Anzeichen ist ein sehr bitterer Geschmack. Sollten Sie also eine sehr bittere Zucchini aus dem eigenen Garten geerntet haben, verspeisen Sie diese lieber nicht. Das gilt übrigens auch für Kürbise! Viele Grüße von EAT SMARTER
 
Ihre Ausführungen wundern mich. Unsere Zuchini schmecken roh nach nichts außer etwas bitter. Unangenehm bitter. Beinahe ungenießbar. Von Nussgeschmack garkeine Spur. Zumindest bei den Bio-Zuchini nicht
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Arth, wie auch bei vielen anderen Gemüsesorten, gibt es unterschiede von Zucchini zu Zucchini und so auch im Endeffekt in dem Gehalt an Bitterstoffen. Sie dürfen gerne roh verzehrt werden, sollten aber nicht gegessen werden, wenn das Gemüse unerträglich bitter ist. Ein etwas bitterer Geschmack ist normal. Viele Grüße von EAT SMARTER
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